Vorlesungsverzeichnis

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Veranstaltungen von Prof. (apl.) Dr. Dawid Friedrich


Lehrveranstaltungen

Theories of Democracy (Seminar)

Dozent/in: Dawid Friedrich

Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 10:15 - 11:45 | 20.10.2022 - 02.02.2023 | C 12.107 | .

Inhalt: Democracy - it is omnipresent in world politics. Sometimes as a positive aim to strive for, sometimes as a negative frame to move away from, sometimes by deploring its alleged decline. But, at a closer look, it becomes clear that there is no agreement about what democracy actually is. An idealistic idea? A pragmatic form of government? Tyranny of the masses?...Consensus, however, seems to be that democracy both as practice and as theory is concerned with the relationship between the rulers and the ruled, those who govern and those who are governed, subjects and objects of authority. The aim of this seminar is to elaborate and discuss some contradictory goals that are connected with the concept and practice of democracy: Participation vs. elite competition; deliberation vs. conflict of interest; public control vs. private autonomy; competition vs. consensus democracy. In addition to the different theories of democracy we shall also focus on the current diagnosis of the crisis of democracy. Furthermore, we tackle aspects of democratic citizenship (value orientations, democratic "virtues", attitudes towards democracy, electoral and participation behaviour, political socialisation and its transformation over time).

Europäische Integration in der Krise (Seminar)

Dozent/in: Dawid Friedrich

Termin:
wöchentlich | Mittwoch | 08:15 - 09:45 | 17.10.2022 - 03.02.2023 | C 4.215

Inhalt: Die Europäische Union (EU) ist eine bemerkenswerte politische Organisation, die seit ihrer Gründung nach dem Zweiten Weltkrieg gleichermaßen durch ihre Leistungen und Krisen die Forschung fasziniert hat. Während die EU heutzutage für viele Beobachterinnen vor allem einen großen Markt darstellt und für viele Bürgerinnen durch die gemeinsame Währung und Reisefreiheit präsent ist, hat sie sich auch zu einem wesentlichen politischen Akteur in so unterschiedlichen Politikfeldern wie Umweltpolitik, Außenpolitik und Handelspolitik entwickelt. Die Überreichung des Friedensnobelpreises 2012 an die EU weist jedoch auf ihre womöglich größte Leistung hin, die Abwesenheit von kontinentweiten, kriegerischen Großmachtkonflikten. Nichtsdestotrotz können politische Beobachterinnen kaum umhin, den aktuellen Zustand als beklagenswert zu bewerten: antidemokratische Kräfte gewinnen / haben in vielen EU-Mitgliedsstaaten an Macht gewonnen; die EU Währungsunion ist seit der Finanzkrise 2008 immer noch nicht überwunden (Stichwort Niedrigzins); mit dem Vereinigten Königreich hat ein Staat erstmals die Mitgliedschaft beendet; außenpolitisch ist sie nach wie vor zahnlos (s. Syrien; Libyen; Ukrainekonflikt). Und ob die Corona-Krise die europäische Solidarität stärken wird oder gar ihr demokratisches Fundament (weiter) aushöhlen wird (s. Ungarn), ist noch nicht absehbar ebenso wie die Zukunft des sogenannten „Green New Deals“. Im medialen Dauerfeuer und dem bewussten Schüren von Dauererregung in den sozialen Medien durch viele Akteure geht allzu leicht unter, dass die heutige EU, ihre Institutionen, ihre Akteure, ihre Prozesse, ihre Leistungen, aber auch ihre Probleme oftmals ältere, historische Wurzeln haben.