Vorlesungsverzeichnis

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Veranstaltungen von M.A. Sandra Griese


Lehrveranstaltungen

Heterogenität – Vielfalt – Differenz. Der Umgang mit dem „Anderen“ und seine zivilgesellschaftliche Relevanz. (Seminar)

Dozent/in: Madlen Gardow, Sandra Griese

Termin:
Einzeltermin | Sa, 09.11.2019, 10:00 - Sa, 09.11.2019, 16:30 | C 40.606
Einzeltermin | So, 10.11.2019, 11:00 - So, 10.11.2019, 15:30 | C 40.606
Einzeltermin | Sa, 30.11.2019, 10:00 - Sa, 30.11.2019, 16:30 | C 40.255
Einzeltermin | Sa, 30.11.2019, 10:00 - Sa, 30.11.2019, 16:30 | C 40.220
Einzeltermin | So, 01.12.2019, 11:00 - So, 01.12.2019, 15:30 | C 40.254
Einzeltermin | So, 01.12.2019, 11:00 - So, 01.12.2019, 15:30 | C 40.255
Einzeltermin | Sa, 18.01.2020, 09:30 - Sa, 18.01.2020, 17:00 | C 1.209

Inhalt: Mit dem Ausdruck „Diversity“ finden seit einigen Jahren eine Vielzahl an Theoremen, Konzepten und Strategien bzgl. des professionell fundierten Umgangs mit Heterogenität Eingang in verschiedene gesellschaftstheoretische Fachdiskurse. Die Idee von „Diversity“ bzw. die Orientierung an Vielfalt, Heterogenität und Differenz wird dabei häufig als normativ wünschenswertes Konzept von Anerkennung und Wertschätzung gehandelt, während gleichzeitig aber auch die Mechanismen der (un-) bewussten (Re-) Produktion von Differenzlinien auch in professionellen Settings kritisch reflektiert werden müssen. Die 3 grundlegenden Fragen unseres Seminars sind: • Wie können wir „den Anderen“, „Andersheit“, etwas uns „Fremdes“ verstehen? • Wie lassen sich die verschiedenen individuellen und kollektiven Reaktions- und Um-gangsformen diesbezüglich erklären? • Welche Aufgaben und Herausforderungen ergeben sich in diesem Zusammenhang für wertschätzende, diversitätsbewusste, kritisch-reflexive professionelle Settings? Anhand dieser Fragestellungen beschäftigen wir uns einerseits mit grundlegende Definitionen, aktuellen Erklärungsansätzen und Fachdiskussionen sowie andererseits mit (selbst) ausgewählten Schwerpunkten, welche exemplarisch problematisiert und diskutiert werden. Das bedeutet inhaltlich, dass wir uns im ersten Teil des Seminars differenziert und wissenschaftlich fundiert sowohl mit dem Begriff „Diversity“ im Allgemeinen als auch mit den verschiedenen Víelfaltskategorien (race, class, gender, [dis-] ability, age, sexuality…) auseinandersetzen. Im zweiten Teil werden wir das bisher gemeinsam Erarbeitete in Bezug zu konkreten gesellschaftlichen Fragen des Umgangs mit „Andersheiten“ und zu den gegenwärtigen vielfältigen Seins-, Identitäts- und Lebensformen setzen. Anhand ausgewählter Differenzkategorien werden aktuelle Fragen und Herausforderungen gesellschaftlichen Zusammenlebens erörtert und in ihren Ausgrenzungsmechanismen problematisiert. Grenzen und Möglichkeiten zivilgesellschaftlicher, (sozial-) pädagogischer wie auch politischer Antidiskriminierungsstrategien werden erarbeitet, diskutiert und alternative Lösungsvorschläge entworfen. Das Seminar findet in Kompaktform je ganztägig statt, in 3 Blöcken: 2x an 2 aufeinanderfolgenden Tagen (Sa/So) sowie an einem (1) einzelnen Samstag. Lehr-/ Lernformen: Wechsel von Impulsreferaten der Dozentinnen mit Gruppendiskussionen, Einzel-, Gruppenarbeiten sowie Präsentationen mit studentischer Moderation. Anfangs wird der Schwerpunkt von den Dozentinnen und durch gemeinsame Gruppenaufgaben gestaltet. Nach allgemeinen theoretischen Inputs geht es um eine konkrete Bezugnahme zur selbst erfahrenen Praxis bzw. Fragestellungen von Heterogenität, Vielfalt und Ausgrenzung. Ausgewählte Schwerpunkte werden von den studentischen Teilnehmenden exemplarisch problematisiert und lösungsorientiert beim 3. Block dem gesamten Plenum vorgestellt.