Einwanderungsland Europa

Fortsetzung in 2017: Wie begegnet Lüneburg dem Rechtspopulismus?

Mitten in der Krise der Flüchtlingspolitik haben wir vor einem Jahr den lebendigen Auftakt zur Reihe „Einwanderungsland Europa – Wie begegnet Lüneburg der Welt?“ in der VHS gefeiert. Es wurden 22 Veranstaltungen – reich an Besucher_innen und Positionen. Was hat sich seitdem verändert? Der Titel unserer Fortsetzung greift die aktuellen Entwicklungen auf, indem wir fragen: Einwanderungsland Europa – Wie begegnet Lüneburg dem Rechtspopulismus? Obwohl Donald Trump nicht die Mehrheit der abgegebenen Stimmen auf sich vereinigen konnte, zieht mit ihm ein besonders schroffer Gegner der offenen Gesellschaft ins Weiße Haus ein. Die ersten autoritären Regierungen sind mit Ungarn und Polen auch in Europa zu besichtigen. Le Pen in Frankreich und Wilders in den Niederlanden prägen die Stimmung bei den nächsten Wahlen.

Worum geht es beim Rechtspopulismus? Solange er selbst nicht an der Macht ist, gibt er sich elitenkritisch. Vor allem aber behaupten Rechtspopulisten, das Volk zu repräsentieren. Wer das Volk ist, definieren Rechtspopulisten jedoch in Eigenregie. „Wir sind das Volk“ heißt dann: „Ihr“ nicht. Sie spalten die demokratische Gemeinschaft in ein „wahres“ Volk und diejenigen, die nicht dazugehören sollen: die Geflüchteten, die Roma, die Muslime, die Feministinnen, die Linken, die Homosexuellen, die Liberalen, die Presse, die Intellektuellen, schwarze Fußballer, die Politikerinnen usw. Neben seiner menschenfeindlichen Ideologie bekämpft der Rechtspopulismus den Pluralismus. Er erträgt die Vielfalt der Interessen und Überzeugungen in einer offenen Gesellschaft nicht. Deshalb lässt sich der Rechtspopulismus immer auch als Gegenbewegung zur Demokratie verstehen.

Im Jahr der Bundestagswahl steht auch die Zukunft der Demokratie zur Abstimmung. Grund genug, die Debatte um das „Einwanderungsland Europa“ fortzuführen. Die Leuphana Universität Lüneburg und die Volkshochschule Region Lüneburg laden erneut zu Gesprächen über morgen ein, die danach fragen, was das Zusammenleben gut macht. Die Veranstaltung wird von Bettina Bello (Zukunftszentrum Lehrerbildung) moderiert.

Vorschau - Einwanderungsland Europa 2017:

Rückblick - Universität und VHS fragten 2016:

Kommende Veranstaltungen

  • 19.1., Auftakt: Bürger_innen-Debatte mit Manuela Bojadžijev
  • 25.1., Eröffnung: World Café - Was geht in Lüneburg zusammen?
  • 4.2., Look Beyond Borders: Sudan
  • 2.2., Podiumsdiskussion: In der Stadt oder auf dem Land: Wo gelingt Zusammenleben?
  • 16.2., Vortrag und Seminar: Unser Leben mit Vorurteilen
  • 18.2., Look Beyond Borders: Afghanistan

Kommende Veranstaltungen

19.1., Auftakt: Bürger_innen-Debatte mit Manuela Bojadžijev

  • Donnerstag, 19. Januar 2017, 19:00 – 20:30 Uhr
  • Museum Lüneburg, Willy-Brandt-Straße 1

Prof. Dr. Manuela Bojadžijev, Mitglied des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) an der Humboldt-Universität zu Berlin und Juniorprofessorin für globalisierte Kulturen an der Leuphana Universität Lüneburg

  • Moderation: Sven Prien-Ribcke (Leuphana Universität Lüneburg)

25.1., Eröffnung: World Café - Was geht in Lüneburg zusammen?

