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Veranstaltungen von Berit Merla


Lehrveranstaltungen

Bullen, Machos, Kriegertypen?! –Wie Männlichkeit(en) die Konflikte der Polizei prägen (Seminar)

Dozent/in: Berit Merla

Termin:
14-täglich | Mittwoch | 12:15 - 15:45 | 24.10.2022 - 03.02.2023 | C 14.102a | .
Einzeltermin | Mi, 14.12.2022, 12:15 - Mi, 14.12.2022, 15:45 | C 14.102a

Inhalt: Im Kontext von gesellschaftlichen Konflikten kommt Polizeibeamt*innen als „Ordnungshüter*innen“ eine besondere Rolle zu, sei es beispielsweise in der Auseinandersetzung zwischen Jugendlichen und der Polizei oder bei Aushandlungen und Ausschreitungen zwischen Polizei und Demonstrierenden. Dabei fällt vor allem das mehrheitlich männliche Geschlecht der Konfliktparteien ins Auge. Jedoch ist die Polizei als Organisation keine rein männliche mehr, da mittlerweile rund 30 Prozent der Beamt*innen Frauen sind. Lässt sich trotzdem von einer männlich geprägten Organisation sprechen, zum Beispiel in dem man Rafael Behr folgt, welcher der Polizei eine männliche Leitkultur, die „Cop Culture“, attestiert? Inwieweit sind andere soziale Merkmale jenseits von Geschlecht relevant, wie Migration oder Klasse, um polizeiliche Konfliktfelder zu verstehen? Wie diese Dimensionen die Polizeiarbeit prägen, wird in diesem Seminar herausgearbeitet. Um Konfliktlinien zwischen der Polizei und den von ihr als „Klientel“ verstandenen Menschen nachzuzeichnen ist ein theoretisches Konzept von Männlichkeit unabdingbar. In dem Seminar wird dafür in die nach wie vor zentrale Theorie zu „Hegemonialer Männlichkeit“ (1985) von Raewyn Connell eingeführt. Auf der Grundlage ihres Konzepts von pluralen, miteinander konkurrierenden Männlichkeiten wird das Phänomen der Konflikte im Kontext von Polizeiarbeit nachgezeichnet und analysiert. In Gruppen wird eine Projektarbeit auf dieser Grundlage durchgeführt, die entweder einer Demonstrationsbeobachtung, ein Expert*inneninterview oder eine Videoanalyse beinhaltet.