Vorlesungsverzeichnis

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Lehrveranstaltungen

Anderes wissenschaftliches Schreiben oder: Was tun, wenn mein Gegenstand explodiert? (Seminar)

Dozent/in: Urs Humpenöder, Michel Moritz Schreiber

Termin:
Einzeltermin | Fr, 18.10.2019, 14:00 - Fr, 18.10.2019, 18:00 | C 14.001
Einzeltermin | Sa, 19.10.2019, 09:00 - Sa, 19.10.2019, 17:00 | C 14.203
Einzeltermin | Mi, 05.02.2020, 09:00 - Mi, 05.02.2020, 16:00 | C 40.255
Einzeltermin | Do, 06.02.2020, 09:00 - Do, 06.02.2020, 16:00 | C 40.255
Einzeltermin | Fr, 07.02.2020, 09:00 - Fr, 07.02.2020, 16:00 | C 40.255

Inhalt: Studierende lernen in den ersten Semestern ihres Studiums das wissenschaftliche Schreiben und Arbeiten. Dafür werden regelmäßig entsprechende Seminare angeboten und durchgeführt. Wir versuchen, einen anderen Weg zu gehen. Wir wollen ein Seminar zum „anderen wissenschaftlichen Schreiben“ anbieten. Das heißt, wir wollen mit den Studierenden neue Perspektiven auf das eigene Schreiben entdecken und erproben. Konkret bedeutet das, in einem ersten Schritt Alternativen zu gängigen Lehrmeinungen der einschlägigen Einführungskurse zu erkunden. Die Studierenden sollen sich im und durch das Schreiben verschiedene Positionen aneignen und ausprobieren, um so aus anderen Perspektiven zu formulieren, einen spielerischen Umgang mit Syntax und Vokabular zu lernen und sich dem zu erforschenden Gegenstand mit anderen Arten des Schreibens zu nähern. Diese Schreibübungen sind dezidiert auf eine Verbindung von Theorie und Praxis ausgelegt, weil die Studierenden im „anderen Schreiben“ auf das wissenschaftliche Schreiben selbst reflektieren. So werden bestimme Regeln nachvollziehbar, so werden Grenzen der eigenen Ausdrucksfähigkeit getestet, so werden Ziele und Absichten des wissenschaftlichen Schreibens selbst thematisiert. Konkret werden wir im Seminar ins (andere) Schreiben kommen, und zum Beispiel aus der Perspektive der eigenen Eltern, aus der Perspektive eines Grundschulkindes oder aus der Perspektive eines Fremdsprachlers wissenschaftliche Texte verfassen. Der Perspektivwechsel soll nachvollziehbar machen, worum es im Kern des Schreibens selbst geht: um Verständlichkeit, Lesbarkeit, Ausdruckskraft und Nachvollziehbarkeit. Wir wollen also wegkommen von einem belehrenden Unterricht mit klaren Definitionen des wissenschaftlichen Schreibens, hin zu einem eigenen Erarbeiten und „Erschreiben“ dessen, was uns wichtig ist: Texte zu verfassen, die gelesen und verstanden werden, weil sie lesbar und verständlich sind.

Kuratorische Praxis des ‚Globalen’ – Soziologie digitaler Kulturproduktion (Seminar)

Dozent/in: Lisa Gaupp

Termin:
Einzeltermin | Di, 15.10.2019, 13:50 - Di, 15.10.2019, 16:05 | C 7.307
Einzeltermin | Sa, 26.10.2019, 10:00 - Sa, 26.10.2019, 16:00 | C 7.319
Einzeltermin | So, 27.10.2019, 10:00 - So, 27.10.2019, 16:00 | C 7.319
Einzeltermin | Di, 05.11.2019, 13:50 - Di, 05.11.2019, 16:05 | C 7.307
Einzeltermin | Di, 03.12.2019, 13:50 - Di, 03.12.2019, 16:05 | C 7.307
Einzeltermin | Di, 07.01.2020, 13:50 - Di, 07.01.2020, 16:05 | C 7.307
Einzeltermin | Di, 14.01.2020, 13:50 - Di, 14.01.2020, 16:00 | C 11.319
Einzeltermin | Di, 21.01.2020, 13:50 - Di, 21.01.2020, 16:00 | C 11.319
Einzeltermin | Do, 23.01.2020, 10:00 - Sa, 25.01.2020, 18:00 | extern | Exkursion nach Groningen
Einzeltermin | Di, 28.01.2020, 13:45 - Di, 28.01.2020, 14:45 | C 11.319

