Vorlesungsverzeichnis

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Veranstaltungen von Dr. Philipp Bode


Lehrveranstaltungen

Gesundheit und Krankheit (Seminar)

Dozent/in: Philipp Bode

Termin:
wöchentlich | Freitag | 12:15 - 13:45 | 23.10.2020 - 13.11.2020 | C 3.120
wöchentlich | Freitag | 12:15 - 13:45 | 20.11.2020 - 15.01.2021 | C HS 1
Einzeltermin | Fr, 22.01.2021, 12:15 - Fr, 22.01.2021, 13:45 | C HS 2
Einzeltermin | Fr, 29.01.2021, 12:15 - Fr, 29.01.2021, 13:45 | C HS 1

Inhalt: Die Bedeutungen der Begriffe „Gesundheit“ und „Krankheit“ sind nicht allein fundamental für das Gesundheitswesen insgesamt, sondern damit auch für jedwede Gesellschaft, die medizinisches und pflegerisches Handeln betreibt. Denn beide Begriffe weisen eine starke normative Dimension auf, in welcher Rechte und Pflichten, Interessen und Vorurteile verhandelt werden. Das Seminar möchte sich dem Wesen (vielleicht sogar Defintionen) von Gesundheit und Krankheit über philosophisch-systematische bzw. ethische Zugänge nähern und insbesondere ihren moralischen Status untersuchen. Dabei werden verschiedene Gesundheits- bzw. Krankheitstheorien miteinander gelesen und besprochen, womit auch immer wieder Ausflüge in die Medizingeschichte einhergehen. Begleitet wird alles stets durch konkrete Bespiele. Der Schwerpunkt des Seminars wird dabei auf den etwaigen Grenzen von Gesundheit/Krankheit als Stigma liegen, als Quelle von Vorverurteilung und Diskriminierung. Diese Analyse soll vorgenommen werden im Kontext von (1) vorgeburtlicher Selektion (Präimplantationsdiagnostik, Pränataldiagnostik), (2) sexistischer und rassistischer Medizin und (3) im komplizierten und stigmatisierungsanfälligen Bereich der psychischen Erkrankungen.

Ethik der Diskriminierung (Seminar)

Dozent/in: Philipp Bode

Termin:
wöchentlich | Mittwoch | 10:15 - 11:45 | 21.10.2020 - 20.01.2021 | C 14.027

Inhalt: Die Sache scheint klar zu sein: Diskriminierung ist falsch. Doch damit gehen nichtsdestotrotz einige Probleme einher: Angefangen bei den allen Diskussionen um Diskriminierung zugrunde liegenden Begriffen (Gleichheit, Wert, Norm, Identität) bis hin zu der im Rahmen von Minderheitendiskriminierung hoch aktuellen und sehr entzündlichen Diskussion darüber, ob Gesellschaften ein Limit an Minderheiten vorweisen, die Gehör und Gleichbehandlung einfordern (können). Kurz: Wie genau können Ethiken die moralische Falschheit von Diskriminierung begründen? Welche Ausnahmen sind sie bereit zuzulassen? Und welche Grenzen kennen ihre Konzepte? Das Seminar möchte sich auch an klassischen Texten, insbesondere aber an aktuellerer Literatur orientieren und vier Typen von Diskriminierungen näher analysieren, das heißt ihre argumentative Architektur sowie ihre historischen und kulturellen Fundamente freilegen: (1) Rassismus (Diskriminierung bzw. Herabwürdigung bestimmter Ethnien), (2) Misogynie (Diskriminierung bzw. Herabwürdigung von Frauen), (3) Diskriminierung bzw. Herabwürdigung psychisch erkrankter Menschen (dabei wird auch die europäische Psychiatriegeschichte in den Blick genommen) und (4) Speziesismus (Diskriminierung bzw. Herabwürdigung nicht-menschlicher Lebewesen). Schließlich gilt es auch solche Konzepte kritisch zu beleuchten, die ursprünglich antidiskriminierend gedacht waren, aber argumentative Gegenwehr erhalten haben (etwa Critical Whiteness).

Ethik medialer Kulturen (Seminar)

Dozent/in: Philipp Bode

Termin:
wöchentlich | Mittwoch | 14:15 - 15:45 | 21.10.2020 - 04.11.2020 | C HS 1
Einzeltermin | Mi, 11.11.2020, 14:15 - Mi, 11.11.2020, 15:45 | C 14.027
wöchentlich | Mittwoch | 14:15 - 15:45 | 18.11.2020 - 20.01.2021 | C HS 1

Inhalt: Mit Medienkultur wird ein Phänomenkreis benannt, der den komplexen Zusammenhang von Kultur und Medien beschreibt, wobei insbesondere die Massenmedien fokussiert werden (Internet, Print, Film, TV, Hörfunk). Mediale Kulturen weisen somit eine doppelte Bedeutung auf: als Kulturen medialer Prägung und als Medien kultureller Prägung. Beides verlangt nach einer entsprechenden ethischen Reflexion, einer Medienethik bzw. Medienkulturethik, die zu Teilen auch eine Ethik des Digitalen sein muss. Das Seminar möchte beispielhaft vier dieser Medienkulturen herausgreifen und sie für eine ethische Reflexion aufarbeiten: (1) Die Kriegs- und Terrorberichterstattung (primär Print und TV), (2) Methoden der Werbung mit den Schwerpunkten Gender-Marketing, Organspende und Werbepsychologie (Print, TV, Internet), (3) Pornografie (primär Internet) und (4) den sog. „Hashtag-Feminismus“ mit einigen seiner elementaren Schlagworte: #MeToo, #Aufschrei, #Männerwelten (Internet). Eingeleitet wird das Seminar durch eine allgemeine Einführung in ethische Grundbegriffe und ethisches Argumentieren