  • Mittwoch, 25. Januar 2017, ab 19:00 Uhr
  • Volkshochschule REGION Lüneburg, Haagestraße 4
  • Grußworte: Oberbürgermeister Ulrich Mädge und Universitätspräsident Prof. Dr. Sascha Spoun

Menschen aus Lüneburg bringen Geschichten des Zusammenlebens mit. Tauschen wir uns darüber aus, was in der Migrationsgesellschaft zusammen geht: wohnen, arbeiten, streiten, lernen, spielen und vieles mehr.

4.2., Look Beyond Borders: Sudan

  • Samstag, 4.2.2017, 14:30 – 16:30 Uhr (der ursprünglich geplante Termin vom 29.1. wurde auf den 4.2. verlegt)
  • Wasserturm (Bei der Ratsmühle)

In der Auftaktveranstaltung der Reihe „Look Beyond Borders“ gibt die sudanesische Community aus Lüneburg und Umgebung mit einem interessanten und bunten Programm einen Einblick in ihr Herkunftsland. Dieses neue Veranstaltungsformat gibt Raum für persönliche Perspektiven, einen historischen Einblick und wird durch ein breites Kulturprogramm abgerundet. Zwischen Musik, Tanz und kulinarischen Spezialitäten wird es ausreichend Platz für Fragen und Dialog geben.

  • Veranstalter: No Border Academy

2.2., Podiumsdiskussion: In der Stadt oder auf dem Land: Wo gelingt Zusammenleben?

  • Donnerstag, 2. Februar 2017, 19:00 – 20:30 Uhr
  • Volkshochschule REGION Lüneburg, Haagestraße 4

Mit Stadträtin Pia Steinrücke (Hansestadt Lüneburg), Bürgermeister Norbert Meyer (Samtgemeinde Ostheide), Bürgermeister Josef Theodor Röttgers (Samtgemeinde Gellersen) und Sozialpädagoge Stephan Kuns (Samtgemeinde Amelinghausen) sowie Gudrun Kirchhoff (Deutsches Institut für Urbanistik in Berlin) und Prof. Dr. Hannes Schammann (Universität Hildesheim).

  • Moderation: Prof. Dr. Sybille Münch (Leuphana Universität Lüneburg)

16.2., Vortrag und Seminar: Unser Leben mit Vorurteilen

  • Donnerstag, 16. Februar 2017, 18:00 – 21:00 Uhr
  • Volkshochschule REGION Lüneburg, Haagestraße 4

Vortrag und Debatte über Vorurteile, die Flüchtlingsfrage, feindselige Zustände und gesellschaftliche Spaltung. Daniela Krause ist Diplom-Soziologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IGK) in Bielefeld.

  • Anmeldung unter Tel. 04131 1566-101 oder per E-Mail an ina.zander@vhs.lueneburg.de
  • Veranstalter: Runder Tisch Erwachsenenbildung Region Lüneburg

18.2., Look Beyond Borders: Afghanistan

  • Samstag, 18. Februar 2017, 16:00 – open end
  • Volkshochschule REGION Lüneburg, Haagestraße 4

Die afghanische Community aus Lüneburg und Umgebung gibt mit einem interessanten und bunten Programm im Rahmen der Reihe „Look Beyond Borders“ einen Einblick in ihr Herkunftsland. Dieses neue Veranstaltungsformat gibt Raum für persönliche Perspektiven, einen historischen Einblick und wird durch ein breites Kulturprogramm abgerundet. Zwischen Musik, Tanz und kulinarischen Spezialitäten wird es ausreichend Platz für Fragen und Dialog geben.

