Vorlesungsverzeichnis

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Lehrveranstaltungen

Forschungsmethoden der Kulturwissenschaften (Vorlesung)

Dozent/in: Volker Kirchberg, Sven Kramer

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 12:15 - 13:45 | 07.12.2010 - 04.02.2011 | C HS 3

Inhalt: In der Ringvorlesung für alle Studierenden des Hauptfachs (Major) der Angewandten Kulturwissenschaften werden grundlegende methodische und theoretische Herangehensweisen der Kulturwissenschaften erläutert sowie exemplarisch an verschiedenen Feldern und Gegenständen der Lüneburger Kulturwissenschaften vorgestellt und veranschaulicht. Zusätzlich wählt jede/r Studierende ein Vertiefungsseminar aus dem Angebot aus. Hier werden spezifische Methoden und Theorien vertiefend behandelt und oft auch selbst erprobt. Sie sind frei in Ihrer Wahl im Rahmen der zur Verfügung stehenden Plätze. Die Vertiefungsseminare sind also nicht an spezielle Vertiefungsgebiete gebunden. Zu den Themen der Vertiefungsseminare vgl. die Überblicksliste in myStudy. Termine und Lehrende der einzelnen Vorlesungen: 1. (07.12.2010) Prof. Dr. Sven Kramer • Kurze Einführung in das Modul: Themen, Konzept, Organisation • Einführung in geisteswissenschaftliche Theorien der Kulturwissenschaften 2. (14.12.2010) Prof. Dr. Sven Kramer • Fortsetzung: Einführung in geisteswissenschaftliche Theorien der Kulturwissenschaften 3. (04.01.2011) Prof. Dr. Sven Kramer • Fortsetzung: Einführung in geisteswissenschaftliche Theorien der Kulturwissenschaften 4. (11.01.2010) Prof. Dr. Volker Kirchberg • Einführung in sozialwissenschaftliche Methoden der Kulturwissenschaften 5. (18.01.2011) Prof. Dr. Volker Kirchberg • Fortsetzung: Einführung in sozialwissenschaftliche Methoden der Kulturwissenschaften 6. (25.01.2011) Prof. Dr. Volker Kirchberg • Fortsetzung: Einführung in sozialwissenschaftliche Methoden der Kulturwissenschaften 7. (01.02.2011) Prof. Dr. Volker Kirchberg • Fortsetzung: Einführung in sozialwissenschaftliche Methoden der Kulturwissenschaften

Inhaltsanalyse von Dokumenten und Interviews aus dem Kulturbereich (Seminar)

Dozent/in: Volker Kirchberg

Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 12:15 - 13:45 | 09.12.2010 - 04.02.2011 | C 11.308

Inhalt: In diesem Vertiefungsseminar zu den Grundlagen und Methoden der Kulturwissenschaften wird - die in den sozialwissenschaftlich orientierten Kulturwissenschaften immer häufiger angewandte empirische Methode der qualitativen Inhaltsanalyse in ihren Grundrissen vorgestellt, - unter Anwendung eines Softwareprogrammes ausprobiert und - eine erste explorative Analyse konkreter Daten durch die Studentinnen und Studenten produziert und Ergebnisse präsentiert. Die qualitative Inhaltsanalyse wird unterstützt durch das Software-Programm Atlas.ti. Die Analyse wird von den Studenten dann am konkreten Beispiel von Interviews durchgeführt, die 2009 in Hamburg mit Musikern und Musikproduzenten zum städtischen Musikleben aufgenommen und transkribiert wurden.

Literatur intermedial (Seminar)

Dozent/in: Martin Schierbaum

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 10:15 - 11:45 | 07.12.2010 - 04.02.2011 | C 12.112

