Vorlesungsverzeichnis

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Veranstaltungen von Julia Puth


Lehrveranstaltungen

Gut und gerecht? (Projekt)

Dozent/in: Julia Puth

Termin:
14-täglich | Montag | 16:15 - 19:45 | 17.10.2022 - 03.02.2023 | C 3.121 | C 3.121
Einzeltermin | Mo, 24.10.2022, 16:15 - Mo, 24.10.2022, 19:45 | C 40.153

Inhalt: Die Erfahrungen der Pandemie haben in besonderer Intensität die Frage nach dem, was für ein gutes Leben wesentlich ist, auf die Tagesordnung gesetzt. Aber was ist ein gutes Leben überhaupt? Und was hat das mit Gerechtigkeit zu tun? Viel, sobald der Anspruch auf ein gutes Leben für alle im Kontext einer globalisierten Welt erhoben werden soll. Kann ein Leben als gut im ethischen Sinne bezeichnet werden, wenn sein Gelingen auf Ungerechtigkeiten beruht? Und welche Formen der Ungerechtigkeit machen das Leben schlecht? In einer Epoche knapper werdender Ressourcen auf der einen, wachsenden Konsums auf der anderen Seite, steht die Frage der Verteilungsgerechtigkeit im Zentrum der kritischen Auseinandersetzung. Im Seminar soll der Zusammenhang von Gerechtigkeit und gutem Leben systematisch erarbeitet und problematisiert werden. Wir diskutieren zudem, ob es überhaupt möglich ist, das, was ein gutes Leben ausmacht, materiell auszubuchstabieren und mit einem universellen Anspruch zu formulieren, ohne dabei neue Ungerechtigkeiten zu etablieren, indem über Besonderheiten hinweggegangen wird.

Kritische Erkundung: Wissenschaft und Herrschaft (Seminar)

Dozent/in: Julia Puth

Termin:
Einzeltermin | Di, 18.10.2022, 16:15 - Di, 18.10.2022, 19:45 | C 14.202
14-täglich | Dienstag | 16:15 - 19:45 | 01.11.2022 - 03.02.2023 | C 40.154 | C 40.154

Inhalt: Der Wunsch nach Befreiung aus dogmatischem Denken und geistiger Abhängigkeit stand am Anfang der neuzeitlichen Wissenschaftsverständnisses. Und in der Tat: Die Entwicklung der modernen Wissenschaften ermöglichte beispielsweise durch Fortschritte in der landwirtschaftlichen Produktion eine größere Unabhängigkeit von Unwägbarkeiten der Natur. Das Naturrechtsdenken der Aufklärung trug seinen Teil zur Überwindung feudaler Gesellschaftsstrukturen und zur Etablierung demokratischer Systeme bei. Nichtsdestotrotz lässt sich nicht übersehen, dass wissenschaftliches Denken und Forschen auch umgekehrt gesellschaftliche Herrschaftsformen, wie etwa eine patriarchale Geschlechterordnung, legitimieren und verfestigen geholfen hat. Oder auch, dass die Naturbeherrschung, die mit der Wissenschaftsgeschichte untrennbar verbunden ist, zu Problemstellungen geführt hat, die derzeit die Grundlage des Planeten bedrohen. Vor diesem Hintergrund unternimmt das Seminar den Versuch, das Verhältnis von Wissenschaft und Herrschaft kritisch unter die Lupe zu nehmen. Ein Ansatzpunkt dabei wird die Auseinandersetzung mit Ansätzen der kritischen Theorie sein, eine Denkrichtung, die schon recht früh dieses Verhältnis in den Blick genommen und eine radikale Selbstaufklärung von Wissenschaft zu forcieren versuchte. Deren ideologiekritischer Ansatz, als selbstreflexive wissenschaftliche Methode, soll im Seminar am konkreten Inhalt besprochen und erprobt werden.