  • Veranstalter: No Border Academy

Leuphana Konferenzwoche

  • Veranstaltungen im Rahmen der X. Leuphana Konferenzwoche
  • Abgesagt: 27.2., Forum zur Bundestagswahl mit Robert Habeck: Europa gestalten oder spalten? Deutschland hat die Wahl
  • 28.2., Podiumsdebatte: Ein Blick auf die Außengrenzen Europas – Kann die EU Gerechtigkeit?
  • 28.2., Zukunftsstadt Lüneburg 2030+: Ein Zukunftsrat für Lüneburg?
  • 28.2., Podiumsdebatte: Wer will Boateng als Nachbarn? Fußball als gesellschaftliche Inklusionskraft
  • 1.3., co-creaid festival: Willkommenskultur und zivilgesellschaftliches Engagement – Wo stehen wir, wo wollen wir hin?
  • 1.3., Mosaique Workshop: Mosaique – Das Haus der Kulturen Lüneburg
  • 1.3., Hörsaal-Gespräch: Achatz von Müller trifft Micha Brumlik - Das alte Denken der neuen Rechten
  • 2.3., Podiumsgespräch: Demokratie in Zeiten des Rechtspopulismus – Neustart für die politische Bildung?

Leuphana Konferenzwoche

Veranstaltungen im Rahmen der X. Leuphana Konferenzwoche

Die Leuphana Konferenzwoche findet 2017 zum zehnten Mal statt. Die Konferenzwoche ist der gemeinsame Abschluss des ersten Semesters am College. Gut 1.500 Studierende gingen der Frage nach: Was macht die Welt gerecht? Im Rahmen der Konferenzwoche lädt die Universität in Kooperation mit der Volkshochschule auch zur Reihe "Einwanderungsland Europa - Wie begegnet Lüneburg dem Rechtspopulismus?" ein. Bürger_innen aus der Stadt und Region sind besonders herzlich willkommen.

Weitere Informationen zur Konferenzwoche finden Sie unter: www.leuphana.de/konferenzwoche

Abgesagt: 27.2., Forum zur Bundestagswahl mit Robert Habeck: Europa gestalten oder spalten? Deutschland hat die Wahl

- Der Termin entfällt.

28.2., Podiumsdebatte: Ein Blick auf die Außengrenzen Europas – Kann die EU Gerechtigkeit?

  • Dienstag, 28. Februar 2017, 13:00 – 15:00 Uhr
  • Leuphana Universität Lüneburg, Campus Scharnhorststraße, Hörsaal 3

Mit Anas Batal (Zahnarzt aus Syrien), Maximilian Popp (DER SPIEGEL; per Skype aus der Türkei), Stefan Schmidt (Kapitän und Flüchtlingsbeauftragter des Bundeslandes Schleswig-Holstein) und weiteren Gästen.

28.2., Zukunftsstadt Lüneburg 2030+: Ein Zukunftsrat für Lüneburg?

Lüneburger_innen, Studierende und Politiker_innen entwerfen die Demokratie von morgen.

  • Dienstag, 28. Februar 2017
  • Leuphana Universität Lüneburg, Campus Scharnhorststraße
  • Studierende des Seminars „Demokratie 2030+“, Gerhard Cassens (Leiter der Volkshochschule REGION Lüneburg), Annegret Kühne (DialogN), Prof. Dr. Daniel Lang (Delegierter des Universitätspräsidenten für Nachhaltigkeit) und Sven Prien-Ribcke (Leiter der Leuphana Konferenzwoche).

Vortrag von Prof. Dr. Patrizia Nanz: Ein Rat für die Zukunft – Mehr Demokratie durch Bürger_innenbeteiligung?

  • 16:00 – 17:30 Uhr, Campus Scharnhorststraße, Hörsaal 3

Gemeinsam mit Claus Leggewie schlägt Patrizia Nanz vor, die bestehenden Parlamente durch „Zukunftsräte“ zu ergänzen. Die renommierte Partizipationsforscherin ist Direktorin des „Institute for Advanced Sustainability Studies“ (IASS) in Potsdam.

