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Generative KI in der Wirtschaftsprüfung: „Ko-Pilot KI“ darf nicht zum Autopiloten werden

22.10.2026 KI macht auch vor der Wirtschaftsprüfung nicht Halt: Beim „Kamingespräch“ des Studiengangs Master in Auditing am 14. Oktober 2026 diskutierten der Präsident der Leuphana, Prof. (HSG) Dr. Sascha Spoun, und Dr. Jochen Haußer, IDW-Vorstand und langjähriger Dozent des Studiengangs, welche fachlichen Grundlagen auch künftig in der Ausbildung unverzichtbar bleiben, welche neuen KI-Kompetenzen benötigt werden und wie die Leuphana und der Berufsstand den Wandel gemeinsam gestalten können. Es moderierte die Studiengangsleiterin Prof. Dr. Dörte Mody.

Generative KI in der Wirtschaftsprüfung: „Ko-Pilot KI“ darf nicht zum Autopiloten werden ©Teresa Halbreiter
Kamingespräch mit Prof. Dr. Sascha Spoun und Dr. Jochen Haußer im Studiengang Master in Auditing

Deutlich wurde, dass generative KI den Beruf nicht ersetzen wird. Die entscheidenden Arbeitsschritte der Wirtschaftsprüfung sind nicht automatisierbar, sie erfordern Erfahrung und menschliche Urteilkraft. Dennoch wird KI die Arbeitsweise und das Kompetenzprofil grundlegend verändern. Künftige Wirtschaftsprüferinnen und Wirtschaftsprüfer müssen KI-Systeme fachgerecht einsetzen, ihre Ergebnisse kritisch überprüfen und weiterhin eigenverantwortliche Entscheidungen treffen können. Der „Ko-Pilot KI“ darf nicht zum Autopiloten werden.

Eine besondere Rolle kommt spezialisierten Studiengängen wie dem Master in Auditing zu. KI darf hier nicht nur Gegenstand eines einzelnen Moduls sein, sondern muss als Querschnittsthema in Wirtschaftsprüfung, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht und Berufsethik integriert werden. Zugleich bleiben solide Fachkenntnisse die unverzichtbare Grundlage für die Beurteilung KI-generierter Ergebnisse.

Hochschulen sind gefordert, geeignete technische Infrastrukturen, klare Leitlinien und neue Lehr- und Prüfungsformate zu entwickeln. Fallstudien, Prüfungssimulationen, sokratische KI-Dialoge und die kritische Analyse fehlerhafter KI-Antworten können diesbezüglich dazu beitragen, Fachkompetenz, analytisches Denken und berufliche Urteilsfähigkeit miteinander zu verbinden.

Das gemeinsame Ziel von Hochschule und Berufsstand ist klar: Generative KI soll menschliche Kompetenz nicht ersetzen, sondern sinnvoll erweitern.

Eine besonders ermutigende Botschaft gab der Präsident der Leuphana den Studierenden mit auf den Weg: Der gegenwärtige technologische Umbruch eröffnet außergewöhnliche berufliche Gestaltungschancen, wie sie sich vielleicht nur alle 20 Jahre bieten.

Generative KI in der Wirtschaftsprüfung: „Ko-Pilot KI“ darf nicht zum Autopiloten werden ©Teresa Halbreiter
Generative KI in der Wirtschaftsprüfung: „Ko-Pilot KI“ darf nicht zum Autopiloten werden ©Teresa Halbreiter
Generative KI in der Wirtschaftsprüfung: „Ko-Pilot KI“ darf nicht zum Autopiloten werden ©Teresa Halbreiter

Beim anschließenden Get-together mit Imbiss wurden die Gespräche in persönlicher und angeregter Atmosphäre fortgesetzt – ein gelungener Abend, der fachliche Impulse, neue Perspektiven und das besondere Netzwerk des Masters in Auditing miteinander verband.

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