Vorlesungsverzeichnis

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Lehrveranstaltungen

Französische Malerei im 19. Jahrhundert. Die Hamburger Kunsthalle (Seminar)

Dozent/in: Anne Hemkendreis

Termin:
Einzeltermin | Fr, 26.04.2019, 14:00 - Fr, 26.04.2019, 16:00 | C 5.325 Seminarraum
Einzeltermin | Sa, 18.05.2019, 14:15 - Sa, 18.05.2019, 17:45 | extern
Einzeltermin | So, 19.05.2019, 10:15 - So, 19.05.2019, 17:45 | extern

Inhalt: Frankreich des 19. Jahrhunderts ist das Land der Revolutionen, der urbanen Neugestaltung, der sozialen Umwälzungen und technischen Innovationen. In kaum einem anderen europäischen Land veränderten sich die Lebensumstände seiner Bewohner in kurzer Zeit auf so drastische Weise, was sich insbesondere in der Darstellung alltäglicher Eindrücke in der Malerei, aber auch den fundamentalen Veränderung im Umgang von Künstlern mit darstellerischen Mitteln äußerte. Das als Exkursion konzipierte Seminar konzentriert sich auf die beiden ‚Antipoden‘ der modernen Malerei: das Interieur und die Landschaft um den Blick auf das Öffentliche und das Private miteinander zu vergleichen. Die Wahrnehmung des technischen Fortschritts und der hierdurch veränderte Blick auf die Natur werden ebenso besprochen, wie Tendenzen zum Eskapismus in die eigenen vier Wände. Das Ausgestelltsein gegenüber dem öffentlichen Blick und der dem gegenüberstehende Rückzug ins Private lassen sich durch unterschiedliche visuelle Strategien (motivisch und darstellerisch) feststellen und sind somit zentrale Leitgedanken der Veranstaltung. Die Kunsthalle in Hamburg bietet hierfür den idealen Raum, da sich anhand von Originalen Beispiele aus dem Realismus, Impressionismus und Symbolismus miteinander vergleichend betrachten lassen. Darüber hinaus ermöglicht die aktuelle Sonderausstellung „Im Licht des Nordens“ ein Verständnis für die Vorreiterrolle Frankreichs innerhalb Europas, da sich ihr Einfluss sogar auf die skandinavische Malerei beobachten lässt.

Gefährliche Gefühle. Emotionen und Temperamente in der Kunst vor 1900 (Seminar)

Dozent/in: Pablo Schneider

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 12:15 - 13:45 | 02.04.2019 - 02.07.2019 | C 11.308 Seminarraum

Inhalt: Bildwelten – Gemälde, Skulpturen und Architektur – können Gefühle, den zentralen Faktor menschlichen Lebens, darstellen. Sie können diese aber auch unmittelbar hervorrufen und erzeugen – positive sowie negative. Das Seminar wird in einer Kultur- und Bildgeschichte der Gefühle diese Verbindung in der europäischen Kunst zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert beschreiben und diskutieren. Gefühle haben Wirkungsformen und dies macht sie so interessant. Denn ihre Darstellung eröffnet den Betrachtern die Option, zunächst über diese „nur“ nachdenken zu können. Doch haben die Künste auch die starke Möglichkeit Gefühle zu erzeugen. Das Seminar wird diesen kraftvollen Konnex – betrachten versus erzeugen – eingehend beschreiben. „Angst“, „Liebe“, „Begehren“, „Hass“ oder „Traurigkeit“ waren körperliche und geistige Zustände, die nicht nur den Einzelnen betrafen. Denn war eine dieser Emotionen alleinbestimmend, konnte auch der allgemeine soziale Frieden gefährdet werden – Kontrollverlust drohte. Das Seminar wird eingehend die Darstellungsformen von Gefühlen – beispielsweise durch Gesten, Köperhaltung oder stimmungserzeugenden Details – beschreiben und gemeinsam diskutieren. Ihre sich wandelnde sozial- und kulturwissenschaftliche Bewertung beobachten und anhand ihrer Darstellungsformen durchdenken. Hierbei wird das äußerst produktive Problem thematisiert, dass wir Gefühle unmittelbar erkennen, diese aber nicht eindeutig bestimmen können. Ein Effekt, der die Menschen seit Jahrhunderten unablässig beschäftigt und Bildwelt sowie Betrachterwelt eng zusammenbringt. Mögliche, weitgefasste, Themenkomplexe wären: Melancholie, Überwältigung, Liebe, Angst, Begehren, Mitgefühl, Affekte und ihre Deutung, Pathos und Ethos, Stimmung Termine vor Ort (Museen) sind geplant.