Demokratiewerkstatt „Ein Zukunftsrat für Lüneburg?“ – Lüneburger_innen, Studierende und Politiker_innen entwerfen die Demokratie von morgen

  • 18:00 – 20:00 Uhr, Campus Scharnhorststraße, C 14.027

Anmeldung zum Demokratie-Workshop unter Tel. 04131 1566-101 oder per E-Mail an ina.zander@vhs.lueneburg.de

 

28.2., Podiumsdebatte: Wer will Boateng als Nachbarn? Fußball als gesellschaftliche Inklusionskraft

  • Mittwoch, 28. Februar 2017, 18:00 – 20 Uhr
  • Leuphana Universität Lüneburg, Campus Scharnhorststraße, Hörsaal 3

Mit Marco Bode (Aufsichtsratsvorsitzender SV Werder Bremen), dem Schauspieler Peter Lohmeyer (angefragt) und weiteren Gästen

  • Moderation: Norman Laws (Leuphana)

Hinweis: Die Veranstaltung ist noch in der Planung. Bitte informieren Sie sich hier auf der Website vor dem Besuch über den aktuellen Stand der Dinge.

1.3., co-creaid festival: Willkommenskultur und zivilgesellschaftliches Engagement – Wo stehen wir, wo wollen wir hin?

  • Mittwoch, 1. März 2017, 15:30 – 17:30 Uhr
  • Leuphana Universität Lüneburg, Campus Scharnhorststraße, Hörsaal 3

Diskussion u.a. mit Corinna Krome (Mosaique – Haus der Kulturen Lüneburg, Doktorandin FU Berlin) und Präsentation der Initiativen-Arbeit vom zweiten „co-creaid festival“

  • Veranstalter: Europe Welcomes!

1.3., Mosaique Workshop: Mosaique – Das Haus der Kulturen Lüneburg

  • Mittwoch, 1. März 2017, 18:00 – 21:00 Uhr
  • Leuphana Universität Lüneburg, Campus Scharnhorststraße, Galerie im Gebäude 14

Menschen aus aller Welt sind eingeladen, „Mosaique – Das Haus der Kulturen“ mitzugestalten. Mosaique hat in den Gebäuden der Katzenstr. 1 in der Alten Musikschule mitten in Lüneburg ein Zuhause gefunden. Entstehen soll ein interkultureller, intergenerationeller und integrativer Ort, der für alle Menschen offen ist und an dem sich jeder willkommen fühlen kann.

  • Veranstalter: Mosaique

1.3., Hörsaal-Gespräch: Achatz von Müller trifft Micha Brumlik - Das alte Denken der neuen Rechten

  • Mittwoch, 1. März 2017, 18:30 – 20:00 Uhr
  • Leuphana Universität Lüneburg, Campus Scharnhorststraße, Hörsaal 4

Micha Brumlik ist seit Oktober 2013 Senior Advisor am Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg und emeritierter Professor am Institut für Allgemeine Erziehungswissenschaft der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/M. Der Autor Brumlik ist Mitherausgeber der „Blätter für deutsche und internationale Politik“ und regelmäßiger Kolumnist der taz: „Gott und die Welt“.

Achatz von Müller ist emeritierter Professor für Geschichte an der Universität Basel und derzeit akademischer Leiter des Leuphana College.

2.3., Podiumsgespräch: Demokratie in Zeiten des Rechtspopulismus – Neustart für die politische Bildung?

  • Donnerstag, 2. März 2017, 13:00 – 14:30 Uhr
  • Leuphana Universität Lüneburg, Campus Scharnhorststraße, Hörsaal 3

u.a. mit Ulrika Engler (Direktorin der Niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung) und Dr. Christian Meyer-Heidemann (Landesbeauftragter für politische Bildung in Schleswig-Holstein

  • Moderation: Sven Prien-Ribcke (Leuphana Universität Lüneburg)

