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Von der Pilotphase zur niedersächsischen Musiklandschaft: Leuphana Concert Lab 2.0

04.09.2026 Wie klingt das Moor? Erweitert KI die Wahrnehmung des Konzerterlebnisses? Wie kann Musik gesellschaftliche Themen wie Zusammenhalt, Schwellenzustände oder Leistungsdruck vermitteln? In Konzertprojekten, Workshops, Exkursionen – die nach Hitzacker und sogar nach Kuba führten – regionalen Aktionstagen, VR-Installationen wurden im transdisziplinären Pilotprojekt Leuphana Concert Lab diese Themen erfahrbar gemacht.

©Peer Bothmer
Lea Jakob auf dem hell:wach forum 2025, auf dem sie das Concert Lab als Best-Practice-Beispiel vorgestellt hat.

Studierende aller Fachbereiche, Musiker*innen und Partnerinstitutionen erprobten in den vergangenen drei Jahren neue Wege der Konzertgestaltung, während zugleich die genannten Aktivitäten intensiv beforscht und mit verschiedenen methodischen Zugängen analysiert wurden. Nun geht das Leuphana Concert Lab in die zweite Runde. Aufbauend auf den Erkenntnissen des Pilotprojekts liegt der Fokus des „Leuphana Concert Labs 2.0“ in den kommenden zwei Jahren auf den Transfer der Forschungsergebnisse in die niedersächsische Musiklandschaft. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Musikinstitutionen für unterschiedliche Zielgruppen gesellschaftlich wertvoll sein können – und welche künstlerischen und organisatorischen Ansätze dafür benötigt werden.

In Zusammenarbeit mit Musikland Niedersachsen, als strategischem Partner für den Praxistransfer, und gefördert von der Stiftung Niedersachsen entwickelt das Concert Lab 2.0 neue Formate für Musikinstitutionen, die Forschungsergebnisse aus dem Concert Lab verständlich, zugänglich und direkt anwendbar zu machen. Dabei sollen die Perspektiven von Institutionen, Künster*innen und dem Publikum zusammengeführt und praxisnah verknüpft werden. 

„Musikland Niedersachsen unterstützt in vielfältiger Weise Musikschaffende dabei, zukunftsfähige Formen des Musikmachens und Veranstaltens zu entwickeln. Im Concert Lab 2.0 verbinden wir die praktische Erfahrung aus unserem Netzwerk mit wissenschaftlichen Erkenntnissen der Leuphana Universität. Auf dieser Basis wollen wir Werkzeuge entwickeln, die Musikakteur*innen bestärken, proaktiv auf aktuelle Herausforderungen zu reagieren – und Erkenntnisse gewinnen, die für die Musiklandschaft in Niedersachsen nutzbar sind“, erklärt die Leiterin von Musikland Niedersachsen Sina Hensel, .

Dr. Gesa Schönermark von der Stiftung Niedersachsen ergänzt: „Die Stiftung Niedersachsen fördert und begleitet das Leuphana Concept Lab 2.0, weil wir auf ein transdisziplinäres Pilotprojekt aufbauen können, das an der Modelluniversität in den vergangenen Jahren Grundlagen erforscht hat, die nun im Prozess mit den Musikschaffenden zu vielen neuen Formaten führen können. Die Einbindung der Institution Musikland und deren Netzwerk werden dazu beitragen, dass wir die Ergebnisse in der Musikszene in Niedersachsen umsetzen und damit Maßstäbe setzen können.“ 

Gleichbleibend einbezogen werden die Studierenden auch im Concert Lab 2.0 sein: Die bewährten Lehrformate werden in Kooperation mit Projektpartnern aus Niedersachsen als Transferformate weiterentwickelt, so dass öffentliche Vortrags- und Gesprächsformate mit Expert*innen aus Kunst, Wissenschaft und Praxis, Exkursionen zu innovativen Konzertformaten in Niedersachsen möglich gemacht werden. 

Begleitend zur Praxisentwicklung werden ebenfalls die Forschungsaktivitäten fortgeführt, die über die Konzertgestaltung und Vermittlung hinausgehen. Zum einem wird untersucht, wie die Arbeit in transdisziplinären Projekten und mit gesellschaftlichen Themen die Vermittlungskompetenzen zukünftiger Musiker*innen beeinflusst und zum anderen, wie sich Arbeitsweisen in Ensembles, Festivals oder Spielstätten verändern, wenn sie sich stärker an gesellschaftlicher Wirkung, Community-Arbeit und Outreach orientieren. 

„Im Leuphana Concert Lab haben wir gelernt: Das eine Rezept für das Konzert der Zukunft gibt es nicht – dafür sind die Menschen, Orte und Bedingungen, unter denen Musik entsteht, viel zu unterschiedlich. Unsere Forschung hilft uns, diese Unterschiede besser zu verstehen. Mit Concert Lab 2.0 möchten wir Musikakteur*innen in ganz Niedersachsen darin bestärken, eigene, vor Ort tragfähige Lösungen zu entwickeln – und gemeinsam mit ihnen neue Erkenntnisse darüber gewinnen, wie solche Veränderungen gelingen können“, sagt die Projektleiterin des Concert Labs Prof. Dr. Sigrid Bekmeier-Feuerhahn. 

Die im Rahmen des Leuphana Concert Labs entwickelten Musikveranstaltungen sind für die interessierte Öffentlichkeit in Lüneburg und Umgebung geöffnet. Impressionen zu vergangenen Events finden Sie hier  und hier 

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