Vorlesungsverzeichnis

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Lehrveranstaltungen

Philosophie und die Shoah (Seminar)

Dozent/in: Henrike Kohpeiß

Termin:
Einzeltermin | Fr, 06.12.2019, 14:00 - Fr, 06.12.2019, 18:00 | C 14.102a
Einzeltermin | Sa, 07.12.2019, 10:00 - Sa, 07.12.2019, 18:00 | C 14.201
Einzeltermin | So, 08.12.2019, 10:00 - So, 08.12.2019, 17:00 | C 14.201
Einzeltermin | Fr, 13.12.2019, 14:00 - Fr, 13.12.2019, 18:00 | C 11.320
Einzeltermin | Sa, 14.12.2019, 10:00 - Sa, 14.12.2019, 18:00 | C 12.010

Inhalt: Nach der Shoah beschäftigt sich die praktische Philosophie der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit der Frage, wie nach dem Undenkbaren weiter zu denken sei. Dabei geht es nicht nur um Analysen und Erklärungen für die Entstehung der Tötungsmaschinerie, sondern darüber hinaus um den Zweck von Philosophie unter diesen Umständen. Die theoretische Aufarbeitung der Shoah schien mitunter im philosophischen Diskurs so zentral, dass ihr vorgeworfen wurde, das Ereignis mit dem Status der Einzigartigkeit zu adeln und Genozide von ähnlicher Dimension zu vernachlässigen. Die philosophischen Werke von Theodor W. Adorno, Hannah Arendt, Judith Shklar oder Karl Jaspers zeugen von einem unmittelbaren Zusammenhang von historischer Erfahrung und abstraktem Denken. Im Hintergrund vieler ihrer Schriften steht der Anspruch, sich angemessen mit der Katastrophe zu beschäftigen: Was sind die Grenzen zwischen historischer Aufarbeitung, Moralphilosophie und Kuturkritik? Wie lässt sich angesichts von Leid und Traumatisierung überhaupt denken und welchen Wert hat diese Arbeit? Allerdings verbietet die gerade zu beobachtende Rückkehr des Faschismus in westliche Regierungen die allzu distanzierte Bezugnahme auf jene Diskurse. Die Analysen der Ermöglichungsbedingungen von Judenverfolgung und Massenvernichtung finden ihre Gegenstände auch in der nach rechts driftenden politischen Gegenwart. Diese werden wir in der Diskussion nicht aus dem Blick lassen. Literatur: Adorno / Horkheimer: Dialektik der Aufklärung, Adorno: Negative Dialektik ; Erziehung nach Auschwitz ; Aspekte des neuen Rechtsradikalismus , Hannah Arendt: Eichmann in Jerusalem ; Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft , Giorgio Agamben: Was von Auschwitz bleibt ; Homo Sacer , Judith N. Shklar: Liberalismus der Furcht u.a.

Political Philosophy (Seminar)

Dozent/in: Ben Trott

Termin:
wöchentlich | Mittwoch | 12:15 - 13:45 | 14.10.2019 - 31.01.2020 | C 5.019
Einzeltermin | Mi, 15.01.2020, 14:00 - Mi, 15.01.2020, 16:00 | C 40.256

Inhalt: This seminar introduces students to key concepts and debates within political philosophy, beginning first of all with a critical engagement with the notion of ‘the political’ itself (as well as its constitutive exclusions). How, in other words, has the sphere of politics been understood as distinguishable from ‘the social’, ‘the economic’, ‘the cultural’, and so on? Throughout the course of the semester, we will return to this question of the political, also asking how its definition has often rendered ‘private’ or ‘personal’, ‘pre-’ or ‘post-political’, certain spaces, social relations, and subjects. Students will engage with canonical works of political philosophy, as well as with contemporary critical contributions to rethinking notions of the social contract, justice, order, liberty, self-government, colonialism, power and resistance, human nature, revolution, civil society, legitimacy, utopia. The seminar will critically engage with key contributions to political philosophy, including in the works of Wendy Brown, Dipesh Chakrabarty, Frantz Fanon, Thomas Hobbes, John Locke, Niccolò Machiavelli, Karl Marx and Friedrich Engels, John Stuart Mill, Carole Pateman, Jean-Jacques Rousseau, Gayatri Chakravorty Spivak, Mary Wollstonecraft, and others.