Veranstaltungen ab März 2017

  • 20.3. - 12.6., Vortragsreihe von Tsepo Andreas Bollwinkel in der Ev. Familien-Bildungsstätte: Sind wir eine rassistische Gesellschaft?
  • 24.3., Workshop mit Tsepo Andreas Bollwinkel: Wie sag ich es meinem (weißen) Mitmenschen? Konzepterstellung Beziehung gegen Rassismus
  • 26.3., Dokumentarisches Theater im Forum der Musikschule: NSU-Monologe! Der Kampf der Hinterbliebenen um die Wahrheit
  • 11.4., Was bedeutet es, eine Frau in Afghanistan zu sein?
  • 27.4., Dialog mit Aysun Doğmuş und Vertreter*innen aus Lüneburger Schulen: Ankommen in Lüneburg – Schulen gestalten (mit)
  • 4.5., Europäische Fluchtrouten: Berichte von vor Ort
  • 9.5., Hörsaal-Gespräch: Achatz von Müller trifft Marina Münkler. Wer sind die neuen Deutschen?
  • 20.5., Look Beyond Borders: Syrien
  • 31.5., Vortrag von Prof. Dr. Stephan Lessenich: Neben uns die Sintflut. Die Externalisierungsgesellschaft und ihr Preis

Veranstaltungen ab März 2017

20.3. - 12.6., Vortragsreihe von Tsepo Andreas Bollwinkel in der Ev. Familien-Bildungsstätte: Sind wir eine rassistische Gesellschaft?

Termine und Themen der Reihe:

  • 20. März 2017: Worte wirken. Auf der Suche nach Definitionen
  • 3. April: Bilder bilden. Was in unseren Köpfen ist
  • 24. April: Was war wirklich? Teil 1 – Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit für wen?
  • 8. Mai: Was war wirklich? Teil 2 – Deutsche Kolonialgeschichte
  • 22. Mai: „Das macht etwas mit mir“ – Rassismus im Alltag
  • 12. Juni: Und nun? Perspektiven für ein antirassistisches Engagement

Die Vorträge mit anschließender Diskussion finden jeweils montags von 19:00 – 21:30 Uhr in der
Ev. Familien-Bildungsstätte (Bei der St. Johanniskirche 3) statt.

Tsepo Andreas Bollwinkel ist freischaffender Autor und Trainer. Bei den Lüneburger Symphonikern ist Bollwinkel erster Solo-Oboist. Als Aktivist für soziale Gerechtigkeit mit den Schwerpunkten Black Consciousness, Critical Whiteness und SOGI (Sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität) Themen in internationalen politischen Kontexten ist Bollwinkel Mitglied im Beirat der ISD (Initiative Schwarze Menschen in Deutschland).

  • Veranstalter: Ev. Familien-Bildungsstätte Lüneburg in Kooperation mit dem ISD Lüneburg im Rahmen der „Lüneburger Wochen gegen Rassismus – für eine offene Gesellschaft“
  • Infos: www.familienbildungsstaette.de

24.3., Workshop mit Tsepo Andreas Bollwinkel: Wie sag ich es meinem (weißen) Mitmenschen? Konzepterstellung Beziehung gegen Rassismus

  • Freitag, 24. März 2017, 17:00 – 21:00 Uhr
  • Ev. Familien-Bildungsstätte Lüneburg, Bei der St. Johanniskirche 3

Tsepo Andreas Bollwinkel ist freischaffender Autor und Trainer. Bei den Lüneburger Symphonikern ist Bollwinkel erster Solo-Oboist. Als Aktivist für soziale Gerechtigkeit mit den Schwerpunkten Black Consciousness, Critical Whiteness und SOGI (Sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität) Themen in internationalen politischen Kontexten ist Bollwinkel Mitglied im Beirat der ISD (Initiative Schwarze Menschen in Deutschland).

  • Veranstalter: Ev. Familien-Bildungsstätte Lüneburg in Kooperation mit dem ISD Lüneburg im Rahmen der „Lüneburger Wochen gegen Rassismus – für eine offene Gesellschaft“
  • Infos: www.familienbildungsstaette.de

26.3., Dokumentarisches Theater im Forum der Musikschule: NSU-Monologe! Der Kampf der Hinterbliebenen um die Wahrheit

  • Sonntag, 26. März 2017, 17:00 Uhr
  • Forum der Musikschule, Sankt-Ursula-Weg 7

Fünf Jahre nach Bekanntwerden des "Nationalsozialistischen Untergrunds" erzählen die NSU-Monologe von den jahrelangen Kämpfen dreier Familien der Opfer des NSU. Die NSU-Monologe sind dokumentarisches, wortgetreues Theater, mal behutsam, mal fordernd, mal wütend.

