Vorlesungsverzeichnis

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Veranstaltungen von Dr. phil Annett Röper-Steinhauer


Lehrveranstaltungen

Japan in Deutschland (Studierendengruppe aus Hosei) (Seminar)

Dozent/in: Annett Röper-Steinhauer, Anja Stegert

Termin:
wöchentlich | Freitag | 10:15 - 11:45 | 17.10.2022 - 03.02.2023 | C 5.325

Inhalt: Japan in Deutschland: Wie wird japanische Kunst und Kultur in Deutschland ausgestellt und wahrgenommen? Teezeremonie, Farbholzschnitt, Porzellan, Bento Box, Mangas und Mode...japanische Kunst und Kultur ist in deutschen Museen in vielfältigen Formen gegenwärtig. Seit wann besteht dieses Interesse an japanischer Kunst, wer hat die Werke gesammelt und wie werden sie präsentiert? Wie hat dieses Interesse an ostasiatischer Kultur gewirkt und wie hat sich im Laufe der Zeit ihre Rezeption gewandelt? Dies sind einige der Fragen, denen wir in diesem Seminar nachgehen werden. Im Verlauf des Seminars sind zwei Exkursionen geplant: Der Besuch des Museums für Asiatische Kunst im Humboldt Forum Berlin, sowie der Sammlung Ostasien im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg. Als Prüfungsleistung fertigen die Teilnehmenden zwei schriftliche Exkursionsberichte an. Außerdem werden die Exkursionen von den Studierenden fotografisch dokumentiert und die Fotos abschließend hochschulöffentlich in einer Ausstellung präsentiert.

Vom Umgang mit Bildern - Kunstgeschichte als interdisziplinäre Wissenschaft (Seminar)

Dozent/in: Annett Röper-Steinhauer

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 16:15 - 17:45 | 17.10.2022 - 03.02.2023 | C 14.201 | C 14.201
Einzeltermin | Di, 17.01.2023, 18:15 - Di, 17.01.2023, 19:45 | C 14.201 | C 14.201
Einzeltermin | Di, 24.01.2023, 18:15 - Di, 24.01.2023, 19:45 | C 14.201 | C 14.201

Inhalt: In den letzten Jahrzehnten sind in den Geschichts- und Kulturwissenschaften zunehmend neue Forschungsgebiete erschlossen worden, wie die Geschichte der Mentalitäten und der materiellen Kultur, die Geschichte der Kindheit, der Emotionen oder aber die Erforschung einer geschlechtsspezifischen Geschichte (Gender Studies), um nur einige zu nennen. Aktuelle Problemstellungen werden dabei in der Forschung reflektiert; so haben beispielsweise in jüngster Zeit Wissenschaftler*innen verschiedener Fachrichtungen verstärkt begonnen, sich mit dem Konzept von Rasse in früheren Epochen zu beschäftigen. Die Kunstgeschichte ist an diesen neuen Forschungsansätzen beteiligt und Werke der bildenden Kunst sind für viele Nachbardisziplinen in ihrer Eigenschaft als Quellen interessant. Den Kunstwerken werden zunehmend neue Fragen gestellt, deren Beantwortung nicht nur Interessantes im Hinblick auf die Werke selbst zutage fördert, sondern oftmals dazu beiträgt, größere Zusammenhänge freizulegen. Bereits Aby Warburg konstatierte, Bildwerke, und gerade auch solche, die keinen augenfälligen historischen Bezug aufweisen, seien immer auch ein Zeugnis der (Kultur)Geschichte und bärgen daher aufschlussreiche Auskünfte zur Epoche ihrer Entstehung. Wie aber gelingt es, die im Werk verborgenen Informationen freizulegen? Hierzu bedarf es konkreter Methoden, die im vergangenen Jahrhundert erarbeitet und unter Berücksichtigung unterschiedlicher Blickwinkel (auch fachspezifischer Art – z.B. soziologisch, feministisch, marxistisch usw.) kontinuierlich geschärft worden sind. Wie schriftliche Quellen müssen auch Bilder einer Quellenkritik unterzogen und ihre Verwertbarkeit als Quelle festgestellt werden. Um das Werk zu kontextualisieren, ist eine Kenntnis der kunsthistorischen, gesellschaftlichen, politischen und philosophischen Gegebenheiten der Entstehungszeit vonnöten, die wiederum eine Beschäftigung mit schriftlichen Quellen erfordert. Die Arbeit mit Bildwerken ist dadurch zwangsläufig interdisziplinär angelegt. Darüber hinaus wird das Werk nicht nur „statisch“ in seiner Entstehungszeit betrachtet, vielmehr ist auch der Wandel seiner Rezeption sowie die Erforschung seiner Provenienz für die Wissenschaft von großem Interesse.