Vorlesungsverzeichnis

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Veranstaltungen von Prof. Dr. rer. nat. Markus Quante


Lehrveranstaltungen

Der Klimawandel - wissenschaftliche Basis und das Spektrum der Veränderungen (Vorlesung)

Dozent/in: Markus Quante, Vicky Temperton

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 10:15 - 11:45 | 18.10.2022 - 07.02.2023 | C 12.105 | .

Inhalt: Vorlesung und Seminare haben folgende Inhalte: • Komponenten des Klimasystems • Treibhauseffekt und Strahlungsantriebe • Beobachtete Veränderungen der Klimaparameter • Die Intensivierung des Wasserkreislaufs • Natürliche Variabilität und anthropogenes Signal • Die historische Perspektive • Szenarienbasierte Projektionen in die Zukunft • Der Klimawandel in den Regionen • Verschiebung von Vegetationszonen • Auswirkungen des Klimawandels auf Lebensgemeinschaften und Populationen • Auswirkungen des Klimawandels auf Ökosystemfunktionen und Ökosystemleistungen • Betrachtung ausgewählter, vom Klimawandel besonders betroffener Systeme

Wirkung des Klimawandels auf Ökosysteme (Seminar)

Dozent/in: Markus Quante, Vicky Temperton

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 12:15 - 13:45 | 18.10.2022 - 07.02.2023 | C 14.027 | .

Inhalt: s. 10634000 - Der Klimawandel - wissenschaftliche Basis und das Spektrum der Veränderungen See detailss in the lecture section. Please register yourselves for the lecture and this automatically registers you for the seminar that goes with the lecture too.

Modellsysteme in der Forschung zum globalen Wandel (Vorlesung/Übung)

Dozent/in: Jan Arndt, Thorsten Aßmann, Armin Aulinger, Markus Quante

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 16:15 - 19:45 | 17.10.2022 - 03.02.2023 | C 12.010

Inhalt: Modelle sind immer öfter die tragenden Säulen von Projektion zur zukünfigen Klimaentwicklung. Aber auch Betrachtungen des vergangenen Klimas greifen auf die Unterstützung durch globale und regionale Modelle zurück. Es wird in diesem Modul insbesondere um die Klimamodellierung auf verschiedenen Komplexitätsstufen gehen: konzeptionelle Modelle, Energiebilanzmodelle bis hin zu realitätsnahen 3d-gekoppelten Klimamodellen. Im Praxisteil werden kleinere Klimamodellläufe durchgeführt. Im Seminarteil werden kleine Übungsmodelle auf Excel-Basis und mit der Programmiersprache "R " (dazu wird es eine Einführung geben) erstellt. Zudem wird ein realitätsnahes Erdsystemmodell betrieben. Themen: Einführung- Aufgabe von Modellen im globalen Wandel - Vorhersagbarkeit - Lorenz-Model Klimasystem/Erdsystem - Schnittstellen zur Modellierung Klimamodelltypen und Geschichte der Klimamodellierung Konzeptionelle Klimamodelle Energiebilanzmodelle - einfachstes EBM (mit Seminar-Übung) - Daisy World Model (mit Seminar-Übung) Realitätsnahe Modelle des Klimasystems - Atmosphäre - Ozean - Seeeis Parameterisierungen - Treibhauseffekt - Land-Vegation-Wechselwirkung - Wolken Erdsystemmodelle Erdsystemmodelle mittlerer Komplexität (EMIC) Der Planet Simulator (mit Seminar-Übung) Modelle im IPCC-Prozess – praktische Aspekte - Emissionsszenarien (mit Seminar-Übung) Regionale Klimamodelle - dynamical downscaling - statistical downscaling Modelle in anderen Anwendungen - Paleoklima - Nuklearer Winter - Geoengineering Besichtigung des Klimarechenzentrums in Hamburg

Stadtklima im Klimawandel - zwischen Klimaschutz und Anpassung (Projekt)

Dozent/in: Markus Quante

Termin:
14-täglich | Montag | 16:15 - 19:45 | 17.10.2022 - 03.02.2023 | C 14.103 | Seminar

Inhalt: Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Städten, Tendenz steigend. Städte und Ballungsräume verursachen im Vergleich zum weniger bebauten oder offenen Umland klimatische Effekte, die mit dem Begriff „Stadtklima“ bezeichnet werden. Der prominenteste Stadtklimaeffekt ist die sogenannte städtische Wärmeinsel, eine Überwärmung der Stadtzentren gegenüber ihrer unmittelbaren ländlichen Umgebung. Aber auch das Wind-, das Feuchte- und das Niederschlagsfeld werden durch die Stadt modifiziert mit entsprechenden Einflüssen auf andere Klimagrößen. Der Bereich der städtischen Luftqualität ist ein weiteres Problemfeld, das dem Komplex Stadtklima zugeordnet wird. Fragen, die in diesen Feldern auftreten sind: Wie wirkt sich die städtische Überwärmung auf die thermische Belastung der Stadtbevölkerung aus? Wie beeinflussen Windfeldveränderungen den Komfort von Fußgängern und Radfahrern, die Belastung von Infrastrukturen und die Verteilung von Luftschadstoffen? Welche Folgen hat das spezifische Niederschlagsverhalten für die Stadtentwässerung? Wie wirken sich stadtspezifische Luftbelastungen auf die Gesundheit der Bewohner aus? All diese Fragen beschäftigen schon heute die Stadt- und Regionalplanung. Der zu erwartenden Klimawandel wird die Belastungen in den genannten Problemfeldern und Wirkungskomplexen noch durch eine allgemeine Erwärmung, Hitzeperioden und Extremwetterereignisse zusätzlich verschärfen. Eine nachhaltige Stadtplanung muss die genannten Problemfelder im Auge haben und schon heute auf zukünftig zu erwartenden Veränderungen, oft Verschärfungen der Belastungen durch soziodemographische Veränderungen und den Klimawandel, in ihren Planungen berücksichtigen und in Richtung Anpassungsmaßnahmen geeignete Antworten finden. Es gilt auch den zukünftigen Stadtbewohnern ein bioklimatisch akzeptables Stadtklima und damit die Grundlage für Wohlbefinden und Gesundheit zu gewährleisten. Städte sind zudem Großemittenten von Treibhausgasen. Veränderungen in Städten sollten sich daher auch die Reduktion von zentralen Treibhausgasemissionen zur Aufgabe machen. Eine zielgerichtete Einbeziehung der stadtklimatologischen Fragestellungen in stadtplanerische Aktivitäten und Klimaanpassungsmaßnahmen verlangt ein grundlegendes Verständnis der unterliegenden Prozesse und Wirkungsmechanismen. Die Gründe für die klimatologischen Besonderheiten liegen in der Bebauungsstruktur, der Flächenversiegelung, im geringen Vegetationsbestand, den wenigen offenen Wasserflächen sowie in einer Vielzahl unterschiedlicher Emittenten aus Verkehr, Haushalt, Industrie und Gewerbe. Das Seminar wird sich in seinem inhaltlichen Teil und auch in den Projektgruppen den oben angesprochenen Projektfeldern in unterschiedlicher Tiefe widmen. Es wird dabei eine Balance zwischen Informationsbereitstellung durch vorlesungsähnliche Impulsbeiträge und eigener Recherche der Projektgruppen angestrebt.