Vorlesungsverzeichnis

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Lehrveranstaltungen

Einführung in die Kultursoziologie (Seminar)

Dozent/in: Julia Böcker

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 10:15 - 11:45 | 06.04.2020 - 10.07.2020 | C 14.203 | digitale Veranstaltung

Inhalt: +++ Update (24.3.2020) siehe unten +++ +++ Update (30.3.2020) siehe unten +++ Die soziale Welt ist mit Bedeutungen ausgestattet, die wir mit anderen Menschen teilen – sonst erschiene sie uns chaotisch und sinnlos. Aufgrund dieser Prämisse – das Soziale sei eben keine objektive Realität, sondern immer auch Ergebnis kulturbedingter Prägung, Wahrnehmung und Konstruktion – kann Kultursoziologie auch als eine grundlegende Theorie- und Forschungsperspektive der Soziologie verstanden werden. Sie bezieht Kultur stets in die Analyse des Sozialen ein und fragt nach den symbolischen und bedeutungsgeladenen Dimensionen, z.B. von sozialem Wandel, sozialer Ordnung, Handlungen, Rollen, Routinen oder Ritualen. Dieser analytische Zugriff, diese ›Brille‹, ermöglicht, soziale und gesellschaftliche Phänomene und Entwicklungen – von der Stehordnung im Fahrstuhl bis zur Identitätspolitik – besser zu verstehen und aus einem anderen Blickwinkel (kritisch) zu betrachten. Im Seminar werden wir diese analytische Brille aufsetzen und kultursoziologisches Denken einüben. Dazu lesen und diskutieren wir zum einen ›Klassiker‹ und neuere Ansätze (etwa Max Weber, Pierre Bourdieu, Sozialkonstruktivismus, New Materialism) (in) der Kultursoziologie. Einige Sitzungsthemen sind offen; die Texte dafür werden mit den Studierenden im Seminar abgestimmt. Zum anderen ›denken‹ wir Phänomene mit Hilfe der theoretischen Ansätze und Begriffe, lesen Studien, die mit ihnen arbeiten und loten dabei auch aus, wo sie nur eine begrenzte Erklärung und Antwort auf aktuelle Fragen und Probleme bieten. In der letzten Sitzung werden die Themen der Hausarbeiten besprochen. +++ Update aufgrund der Pandemie (24.03.20) +++ Liebe Interessierte, da wir vorerst auf leibliche Ko-Präsenz verzichten müssen, wird das Seminar voraussichtlich per Video-konferenz (ZOOM) stattfinden. Für jede der ca. 10 inhaltlichen Sitzungen sind 3-5 Studierende (und ich) verantwortlich, bereiten die Texte der Sitzung auf und diskutieren sie als Expert*innen. Die anderen Teilnehmenden werden dieser Diskussion per Audio zugeschaltet. Es wird sicher die Möglichkeit geben, während der Videokonferenz auch in der zuhörenden Rolle Kommentare & Fragen einzubringen. Jede*r Teilnehmende postet zudem zu fünf Seminarthemen (nach Wahl) bis spätestens Sonntag, 18h, vor der Sitzung einen Online-Kommentar. Dies kann a) ein inhaltlicher Kommentar, b) eine Frage zum Seminartext oder c) eine Kombination aus a und b sein. Die Kommentare/Fragen werden dann von den Verantwortlichen in der Sitzung aufgegriffen. Teilnahmevoraussetzung ist also die Bereitschaft zum Verfassen von Online-Kommentaren und zur Übernahme einer Sitzung per Videokonferenz, die in der Kleingruppe abgestimmt wird (z.B. wer übernimmt was: Infos zu Autor*in; Lektüre von Sekundärliteratur; Aufteilung des Inputs; Moderation). Wichtig: Es geht nicht darum, in dem ungewohnten Format eine gute Performance abzuliefern (ein Referat ‚runter zu rattern‘) als darum, mit eigenen Worten und für die Zuhörenden verständlich über Inhalte zu diskutieren. +++ Update 30.3.2020 +++ Die Veranstaltung in Zoom findet live zur angegebenen Seminarzeit (Di 10.15-11.45h) statt, die Sitzungen werden aus verschiedenen Gründen (u.a. Datenschutz, geschützter Raum) n i c h t aufgezeichnet! Bitte laden Sie sich vorher die ZOOM Desktop Applikation herunter und sorgen Sie dafür, dass Sie über ein Headset und idealerweise eine Webcam verfügen. Durchführung der Lehrveranstaltung bei Wiederaufnahme des Präsenzbetriebs: Sollte es wieder möglich sein, Präsenzlehre durchzuführen, findet die Lehrveranstaltung ab dann im angegebenen Seminarraum statt. Details und alles andere besprechen wir in der ersten Sitzung. Zoom-Meeting beitreten https://zoom.us/j/804288528?pwd=ZU11VG1SK0g3L21udWMrL1dCd1lZUT09 Meeting-ID: 804 288 528 Passwort: 041752

Social Reproduction (Seminar)

Dozent/in: Ben Trott

Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 12:15 - 13:45 | 06.04.2020 - 10.07.2020 | C 14.201 | digitale Veranstaltung

Inhalt: In one influential definition, Barbara Laslett and Johanna Brenner explained in the late-1980s that feminists working on the gender division of labour generally understood ‘social reproduction’ as referring ‘to the activities and attitudes, behaviors and emotions, responsibilities and relationships directly involved in the maintenance of life on a daily basis, and intergenerationally. Among other things, social reproduction includes how food, clothing, and shelter are made available for immediate consumption, the ways in which the care and socialization of children are provided, the care of the infirm and elderly, and the social organization of sexuality.’ They pointed out that it ‘can thus be seen to include various kinds of work – mental, manual, and emotional – aimed at providing the historically and socially, as well as biologically, defined care necessary to maintain existing life and to reproduce the next generation.’ This seminar critically engages with early field-defining contributions to the feminist analysis of social reproduction, and primarily those that formed part of the ‘domestic labour debates’ of the 1960s, 70s and 80s. And it explores the ways in which feminist, queer, critical race, post-colonial and other scholars, activists and practitioners have sought to re-think social reproduction in light of subsequent processes of post-Fordisation and globalization – as well as the reconfigurations in the international and gender divisions of labour that this has entailed. Finally, it looks at the ways in which the global financial, economic and political crisis that began in 2007/8 can itself be understood as (intensifying) a crisis of social reproduction. Students will engage with an interdisciplinary body of literature from the fields of moral and social philosophy, political economy, sociology, cultural studies, political theory and philosophy, anthropology, gender and queer studies. Over the course of the semester, we will engage with the work of Cinzia Arruzza, Marlon M. Bailey, Gargi Bhattacharyya, Tithi Bhattacharyya, Mariarosa Dalla Costa, Ann Cvetkovich, Angela Y. Davis, Silvia Federici, Nancy Fraser, Jack Halberstam, Selma James, Marsha P. Johnson, Joan C. Tronto, Kathi Weeks, Lise Vogel, Kalindi Vora, and others. [The syllabus is available via myStudy under 'Materials'.]