Filmvorführung „Die Möllner Briefe“ mit Ibrahim Arslan

20. Mai

Veranstaltungsreihe „Zukünfte des Erinnerns in der Postmigrationsgesellschaft“:

  • 20. Mai 2026 | 19:00 Uhr
  • SCALA Programmkino, Lüneburg
  • Eintritt frei, Platzvergabe nach Verfügbarkeit vor Ort

Bei den rassistisch motivierten Brandanschlägen von Mölln im November 1992 kamen drei Mitglieder der Familie Arslan ums Leben. Der damals siebenjährige Ibrahim Arslan überlebte, verlor jedoch seine Schwester, seine Cousine und seine Großmutter. Die Stadt Mölln erhielt daraufhin Hunderte Briefe mit Solidaritätsbekundungen, die den Betroffenen fast drei Jahrzehnte lang vorenthalten wurden. Der Film begleitet Ibrahim Arslan bei der Entdeckung dieser Briefe und bei der Begegnung mit drei ihrer Verfasser:innen. 

Der Film beleuchtet die Erfahrungen der Überlebenden und deckt zugleich die Solidarität auf, die es damals gab. Er schlägt eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart und nimmt eine Perspektive des Erinnerns ein, die den Stimmen der Betroffenen Raum gibt.

Die Filmvorführung wird gerahmt von einem Gespräch mit Ibrahim Arslan, Überlebender der rassistischen Anschläge von Mölln, politischer Bildner und Aktivist.

Die Veranstaltung ist Teil des Projekts „Zukünfte des Erinnerns in der Postmigrationsgesellschaft: Konflikte, Kontinuitäten, Konkurrenzen“, das von Kevin Drews, Ellen Kollender, Lea Otremba und Monika Schoop an der Leuphana Universität Lüneburg durchgeführt wird.