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Lehrveranstaltungen

Happening, Teach-in, Workshop. Radikale Pädagogik in den Künsten seit den 1960er-Jahren (Seminar)

Dozent/in: Gerko Egert

Termin:
Einzeltermin | Do, 20.10.2022, 18:00 - Do, 20.10.2022, 19:00 | Online-Veranstaltung | Online-Veranstaltung (Einführung)
Einzeltermin | Fr, 11.11.2022, 14:00 - Fr, 11.11.2022, 18:00 | C 14.001
Einzeltermin | Sa, 12.11.2022, 09:00 - Sa, 12.11.2022, 16:00 | C 14.001
Einzeltermin | Fr, 09.12.2022, 14:00 - Fr, 09.12.2022, 18:00 | C 7.320
Einzeltermin | Sa, 10.12.2022, 09:00 - Sa, 10.12.2022, 16:00 | C 7.320
Einzeltermin | Fr, 13.01.2023, 14:00 - Fr, 13.01.2023, 18:00 | C 3.121
Einzeltermin | Sa, 14.01.2023, 09:00 - Sa, 14.01.2023, 16:00 | C 3.121

Inhalt: Spätestens seit den 1960 Jahren widmen sich Künstler*innen immer wieder der Frage nach dem pädagogischen Potential ihrer Arbeit. Kunst soll nicht bloß dem ästhetischen Genuss dienen, sie soll vielmehr selbst zu einem Akt der Vermittlung werden und die Zuschauer*innen aktivieren – sei es zum Denken, zum Handeln oder zur Bildung kollektiver Praktiken. Gerade die performativen Künste – Theater, Tanz und Performance – haben durch die ihnen innewohnende Form der Versammlung in den letzten Jahrzehnten zahlreiche Formate entwickelt, in denen das Teilen von Wissen, Praktiken, Affekten und Handlungen im Zentrum stand. Kollektives Lehren, Lernen und Verlernen wurden dabei auf experimentelle Weise erkundet und erprobt. Im Seminar werden wir uns eine Reihe historischer und aktueller Beispiele ansehen, in denen die Kunst selbst zu einer Form experimenteller Vermittlung geworden ist. Dies umfasst Arbeiten aus den 1960/70er Jahren, wie bspw. Alan Kaprows Six Ordinary Happenings und aktuelle Beispiele aus den letzen Jahren, wie dem Social Muscle Club oder der Young Girl Reading Group. Dazu werden wir Texte aus der Geschichte der Radikalen Pädagogik sowie ihrem Verhältnis zur pädagogischer Praxis lesen und diskutieren. Welche Vermittlungstechniken wurden im Laufe der Jahre in der Kunst entwickelt, wie wurde mit ihnen experimentiert und wie können wir diese Techniken auch für unsere eigene künstlerische, pädagogische, aktivistische oder wissenschaftliche Praxis nutzen?