Das dokumentarische Theater gestalten Künstler_innen der Bühne für Menschenrechte.
Der Eintritt ist frei. Es wird um eine kleine Spende gebeten. „Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen.“

11.4., Was bedeutet es, eine Frau in Afghanistan zu sein?

  • 11. April Beginn um 17 Uhr
  • Campus, Gebäude 14, Erdgeschoss, Raum 027

Was bedeutet es als Frau in Afghanistan zu leben? Es wird immer wieder über Afghanistan in den Medien berichtet, aber es herrscht auch viel Unwissen über die Situation von Frauen und Mädchen in Afghanistan. Je nachdem, ob die Frauen in der Stadt oder auf dem Land leben, ergibt sich ein sehr unterschiedliches Bild.

Der Vortrag von Sahar Hashimzada soll etwas mehr Licht in dieses vielschichtige Thema bringen. Dieser wird auf Deutsch und Englisch gehalten. Sahar Hashimzada is a young refugee woman from Kunduz, Afghanistan. She came to Germany in 2015. She is a graduate student of International and Comparative Politics from American University of Central Asia. She was got involved in humanitarian and volunteer work in Afghanistan. Currently, she is studying German language at Leuphana University and also she is a volunteer at Kiron, WLC and Europe Welcomes.

Veranstaltet vom Gleichstellungsbüro und der Zentraleinrichtung Moderne Sprachen der Leuphana Universität Lüneburg. Mehr Infos

27.4., Dialog mit Aysun Doğmuş und Vertreter*innen aus Lüneburger Schulen: Ankommen in Lüneburg – Schulen gestalten (mit)

  • Donnerstag, 27. April 2017, 18:00 – 19:30 Uhr
  • Leuphana Universität Lüneburg, Campus Scharnhorststraße, C 14.001

Bildung spielt im Leben neu angekommener Kinder und Jugendlicher von Beginn an eine wichtige Rolle. Über mögliche Gestaltungsformen des schulischen Raums tauschen sich Lehrkräfte aus Lüneburger Schulen und Aysun Doğmuş in einem moderierten Dialog aus. Aysun Doğmuş ist als Lektorin im Arbeitsbereich Interkulturelle Bildung an der Universität Bremen tätig. Sie lehrt mit den Schwerpunkten pädagogische Professionalität und Professionalisierung in migrationsgesellschaftlichen Differenz- und Herrschaftsverhältnissen mit Bezügen zu Migrationspädagogik, Rassismuskritik, Intersektionalität, Empowerment und Kommunikationspsychologie. Sie ist u. a. Mitglied im Migrantinnenrat Bremen e.V. und im Verein für Interkulturelle Arbeit mit Mädchen und junge Frauen.

  • Veranstalter: Leuphana Universität Lüneburg: „PluraL“ (Pluralität als Lernchance), Institut für Deutsche Sprache und Literatur und ihre Didaktik, Institut für Politikwissenschaft

4.5., Europäische Fluchtrouten: Berichte von vor Ort

  • Donnerstag, 4. Mai 2017, 18:30 – 20:30 Uhr
  • Foyer der Volkshochschule REGION Lüneburg, Haagestraße 4

Die Lüneburger, Marie Frenkel und Matti Pannenbäcker berichten von Ihren Hilfseinsätzen auf europäischen Fluchtrouten: Von einem Transit-Punkt auf der Balkanroute im Herbst 2015, dem EU-Flüchtling-Hotspot auf der Insel Samos im Sommer 2016 sowie von illegalen Flüchtlingscamps bei Antalya und Izmir im Winter 2016.

Marie Frenkel hat ein halbes Jahr in der Türkei und drei Monate in besetzen palästinensischen Gebieten gelebt, wodurch sie die Fluchtursachen hautnah erlebt hat. Matti Pannenbäcker berät Organisationen im Kulturwandel, begleitet UnternehmerInnen in Flüchtlingscamps und ist Mitinitiator der WirGarten Lüneburg Genossenschaft. Mehr unter www.matti-pannenbaecker.de

9.5., Hörsaal-Gespräch: Achatz von Müller trifft Marina Münkler. Wer sind die neuen Deutschen?

