Rethinking the Landscape Image in an Age of Planetarity (Lila Lee-Morrison)

02. Juni

Das Centre for Digital Cultures (CDC) lädt ein zum Climate Futures Workshop mit Lila Lee-Morrison.

  • Dienstag, 2. Juni / 14 – 16 Uhr / C40.530
  • Diese Veranstaltung findet auf Englisch statt.
  • Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Kontakt: cdcforum@leuphana.de

In diesem Workshop möchte ich gerne gemeinsam den Entwurf eines Abschnittes der Einleitung meines Buchprojekts Machinic Landscapes: Technology, Art and Environment in an Age of Planetarity diskutieren. Das Buch befasst sich damit, wie die visuellen Ergebnisse digitaler Umweltbildgebungssysteme – wie beispielsweise die riesigen Sensornetzwerke der Satellitenbildgebung, statistische Modellierungsprogramme für räumliche Gestaltung, topografische Kartierung und prädiktive Umweltsimulationen – in wissenschaftlichen und militärischen Kontexten in die Generierung von umsetzbarem Wissen eingebunden sind. Ich behaupte, dass diese Technologien auch neue Sichtweisen auf die „Landschaft“ hervorbringen. Dieses Buch ist eine Untersuchung des zeitgenössischen künstlerischen Engagements sowohl mit den Infrastrukturen und visuellen Ergebnissen dieser Technologien als auch mit den Weisen, auf denen sie neue Sichtweisen auf die Landschaft und das Zusammenleben mit der Umwelt einführen. Das zeitgenössische künstlerische Engagement mit diesen Technologien erzeugt Gegenvorstellungen zu den ursprünglichen Kontexten ihrer Entwicklung und eröffnet spekulative, kritische und utopische Potenziale des Landschaftsgenres. Sowohl zeitgenössische als auch historische Formen der Darstellung von Landschaft durch Technologie werden vor dem Hintergrund bedeutender epistemischer Verschiebungen betrachtet, wie der Benennung eines neuen geologischen Zeitalters, des Anthropozäns, der planetumfassenden Berechnung und des großflächigen Rohstoffabbaus. Diese Untersuchung basiert auf der Erkenntnis, dass die Art und Weise, wie wir unsere physische Umwelt sehen und kennen, zunehmend durch eine technische und automatisierte Auseinandersetzung verhandelt wird und dass die Ästhetik dieser technischen Systeme ein zentraler Aspekt ist, der hinsichtlich ihrer Fähigkeit, Bedeutung zu erzeugen, berücksichtigt werden muss.

Lila Lee-Morrison (sie/sie) ist Autorin, Wissenschaftlerin und Kunsthistorikerin. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören die Untersuchung der Visualität zeitgenössischer Technologien maschineller und algorithmischer Wahrnehmung sowie die soziopolitischen und kulturellen Kontexte ihrer Anwendung und materiellen Infrastrukturen. Sie ist Autorin des Buches Portraits of Automated Facial Recognition: On Machinic Ways of Seeing the Face (Transcript Verlag, 2019) und hat bei MIT Press, Artforum, Liverpool University Press und Distanz Verlag veröffentlicht. Sie promovierte in Kunstgeschichte an der Universität Lund und lebt in Malmö, Schweden. Derzeit ist sie Associate Professor, Adjunctan der Irwin S. Chanin School of Architecture der Cooper Union in New York.

Eine Veranstaltung in Kooperation des Center for Digital Culture und dem Forschungsbereich Climate Futures in Digital Cultures [DE-Link zu ET Website: https://www.leuphana.de/portale/embracing-transformation/potenzialbereiche.html