Inhalt: Intermediale Fragestellungen beziehen sich auf den „Kontakt zwischen verschiedenen Medi-en’ [das], ‚Zusammenspiel verschiedener Medien’ [...] oder [das] ‚Wechselwirkungen verschiedener Medien’“ (Wirth). Diese Begriffsdefinition enthält bereits Hinweise auf unterschiedliche Intensitäten des Kontakts der Medien, die auch Konsequenzen auf die Interpretation von Kunstwerken haben, wenn sie verschiedene Medientypen konfrontieren. Dabei wird im Laufe der Seminararbeit zu klä-ren sein, ob man von der Intermedialität als einer Methode im engeren Sinne sprechen kann oder ob man sie eher als produktive Fragestellung innerhalb anderer Methodenfelder bestimmen muß. Das Seminar soll sich mit verschiedenen intermedialen Konstellationen beschäftigen und die Literatur in den Mittelpunkt stellen. Die Arten des Zusammenspiels der Literatur mit der Fotografie, dem Film und der virtuellen Realität bis hin zu konzeptionellen Fragen sollen das Seminar struktu-rieren. Die verschiedenen Medien haben jeweils unterschiedliche Ansatzpunkte, Traditionen und Ausdrucksmöglichkeiten. Zu bestimmen ist jeweils ihre Relation zu literarischen Texten. Eine breite Palette von intermedialen Beziehungen beginnend in den 30er Jahren bis zum Jahr 1993 soll ge-meinsam diskutiert werden. Darunter Kurt Tucholskys satirische Fotodokumentation Deutschland, Deutschland über alles (1932), Auszüge aus Grass Roman Die Blechtrommel (1959), dabei wird das Stichwort Montage eine wichtige Rolle spielen, schließlich Julo Cortazárs Erzählung Die Spei-chelfäden des Teufels (1959). Spezifische Gegensätze der Medien Literatur und Fotografie kom-men in diesem Text zum Ausdruck. Thomas Bernhard hat am Beginn der 1970er Jahre intensiv mit dem Film experimentiert. Ei-nes der Experimente soll unter der Perspektive des Wegs vom Buch zum Film untersucht werden. Die Erzählung Der Kulterer (1969/1974) ist zunächst in eine Filmfassung – sie trägt den Untertitel Film – und schließlich in einen schwarzweiß Film umgearbeitet worden, dabei hat sich der Text deutlich verändert. Er fordert zur Frage nach der Interpretation heraus, die sich in den Überarbei-tungsschritten auf den Gegenstand legt. Herbert Genzmer beschäftigt sich in seinem 1993 er-schienenen Roman Das Amulett mit dem Eintauchen in virtuelle Welten, das schließlich zu einem ‚Verschwinden im Nichts’ führt. Dabei werden auch verschiedene Positionen zur virtuellen Realität konfrontiert. Die Literatur mit ihrer fiktionalen Kraft steht außerdem dem Spielcharakter und dem Sog entgegen, mit dem das Eintauchen in die computergenerierte Wirklichkeit verbunden wird. Kann es die Literatur mit dem Computerspiel aufnehmen? An alle Texte ist die Frage zu stellen, wie sie mit der Mediendifferenz umgehen und welche besonderen Ergebnisse diese Fragestellung auf für weitere Arbeitsfelder erbringt. Einen Seminarplan und eine Arbeitsbibliographie finden Sie zu Beginn des Semesters in myStudy

Medienhandeln verstehen - Methoden der Rezeptionsforschung (Seminar)

Dozent/in: Jutta Röser

Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 14:15 - 15:45 | 09.12.2010 - 27.01.2011 | C 11.308
Einzeltermin | Do, 03.02.2011, 12:45 - Do, 03.02.2011, 16:15 | C 11.008 Lernwerkstatt

Inhalt: Rezeptionsforschung befasst sich im Kontext der Medien- und Kommunikationsforschung mit der Frage, wie Menschen mit Medien umgehen. Dazu wird ein breites Spektrum quantitativer und qualitativer Methoden eingesetzt. Während quantitative Methoden wie etwa die Quotenmessung des Fernsehens erheben, wie viele Menschen wann vor welchem TV-Programm saßen, werden mit qualitativen Interviews z.B. Nutzungsmotive, Interpretationen und Sinnkonstruktionen der NutzerInnen rekonstruiert. Die Ethnografie schließlich versucht das Alltagshandeln der Menschen zu rekonstruieren und analysiert, wie Menschen im Alltag mit Medien umgehen. Fragen sind hier z.B., wie Fernsehen in das Familien� und Beziehungsleben eingebettet ist oder als Begleitmedium funktioniert. Bezogen auf die digitalen Medien wie Handy und Internet geht es darum, die Prozesse zu verstehen, in denen neue Medien nach und nach in den Alltag eingefügt werden. Nach einem Überblick über Methoden der Rezeptionsforschung sollen ausgewählte qualitative Methoden in eigenen kleinen Fallstudien angewandt werden, vor allem Interviews kombiniert mit Beobachtungen. Themenvorschläge werden in der ersten Sitzung gegeben.

