Prof. Dr. Ulrike Steierwald
Professur für Deutsche Literaturwissenschaft
Mitglied im Institut für Deutsche Sprache und Literatur und ihre Didaktik
Mitglied im Institut für Geschichtswissenschaften und literarische Kulturen
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Scharnhorststr. 1, C1.130
21335 Lüneburg
Fon 04131.677-2618
Fax 04131.677-2631
ulrike.steierwald@leuphana.de
Ulrike Steierwald ist Professorin für Deutsche Literaturwissenschaft. Lehre und Forschung in den Bereichen Literatur- und Kulturwissenschaft, Kulturelles Gedächtnis, Moderne, Historische Bildungskonzepte, Historische Medienanthropologie, Medientheorie, Informationswissenschaft (Wissensordnungen, Wissensrepräsentation) und Digital Humanities.
Curriculum Vitae
Studium der Germanistik, Theaterwissenschaft und Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 1992 Promotion über Geschichtstheorien der Moderne in der Literatur (summa cum laude; Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes). Abschluss eines Bibliotheks-Referendariates an der Universität Freiburg i. Br. mit einer Arbeit über „Gottfried Wilhelm Leibniz’ Theorie einer Universalbibliothek“. 1994 bis 2001 stellv. Direktion und Forschungstätigkeit an der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Klassik Stiftung Weimar. Bis 2004 stellv. Direktion Münchner Stadtbibliothek/Kulturzentrum Gasteig. WS 2004/05 bis SoSe 2011 Professorin für Informationswissenschaft an der medienwissenschaftlichen Fakultät der Hochschule Darmstadt. Leitung der Editions- und Forschungsstelle Frank Wedekind, gemeinsam mit Hartmut Vincon (Online-Edition sämtlicher Briefe von und an Wedekind). Zum WS 2011/12 Ruf an die Leuphana Universität Lüneburg. Seit WS 2012/13 Studiendekanin des Leuphana College.
Wie anfangen? Literarische Entwürfe des Beginns
Der niemals begonnene Beginn ist der Albtraum des Autors. Würde er sich schlicht in die mythologische Tradition der ewigen Wiederholung des schon Gesagten, schon Geschriebenen einreihen, wäre sein Selbstverständnis als Urheber und Schöpfer in Frage gestellt. Die meisten Initiationen des literarischen Schreibens sind bis heute durch den Gestus des Entwerfens und der Ursprünglichkeit geprägt. Eine „Antritts“-Vorlesung hingegen gibt durch den Ritus des Antretens, des Eintretens in die Institution der Universität einen Rahmen vor. Mit den literarischen Entwürfen des Anfangs haben es die Schriftsteller/innen seit der Geburt des freien Autors im 18. Jahrhundert und der Loslösung von den traditionsreichen historischen Regelpoetiken schwerer. Die Antrittsvorlesung skizziert Strategien und Riten, die das erste, leere Blatt dennoch immer wieder füllen – und sie ist vielleicht auch eine Reverenz vor den literarischen Texten, mit der man im Rahmen einer Institution über sie zu sprechen und schreiben „beginnt“.





