Digitale Souveränität im Widerstreit (Podiumsdiskussion)

21. Mai

Das Centre for Digital Cultures (CDC) lädt ein zur Paneldiskussion mit Prof. emerit. Dr. Joseph Vogl (Princeton University), moderiert von Dr. Johannes Bennke (Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf) und Dr. Irina Kalinka (Columbia University).

  • Donnerstag, 21. Mai / 18 – 19:30 Uhr / C5.326

  • Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Kontakt: cdcforum@leuphana.de

Wir freuen uns, Prof. emerit. Dr. Joseph Vogl (Princeton University) als Gesprächspartner zur Abendveranstaltung unseres Workshops begrüßen zu dürfen. Joseph Vogl hat Lyotards Le Différend in den 1980er Jahren ins Deutsche übersetzt und wird mit uns über die Aktualität von Lyotards Philosophie des Widerstreits für gegenwärtige Debatten um digitale Souveränität sprechen. Ausgangspunkt ist eine Beobachtung aus unserem ersten Workshop in Potsdam: Der Begriff der digitalen Souveränität wird im öffentlichen Diskurs oft unreflektiert verwendet, so als gäbe es noch eine Position, die uneingeschränkte Souveränität beanspruchen könnte. Genau hier setzt Lyotards Widerstreit (1983) an: ein unterschätztes, prophetisches Werk, wie wir finden, das zeigt, warum Legitimität grundsätzlich umkämpft und universelle Urteilsregeln nicht ohne Weiteres beansprucht werden können. Kein Akteur – weder Staaten, Unternehmen, digitale Plattformen, mehr oder weniger informelle Netzwerke, noch Individuen – kann Souveränität unhinterfragt für sich reklamieren. Welche Konsequenzen dies für die Legitimität von Formen digitaler Souveränität hat, welche Rolle verwandte Konzepte wie Autonomie und Selbstbestimmung dabei spielen, aber auch der Plattformkapitalismus, Protokolle und Formen sozialer Organisation, darüber sprechen Dr. Johannes Bennke (Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf) und Dr. Irina Kalinka (Columbia University) mit Joseph Vogl.