  • Dienstag, 9. Mai 2017, 18:00 – 20:00 Uhr
  • Leuphana Universität Lüneburg, Campus Scharnhorststraße, Hörsaal 4

Marina Münkler ist Professorin für Literaturwissenschaft an der Technischen Universität Dresden. Sie hat zum Begriff des Fremden geforscht und zum Phänomen der Interkulturalität. 2000 erschien „Erfahrung des Fremden“ und 2003, herausgegeben mit Werner Röcke und Steffen Martus, „Schlachtfelder. Zur Codierung von Gewalt im medialen Wandel“.
Achatz von Müller ist emeritierter Professor für Geschichte an der Universität Basel und derzeit akademischer Leiter des Leuphana College.

20.5., Look Beyond Borders: Syrien

  • Samstag, 20. Mai 2017, Beginn: 16:00 Uhr – open end
  • Volkshochschule REGION Lüneburg, Haagestraße 4

Die syrische Community aus Lüneburg und Umgebung gibt mit einem interessanten und bunten Programm im Rahmen der Reihe „Look Beyond Borders“ einen Einblick in ihr Herkunftsland. Dieses neue Veranstaltungsformat gibt Raum für persönliche Perspektiven, einen historischen Einblick und wird durch ein breites Kulturprogramm abgerundet. Zwischen Musik, Tanz und kulinarischen Spezialitäten wird es ausreichend Platz für Fragen und Dialog geben.

  • Veranstalter: No Border Academy

31.5., Vortrag von Prof. Dr. Stephan Lessenich: Neben uns die Sintflut. Die Externalisierungsgesellschaft und ihr Preis

  • Mittwoch, 31. Mai 2017, 18:00 – 19:30 Uhr
  • Museum Lüneburg, Willy-Brandt-Straße 1

Stephan Lessenich ist Professor für Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS). Der international renommierte Sozialwissenschaftler forscht zu „Postwachstumsgesellschaften“ und untersucht den globalen Kapitalismus und die Dynamiken der Ungleichheit.

Kooperationspartner*innen

  • amikeco-Willkommensinitiative
  • Ausbildungsbrücke – "Integration durch Ausbildung" vom Patenmodell Lüneburg
  • Deutsch-Arabischer Treff Lüneburg
  • DGB Region Nord-Ost-Niedersachsen
  • Europe Welcomes!
  • Ev. Familien-Bildungsstätte
  • Gesundheitsholding Lüneburg GmbH
  • »Hochschule ohne Grenzen« an der Leuphana Universität Lüneburg
  • Hansestadt und Landkreis Lüneburg
  • Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD), Lüneburg
  • Integrationsbeirat Hansestadt und Landkreis Lüneburg
  • Interkulturelles Tandem (ZeMoS - Leuphana Universität Lüneburg)
  • JANUN Lüneburg
  • Kinder- und Jugendtheater GmbH
  • KreisSportBund Lüneburg e.V.
  • Migrantenelternnetzwerk für Hansestadt und Landkreis Lüneburg
  • Mosaique – Das Haus der Kulturen Lüneburg
  • Museum Lüneburg
  • No Border Academy
  • "PluraL" (Pluralität als Lernchance) an der Leuphana Universität Lüneburg
  • Psychiatrische Klinik Lüneburg
  • Runder Tisch Erwachsenenbildung Region Lüneburg
  • Sprachbrücke
  • Teilhabe am Arbeitsmarkt für Flüchtlinge in der Region Lüneburg (TAF)
  • Über den Tellerrand Community Lüneburg
  • Welcome Dinner Lüneburg
  • Welcome & Learning Center

Die Reihe „Einwanderungsland Europa – Wie begegnet Lüneburg dem Rechtspopulismus?“ ist eine Initiative der Volkshochschule REGION Lüneburg und der Leuphana Universität Lüneburg.

Kontakt

  • Sven Prien-Ribcke, M.A.