Inhalt: Weltweit agierende Kurator*innen definieren, was zum aktuellen "Kanon" in den "global arts" gehört. Themenfelder wie Demokratie, Digitalisierung, Internationalisierung oder Identität prägen den Diskurs. Im Seminar wird zunächst in Theorien des "curatorials" und der "global arts" eingeführt. Methodische Analyseinstrumentarien der Sozialforschung werden kennen gelernt und auf die eigene, zu entwickelnde Forschungsfrage zum Themenkomplex hin ausgewählt und angepasst. Im Rahmen eigenständig durchgeführter Forschungen erheben die Studierenden in Kleingruppen empirische Daten, die anschließend ausgewertet und interpretiert werden.

Soziale Ungleichheit und Humor (Seminar)

Dozent/in: Simon Moebius

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 10:00 - 12:00 | 15.10.2019 - 10.12.2019 | C 11.319
Einzeltermin | Di, 17.12.2019, 09:00 - Di, 17.12.2019, 12:00 | C 11.319
Einzeltermin | Di, 07.01.2020, 09:00 - Di, 07.01.2020, 12:00 | C 11.319
Einzeltermin | Di, 14.01.2020, 10:00 - Di, 14.01.2020, 12:00 | C 11.319
Einzeltermin | Di, 21.01.2020, 09:00 - Di, 21.01.2020, 12:00 | C 11.319
Einzeltermin | Di, 28.01.2020, 10:00 - Di, 28.01.2020, 12:00 | C 11.319

Inhalt: Immer wieder stehen humoristische Äußerungen im Verdacht, Ungleichheitsverhältnisse zu reproduzieren, beispielsweise wenn André Poggenburg am politischen Aschermittwoch von „Kameltreibern“ spricht, Jan Böhmermann ein Schmähgedicht über Erdogan verfasst oder der Comedian Chris Tall in einer Sat1-Show Kandidaten in einem Spiel raten lässt, ob Frauen schwanger oder „nur dick“ sind. Häufig wird sich dabei darauf berufen, dass es „nur Spaß“ sei, teilweise abgedeckt durch die Satirefreiheit, die viele Aussagen legitimieren soll. Doch wann ist die Grenze von Spaß zu Ernst überschritten? Wann wird aus einem Witz Rassismus? Und ist Humor manchmal vielleicht sogar in der Lage, Ungleichheitsverhältnisse offenzulegen? Im Seminar werden wir diesen Fragen nachgehen. Dafür soll neben einem theoretischen Teil, in dem wir uns einen kulturwissenschaftlichen/soziologischen Zugang zu Humor/Komik und sozialer Ungleichheit erarbeiten, auch einen empirischen Teil geben. Dabei liegt der Fokus auf der qualitativen Bildanalyse von Karikaturen und Memes (sowie anderen visuellen Gegenständen), welche in einer Gruppenarbeit Anwendung finden soll. Dabei ist das Seminar als Forschungsprojekt angelegt. Es geht darum, den Prozess von der Findung einer Fragestellung über die Auswahl passender Theorie, der Erarbeitung der methodischen Grundlagen bis hin zur Analyse des Gegenstands im Seminar gemeinsam zu durchlaufen. Ziel ist es, diesen Forschungsprozess einmal innerhalb einer Gruppe vollständig zu durchlaufen und sowohl theoretische als auch empirische Arbeit am Gegenstand einzuüben.