Vorlesungsverzeichnis

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Veranstaltungen von Christian Brückner


Lehrveranstaltungen

"Sen-sa-tio-nell: Archäologen entdecken [...]!!!" Eine Einführung in die Archäologie und ihre Methoden anhand bekannter Beispiele (Seminar)

Dozent/in: Christian Brückner

Termin:
14-täglich | Freitag | 14:15 - 17:45 | 20.10.2023 - 03.11.2023 | C 14.203 Seminarraum
14-täglich | Freitag | 14:15 - 17:45 | 17.11.2023 - 29.12.2023 | C 16.109 /110 Seminarraum
Einzeltermin | Fr, 12.01.2024, 14:15 - Fr, 12.01.2024, 17:45 | W 101
Einzeltermin | Fr, 26.01.2024, 14:15 - Fr, 26.01.2024, 17:45 | C 14.102 b Seminarraum

Inhalt: Die Archäologie wird in der öffentlichen Wahrnehmung vor allem mit Aufsehen erregenden Entdeckungen verknüpft. Wagemutige Forscherinnen und Forscher scheinen allenthalben sensationelle Funde zu machen: ein unvermutetes Grab, idealerweise mit Mumie und kostbaren Beigaben; eindrucksvolle Ruinen einer untergegangen Zivilisation, von der bisher niemand wusste; der Dschungel oder ein Tempel "gibt sein Geheimnis preis", etc. Vor der Schlagzeile und hinter dem Mythos stehen jedoch lange Arbeitszeiträume und oft mühevolle Erkenntnisprozesse, ohne deren Gründlichkeit die Erfolgsmeldung wie eine Seifenblase platzt. Aber auch bei einem Jahrhundert-Fund ist nach dem medialen Hype eine wissenschaftliche Nachbereitung unabdingbar. Wichtige Impulse und methodische Ansätze verdankt die Archäologie der Verknüpfung mit anverwandten geistes– und kulturwissenschaftlichen Disziplinen (Philologie, Geschichte, Kunstgeschichte, Ethnologie), aber auch wesentlich den empirischen Erkenntnissen aus naturwissenschaftlichen Bereichen wie der Geologie, Biologie, Physik und Chemie. Als fachübergreifende Wissenschaft ist die Archäologie somit diversen Diskursen und Paradigmenwechseln, auch aus anderen Disziplinen, ausgesetzt, die die archäologische Arbeit beeinflussen und nachhaltig prägen. In diesem Seminar werden daher maßgebende und bekannte archäologische Entdeckungen, wie etwa die Entdeckung des Grabes von Tutanchamun vorgestellt und erläutert.

Vulkanausbruch, Erbeben, Flut – Die Katastrophe als Chance für archäologische Forschung (Seminar)

Dozent/in: Christian Brückner

Termin:
14-täglich | Freitag | 14:15 - 17:45 | 27.10.2023 - 02.02.2024 | C 25.019 Seminarraum
Einzeltermin | Fr, 12.01.2024, 14:15 - Fr, 12.01.2024, 17:45 | C 11.320 Seminarraum

Inhalt: Bei dem Ausbruch des Vesuv im Jahre 79 n. Chr. wurde die Region um die Orte Herculaneum und Pompeji unter Millionen von Tonnen vulkanischen Gesteins und Asche begraben. Mit der Entdeckung der Ruinen am Golf von Neapel und den ersten Grabungen im 18. Jahrhundert begann die Entwicklung der Archäologie als wissenschaftliche Disziplin. Den langen Weg zu den heutigen wissenschaftlichen Werkzeugen und Methoden gingen die Archäologen durch manches Fehlverhalten und mit Mitteln, die aus heutiger Sicht unter allen Umständen zu vermeiden gewesen wären. Dennoch trugen diese Fehler dazu bei, wissenschaftliche Standards überhaupt erst zu setzen. Heute sind nicht mehr vorrangig geisteswissenschaftliche Fächer wie Geschichte und Kunstwissenschaft maßgebend, sondern helfen Methoden und Arbeitsmittel aus den naturwissenschaftlichen Bereichen wie beispielsweise der Geologie, der forensischen Osteologie und der Klimaforschung. Instrumente wie Georadar oder Laserscanner und die digitale Verarbeitung und Aufbereitung von Daten sind mittlerweile unentbehrlich, um zu neuen wissenschaftlichen Ergebnissen und Erklärungen zu gelangen. 

 Am Beispiel der Ausgrabung der Vesuvstädte sollen nicht nur die Methoden der Archäologie in den Blick genommen werden, sondern auch die Impulse und Wechselwirkungen auf die Kultur– und Naturwissenschaften und auch auf die gesellschaftliche Wahrnehmung aufgezeigt werden. Ausgehend von der Archäologie zu Pompeji und Herculaneum können im Seminar weitere archäologische Stätten in den Blick genommen und kritisch behandelt werden.