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Veranstaltungen von Dr. phil Annett Röper-Steinhauer


Lehrveranstaltungen

Vom Umgang mit Bildern - Kunstgeschichte als interdisziplinäre Wissenschaft (Gruppe 2) (Seminar)

Dozent/in: Annett Röper-Steinhauer

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 12:15 - 13:45 | 18.10.2021 - 04.02.2022 | C 40.146

Inhalt: In den letzten Jahrzehnten sind in den Geschichts- und Kulturwissenschaften zunehmend neue Forschungsgebiete erschlossen worden, wie die Geschichte der Mentalitäten und der materiellen Kultur, die Geschichte der Kindheit, der Emotionen oder aber die Erforschung einer geschlechtsspezifischen Geschichte (Gender Studies), um nur einige zu nennen. Aktuelle Problemstellungen werden dabei in der Forschung reflektiert; so haben beispielsweise in jüngster Zeit Wissenschaftler*innen verschiedener Fachrichtungen verstärkt begonnen, sich mit dem Konzept von Rasse in früheren Epochen zu beschäftigen. Die Kunstgeschichte ist an diesen neuen Forschungsansätzen beteiligt und Werke der bildenden Kunst sind für viele Nachbardisziplinen in ihrer Eigenschaft als Quellen interessant. Den Kunstwerken werden zunehmend neue Fragen gestellt, deren Beantwortung nicht nur Interessantes im Hinblick auf die Werke selbst zutage fördert, sondern oftmals dazu beiträgt, größere Zusammenhänge freizulegen. Bereits Aby Warburg konstatierte, Bildwerke, und gerade auch solche, die keinen augenfälligen historischen Bezug aufweisen, seien immer auch ein Zeugnis der (Kultur)Geschichte und bärgen daher aufschlussreiche Auskünfte zur Epoche ihrer Entstehung. Wie aber gelingt es, die im Werk verborgenen Informationen freizulegen? Hierzu bedarf es konkreter Methoden, die im vergangenen Jahrhundert erarbeitet und unter Berücksichtigung unterschiedlicher Blickwinkel (auch fachspezifischer Art – z.B. soziologisch, feministisch, marxistisch usw.) kontinuierlich geschärft worden sind. Wie schriftliche Quellen müssen auch Bilder einer Quellenkritik unterzogen und ihre Verwertbarkeit als Quelle festgestellt werden. Um das Werk zu kontextualisieren, ist eine Kenntnis der kunsthistorischen, gesellschaftlichen, politischen und philosophischen Gegebenheiten der Entstehungszeit vonnöten, die wiederum eine Beschäftigung mit schriftlichen Quellen erfordert. Die Arbeit mit Bildwerken ist dadurch zwangsläufig interdisziplinär angelegt. Darüber hinaus wird das Werk nicht nur „statisch“ in seiner Entstehungszeit betrachtet, vielmehr ist auch der Wandel seiner Rezeption sowie die Erforschung seiner Provenienz für die Wissenschaft von großem Interesse.

Vom Umgang mit Bildern - Kunstgeschichte als interdisziplinäre Wissenschaft (Gruppe 1) (Seminar)

Dozent/in: Annett Röper-Steinhauer

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 08:15 - 09:45 | 18.10.2021 - 04.02.2022 | C 40.146

Inhalt: In den letzten Jahrzehnten sind in den Geschichts- und Kulturwissenschaften zunehmend neue Forschungsgebiete erschlossen worden, wie die Geschichte der Mentalitäten und der materiellen Kultur, die Geschichte der Kindheit, der Emotionen oder aber die Erforschung einer geschlechtsspezifischen Geschichte (Gender Studies), um nur einige zu nennen. Aktuelle Problemstellungen werden dabei in der Forschung reflektiert; so haben beispielsweise in jüngster Zeit Wissenschaftler*innen verschiedener Fachrichtungen verstärkt begonnen, sich mit dem Konzept von Rasse in früheren Epochen zu beschäftigen. Die Kunstgeschichte ist an diesen neuen Forschungsansätzen beteiligt und Werke der bildenden Kunst sind für viele Nachbardisziplinen in ihrer Eigenschaft als Quellen interessant. Den Kunstwerken werden zunehmend neue Fragen gestellt, deren Beantwortung nicht nur Interessantes im Hinblick auf die Werke selbst zutage fördert, sondern oftmals dazu beiträgt, größere Zusammenhänge freizulegen. Bereits Aby Warburg konstatierte, Bildwerke, und gerade auch solche, die keinen augenfälligen historischen Bezug aufweisen, seien immer auch ein Zeugnis der (Kultur)Geschichte und bärgen daher aufschlussreiche Auskünfte zur Epoche ihrer Entstehung. Wie aber gelingt es, die im Werk verborgenen Informationen freizulegen? Hierzu bedarf es konkreter Methoden, die im vergangenen Jahrhundert erarbeitet und unter Berücksichtigung unterschiedlicher Blickwinkel (auch fachspezifischer Art – z.B. soziologisch, feministisch, marxistisch usw.) kontinuierlich geschärft worden sind. Wie schriftliche Quellen müssen auch Bilder einer Quellenkritik unterzogen und ihre Verwertbarkeit als Quelle festgestellt werden. Um das Werk zu kontextualisieren, ist eine Kenntnis der kunsthistorischen, gesellschaftlichen, politischen und philosophischen Gegebenheiten der Entstehungszeit vonnöten, die wiederum eine Beschäftigung mit schriftlichen Quellen erfordert. Die Arbeit mit Bildwerken ist dadurch zwangsläufig interdisziplinär angelegt. Darüber hinaus wird das Werk nicht nur „statisch“ in seiner Entstehungszeit betrachtet, vielmehr ist auch der Wandel seiner Rezeption sowie die Erforschung seiner Provenienz für die Wissenschaft von großem Interesse.