MIDAKuK

Ziel des Projektes ist deshalb zum einen mithilfe quantitativer Methoden den Stand und die Veränderungen musikalischer Selbstkonzepte und präexistenter Einstellungen zu erfassen. Zum anderen sollen durch die Triangulation mit qualitativen Methoden die potenziellen Einflüsse der eigenen allgemeinen Digitalkompetenz wie auch instrumentalen Expertise auf das eigene Musikmachen beschreibbar gemacht werden. Ausgehend vom Diskurs um Expertisierung wird zudem darauf fokussiert, inwiefern eine musikalische Auseinandersetzung mit digital-materiellen MusikmachDingen das eigene Instrumental- und Spielkonzept beeinflussen. Erforscht werden auf diesem Wege musikpädagogische Anschlussmöglichkeiten, Chancen und auch professionsbedingte Widerstände und deren Konsequenzen, Potenziale und neue Anforderungen für professionelles musikpädagogisches Handeln aufgezeigt.

Die Fragen, die demnach von zentralem Interesse sind, betreffen

  1. die Veränderung ästhetischer Erfahrung und neue Möglichkeiten musikalisch-kreativer Ausdruckspotentiale in individueller wie kollektiver Perspektive,

  2. daraus hervorgehende grundsätzliche Konsequenzen, Potentiale und Anforderungen für professionelles musikpädagogisches Handeln unter Bedingungen (post-)digitaler Kultur sowie

  3. Ausformungen digitaler Affirmation und Skepsis professioneller Musiker*innen und Musikpädagog*innen im Umgang mit musikalischen Interfaces und Technologien.

Das Forschungsprojekt ist als Teilprojekt 2 Bestandteil des BMBF-geförderten (10.2017-09.2021) Verbundprojekts der FAU Erlangen-Nürnberg und der Leuphana Universität Lüneburg zu Musikalischen Interface-Designs in jugendkulturellen ästhetischen, professionell-musikalischen Praktiken und non-formalen Settings der Kulturellen Bildung. Das Teilprojekt 1 (FAU Erlangen-Nürnberg) legt den Fokus auf die spezifischen Bedeutungen „postdigitaler“ (Jörissen 2016), hybrider Materialitäten musikalischer Interface-Designs für ästhetische, kreative und künstlerische Praktiken gegenwärtiger Jugendkulturen. Durch die Verbindung von Ergebnissen aus jugendkulturellen und professionellen Lebens- und Arbeitskontexten wird nicht nur eine Vergleichsperspektive integriert, sondern auch eine dichte Beschreibung des Gesamtphänomenbereichs des Umgangs mit MusikmachDingen ermöglicht.






Die Forschungsaktivitäten im Forschungsindex (FOX)