Vorlesungsverzeichnis

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Veranstaltungen von Manouchehr Shamsrizi


Lehrveranstaltungen

Gaming als Arena der Außen- und Sicherheitspolitik in Zeiten des dritten Systemwettbewerbs (Seminar)

Dozent/in: Manouchehr Shamsrizi

Termin:
Einzeltermin | Sa, 29.10.2022, 10:00 - Sa, 29.10.2022, 16:00 | C 12.112 | .
Einzeltermin | So, 30.10.2022, 10:00 - So, 30.10.2022, 16:00 | C 12.112 | .
Einzeltermin | Sa, 05.11.2022, 10:00 - Sa, 05.11.2022, 16:00 | C 12.006 | .
Einzeltermin | So, 06.11.2022, 10:00 - So, 06.11.2022, 16:00 | C 12.006 | .
Einzeltermin | Sa, 14.01.2023, 10:00 - Sa, 14.01.2023, 16:00 | C 12.112 | .
Einzeltermin | So, 15.01.2023, 10:00 - So, 15.01.2023, 16:00 | C 12.112 | .
Einzeltermin | Sa, 21.01.2023, 10:00 - Sa, 21.01.2023, 16:00 | C 12.112 | .
Einzeltermin | So, 22.01.2023, 10:00 - So, 22.01.2023, 16:00 | C 12.112 | .

Inhalt: "Mit knapp drei Milliarden Konsument:innen sind Videospiele das meistgenutzte Kulturmedium weltweit. Und das am stärksten unterschätzte. Games vermitteln politische Narrative und Botschaften interaktiver als jedes andere Medium; Spieler:innen entscheiden selbst über das Schicksal ganzer Nationen und Welten, teils mit engem Bezug zur Realität. Dennoch sind Videospiele selten Thema im öffentlichen Diskurs, ihr Status als Kulturmedium ist immer noch umstritten und in das Blickfeld der deutschen Außenkulturpolitik geraten sie erst seit Kurzem." - Institut für Auslandsbeziehungen, 2021 Videospiele sind in Zeiten der Digitalen Transformation auch weit über verwandte Branchen hinaus ein zentraler Innovationstreiber und Wirtschaftsfaktor: Künstliche Intelligenz, Quantum Computing, Virtual Reality, Blockchain und viele weitere Technologien werden von der Videospielindustrie/-community seit vielen Jahren vorangetrieben oder entspringen ihr sogar ursprünglich. Dieser Impact, in Verbindung mit der Reichweite der vermittelten Narrative, macht Videospiele aber nicht nur kultur- und innovationspolitisch interessant, sondern birgt sowohl Chancen als auch Risiken für die Sicherheits- und Außenpolitik. Gemeinsam mit Expert:innen aus der Gaming-Industrie und aus der außen-/sicherheitspolitischen Community (u.a. AA) sowie Gastdozierenden aus verschiedenen Disziplinen problematisieren die Studierenden (hoch)aktuelle Herausforderungen im Umgang mit der meistgenutzten Kulturtechnik unserer Zeit, des Gamings, in Zeiten des Systemwettbewerbs zwischen Demokratie(n) und Autokratien.

Gerechtigkeit und Gesellschaft in Zeiten der Simulationshypothese und des Metaverse (Seminar)

Dozent/in: Manouchehr Shamsrizi

Termin:
Einzeltermin | Sa, 05.11.2022, 10:15 - Sa, 05.11.2022, 15:45 | C 12.001
Einzeltermin | Sa, 19.11.2022, 10:15 - Sa, 19.11.2022, 13:45 | C 12.001
Einzeltermin | Sa, 03.12.2022, 10:15 - Sa, 03.12.2022, 13:45 | C 12.001
Einzeltermin | Sa, 17.12.2022, 10:15 - Sa, 17.12.2022, 13:45 | C 12.001
Einzeltermin | Sa, 14.01.2023, 10:15 - Sa, 14.01.2023, 15:45 | C 12.001

Inhalt: In der interdisziplinären Nachbarschaft von Natur- und Geisteswissenschaften entwickelte sich in den letzten zwei Jahrzehnten ein reger Diskurs, dessen Konsequenzen für Theorie und unser alltägliches Leben weitreichend sein können: Angestoßen insbesondere durch einen gleichnamigen Beitrag des Philosophen Nick Bostrom (University of Oxford) sowie zuletzt durch die "Reality+"-These von David J. Chalmers (Professor of Philosophy and Neural Science, NYU) beschäftigen sich Quantenphysiker, Erkenntnis- und Wissenschaftstheoretiker, Kulturwissenschaftler und viele mehr mit der Frage: "Are You Living in a Computer Simulation?". Erst seit Kurzem allerdings entwickeln sich auch moralphilosophische Positionen zu den möglichen Antworten auf diese Frage, die sich oft auf weitere gegenwärtige Debatten - wie beispielsweise die Untersuchung von "nichtmenschlichen Personen" in der Tierethik - beziehen. In einem "interdisziplinären Wagnis hart an der Grenze der Kompetenzüberschreitung" (wie der Systemtheoretiker Dirk Baecker es für den Umgang mit solchen disziplinübergreifenden Fragen fordert) soll in diesem Seminar das Simulationsargument erarbeitet und u.a. technikphilosophisch umfassend kritisch betrachtet werden, um dann auf Basis insbesondere der Gerechtigkeitstheorie von John Rawls zu vertretbaren Positionen gegenüber den möglichen Antworten auf das Simulationsargument zu gelangen. Transdisziplinäre Rückbezüge sind insbesondere zum jungen Phänomen der Videospiele angelegt, die schon als bedeutendste Kulturtechnik unserer Zeit beschrieben wurden und zu deren Wesenskern die Simulation von Realitäten gehört, sowie zu den SDGs und "our moral obligation to help it to be reached" (Jeffrey Sachs).