Vorlesungsverzeichnis

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Veranstaltungen von Julia Puth


Lehrveranstaltungen

Was ist Kritik? (Seminar)

Dozent/in: Julia Puth

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 12:15 - 13:45 | 18.10.2021 - 04.02.2022 | C 40.501

Inhalt: Ist Kritik nur Methode? Oder erfordert sie theoretische Bezugsrahmen? Braucht Wissenschaft Kritik? Soll Wissenschaft selbst kritisch sein? Das will Seminar diese Fragen aufgreifen und theoretisches und methodisches „Handwerkszeug“ vermitteln, reflektieren und erproben. Dabei wird systematisch zwischen mehreren Dimensionen unterschieden: Die Bedeutung von Kritik für Wissenschaft, die Voraussetzungen wissenschaftlicher Kritik, die kritische Funktion von Wissenschaft für außerwissenschaftliche Kontexte und die Kritik an Wissenschaft selbst. Anhand ausgewählter theoretischer Konzepte wird verdeutlicht, dass das Verhältnis von Wissenschaft und Kritik sich historisch gewandelt hat und damit als Spiegel sowohl der gesellschaftlichen Rolle von Wissenschaft, wie auch wissenschaftlicher Selbstverständnisse gedeutet werden kann. In eigenen kritischen Erkundungen, die die Teilnehmer_innen in Kleingruppen erarbeiten, soll die Praxis der wissenschaftlichen Kritik erprobt werden. Dabei soll inhaltlich an die Themenfelder angeknüpft werden, die in den anderen Modulen des Leuphanasemesters erarbeitet werden.

Kritische Erkundung: Populismus (Seminar)

Dozent/in: Julia Puth

Termin:
14-täglich | Dienstag | 16:15 - 19:45 | 18.10.2021 - 04.02.2022 | C 3.120

Inhalt: Längst werden mit populistischen Positionen Wahlen gewonnen und neue Politikstile etabliert, Massen mobilisiert und in der digitalen Welt ganz eigene Formen von „Wirklichkeit“ geschaffen. Aber was steckt hinter der zugkräftigen Inszenierung von klaren und einfachen Antworten auf komplexe Problemlagen, dem geschmeidigen Vermeiden, sich auf die bekannten Begrifflichkeiten politischer Programmatik festlegen zu lassen, was hinter dem Vertretungsanspruch auch jenseits einer demokratischen Legitimierung? In diesem Seminar wollen wir dieses aktuelle politische und gesellschaftliche Phänomen unter die Lupe nehmen. Dazu werden wir uns der Mittel der Ideologiekritik bedienen. Deren Methode setzt dabei an, Ideologien nicht einfach als Lügengebilde oder Verschwörungen abzutun, sondern sie als Produkt einer Ablösung und Umdeutung gesellschaftlicher Problematiken von ihren konkreten Entstehungsbedingungen zu dechiffrieren. Das Identifikationsangebot, das Ideologien bereitstellen, gewinnt seine Anziehungskraft genau daraus, dass diese an reale Bedürfnisse anknüpfen können.