Methodenseminar zu quantitativen Methoden (Seminar)

Dozent/in: Peter Mnich

Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 14:15 - 15:45 | 09.12.2010 - 03.02.2011 | Raumangabe fehlt

Inhalt: Theorie, Empirie und Realität Korrelation und Kausalität Von der Forschungsfrage zum Forschungsdesign (als praktische Aufgabe) Reliabel, valide und repräsentativ: Messen als Problem Multivariate Analyseverfahren

Methodenseminar zu quantitativen Verfahren (Seminar)

Dozent/in: Peter Mnich

Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 10:15 - 11:45 | 09.12.2010 - 04.02.2011 | Raumangabe fehlt

Inhalt: Theorie, Empirie und Realität Korrelation und Kausalität Von der Forschungsfrage zum Forschungsdesign (als praktische Aufgabe) Reliabel, valide und repräsentativ: Messen als Problem Multivariate Analyseverfahren

Philosophische Ästhetik (Seminar)

Dozent/in: Yvonne Förster

Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 16:15 - 17:45 | 07.12.2010 - 04.02.2011 | C 11.308
Einzeltermin | Do, 06.01.2011, 18:15 - Do, 06.01.2011, 19:45 | C 11.308

Inhalt: Das Seminar soll einen Überblick über die vielfältigen Fragestellungen, Methoden und Ansätze der philosophischen Ästhetik bieten. Dabei werden zentrale Motive philosophischen Denkens vorgestellt.

Qualitative Sozialforschung (vertiefendes Seminar zur Ringvorlesung "Forschungsmethoden") (Seminar)

Dozent/in: Nadine Sander

Termin:
Einzeltermin | Di, 07.12.2010, 14:15 - Di, 07.12.2010, 15:45 | C 3.120 | Einführungsveranstaltung
Einzeltermin | Sa, 22.01.2011, 09:00 - Sa, 22.01.2011, 19:00 | C 3.120

Inhalt: Dieses Seminar befasst sich mit Fragen rund um einen qualitativen Forschungsprozess. Hierzu gehören unter anderem folgende Fragen: Wo finde ich die gesuchten Daten? Wie erhalte ich Zugang zu einem Feld und wie erhebe ich Daten? Welche Standards muss ich einhalten? Wie wähle ich Fälle aus? Wie viele benötige ich? Wie werte ich die Daten aus? Welche Aussagen kann ich aus den Daten gewinnen (Generalisierung)? Wie kann ich meine Ergebnisse darstellen? Diese Fragen werden während des Seminars geklärt, wobei der Schwerpunkt der Datenerhebung auf verschiedenen Formen von Interviews als Erhebungsinstrument liegt.

Wie lässt sich das Fremde erkennen, beschreiben und erklären? Methodische Probleme der ethnologischen Feldforschung am Beispiel der Forschung zu Mali (Seminar)

Dozent/in: Ilsemargret Luttmann

Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 10:15 - 11:45 | 09.12.2010 - 04.02.2011 | C 3.121

Inhalt: Wie lässt sich das Fremde erkennen, beschreiben und erklären? Methodische Probleme der ethnologischen Feldforschung am Beispiel der Forschung zu Mali Der zentrale Forschungsgegenstand der Ethnologie ist die „fremde“ Kultur, und ihre Aufgabe besteht darin, sie angemessen und verständlich zu vermitteln, eine Brücke zwischen unterschiedlichen Kulturen zu schlagen. Das grundlegende Problem besteht jedoch darin, wie das „Fremde“ überhaupt erkannt, beschrieben und dann auch noch gültig erklärt werden kann. Viele Beschränkungen – ideologischer, erkenntnistheoretischer, politischer, wirtschaftlicher, technischer etc. Art – stehen diesem Ziel im Wege. Vertreter der untersuchten Gesellschaften, die meistens zu denen der armen Regionen der Welt gehören und vielfach von den europäischen Mächten kolonisiert worden waren, erhoben schon bald Einspruch gegen die oftmals überheblichen, eindimensionalen und exotisierenden Darstellungen seitens der westlichen Wissenschaftler. Um die methodische Vorgehensweise der Ethnologie, die im wesentlichen auf der Feldforschung beruht, näher kennen zu lernen und einen unmittelbaren Eindruck von den praktischen und theoretischen Schwierigkeiten bei ihrer Durchführung zu bekommen, werden wir uns im Seminar mit den Arbeiten einiger bedeutender europäischer Wissenschaftler aus der Vergangenheit sowie der heutigen Zeit beschäftigen, die sich auf das Land Mali beziehen. Dazu gehören der Afrika-Reiseforscher Heinrich Barth (1821-1865), der als zweiter Europäer die Stadt Timbuktu erreichte, der französische Ethnologe Marcel Griaule (1898-1956), der durch seine literarischen Schriften die Dogon weltberühmt machte und den Grundstein für den heutigen Tourismus legte, und der niederländische Autor Jan Hansen, der sich bei der Erforschung der mündlichen Traditionen der Bambara einen großen Namen machte. Besonders in den ersten beiden Fällen lässt sich im Rückblick und mithilfe weiterer Autoren eine kritische Analyse der Forschungsergebnisse vornehmen und Schlussfolgerungen bzgl. der methodischen Mängel ziehen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Ethnologen bietet uns Hansen durch seine Selbstreflexion einen Blick in aktuelle Forschungsmethoden und Dilemmata.