Vorlesungsverzeichnis

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Veranstaltungen von M.A. ETH Ann-Kathrin Eickhoff


Lehrveranstaltungen

Working Aesthetics – Formen und Wert der Arbeit im künstlerischen Feld (Seminar)

Dozent/in: Ann-Kathrin Eickhoff, Elisa Linn Roguszczak

Termin:
Einzeltermin | Fr, 27.10.2023, 14:15 - Fr, 27.10.2023, 19:30 | C 40.146 Seminarraum
Einzeltermin | Fr, 03.11.2023, 14:15 - Fr, 03.11.2023, 19:30 | C 40.146 Seminarraum
Einzeltermin | Fr, 17.11.2023, 14:15 - Fr, 17.11.2023, 19:30 | C 40.146 Seminarraum
Einzeltermin | Fr, 24.11.2023, 14:15 - Fr, 24.11.2023, 19:30 | C 40.255 Seminarraum
Einzeltermin | Fr, 08.12.2023, 14:15 - Fr, 08.12.2023, 19:30 | C 40.146 Seminarraum

Inhalt: Das Seminar analysiert die widersprüchliche Rolle der Arbeit als Prozess und Subjekt in der zeitgenössischen Kultur. Wie kann Kunst etwa heutzutage befreiend, radikal sein und gar eine utopische Dimension entfalten, wenn die institutionellen Bedingungen unter denen sie ausgestellt wird exklusiv, kompromittiert und ausbeuterisch sind? In dem Seminar werden gemeinsam neue Lesarten der künstlerischen und nicht-künstlerischen Arbeit erarbeitet, die den zeitgenössischen Kapitalismus begleiten. Hierbei werden historische und aktuelle soziale Praxismodelle untersucht, die unbezahlte, unfreiwillige unsichtbare und immaterielle Arbeit (Maurizio Lazzarato) leisten und welche nicht unbedingt in ein abgeschlossenes, physisches Objekt oder Vorstellungen von produktiver Arbeit als wertschöpfend (Silvia Federici) münden. Das Seminar untersucht anhand ausgewählter Lektüre hierbei spezifische künstlerische Praktiken und kulturelle Projekte, die sich im Dienste des Kampfes für Arbeitsrechte positionieren bzw. auf spezifische Merkmale und Eigenschaften von Formen der Arbeit konzentrieren bis hin zu Konzepten, die sich gegen Arbeit an sich aussprechen. Dabei werden zunächst wichtige theoretische Ansätze, die zu grundsätzlichen Neudefinitionen des Begriffs „Arbeit“ führten, untersucht – darunter Theoretiker*innen, die die Rolle der Hausfrau ins Zentrum der kapitalistischen Produktion stellen, da sie deren wichtigstes Gut – die Arbeitskraft selbst – produziere (Marina Vishmidt). Letztlich soll in dem Seminar auch reflektiert werden, inwiefern verschiedene politische und moralischen Diskurse über Arbeit in Theorie und Kunst in all ihren heutigen Formen mitunter auch dazu neigen, Gruppen von Arbeiter:innen ihrer Stimme zu berauben.