Vorlesungsverzeichnis

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Veranstaltungen von Dr. phil. Daniel J. Masch


Lehrveranstaltungen

Autonomie der Persönlichkeit durch lebenslanges Lernen (Seminar)

Dozent/in: Daniel J. Masch

Termin:
wöchentlich | Montag | 12:15 - 13:45 | 17.10.2022 - 30.01.2023 | C 12.013

Inhalt: Die autonome Person verfügt laut Eric Berne über die drei Eigenschaften Bewusstheit, Spontanität und Intimität. Dies bedeutet, dass sie in der Lage ist Selbstreflexivität zu nutzen, um Gefühle, Denken und Verhalten im situativen Moment unabhängig von früheren Verletzungen und Denkmustern zu steuern. Sie ist in der Lage im gegenwärtigen Moment zu handeln und kann anderen vertrauen und sich auf Kooperation einlassen. Auf diese Weise wird ein selbstbestimmtes Leben möglich, das nicht assoziativ nach immer wieder reproduzierten Verhaltensroutinen funktioniert. Die Persönlichkeit wird autonom und weniger durch Reize aus der Umwelt beeinflusst. Die autonome Persönlichkeit ist resilient und kann die individuellen Ressourcen konstruktiv nutzen. Damit ist sie das Ziel gelungener Bildungsprozesse.

3. Semester - Sozialisationsprozesse professionell begleiten (alle Fächer, GHR) (Seminar)

Dozent/in: Daniel J. Masch

Termin:
14-täglich | Montag | 14:15 - 15:45 | 24.10.2022 - 30.01.2023 | C 7.319 / Aufzug außer Betrieb! Erneuerung der Aufzugsanlage 14.11.-16.12.2022 | Beginn 2. Vorlesungswoche

Inhalt: Inhaltlich werden unterschiedliche Aspekte privater und schulischer Sozialisation bearbeitet und anhand unterschiedlicher Modelle theoretisch diskutiert. Einen Schwerpunkt bilden die individualpsychologischen Modelle der Transaktionsanalyse. Unterschiedliche Dynamiken und Prozesse werden bezüglich sozialer Motive und Beziehungsmuster näher untersucht und auf potenzielle und prototypische Problemstellungen hin analysiert. Betrachtet werden auch effektive Strategien und Arten produktiver und respektvoller Intervention von Sozialisationsprozessen bei Schüler*innen und Lehrenden. Unterschiedliche praktische Übungen und interaktive Methoden ermöglichen ein direktes Erfahren und Umsetzen der erarbeiteten Modelle zur Analyse menschlicher Interaktion. Auf diese Weise zeigen sich produktive, respektvolle und zielorientierte Verhaltensweisen in Bezug auf unterschiedliche Formen der Schüler-Lehrer-Beziehung. Im Fokus des Seminars steht die Frage, wie Lernen über meine Person und meine Umwelt zu resilienten und gestärkten Persönlichkeiten führen kann. Dabei wollen wir betrachten, welche Rolle schulbezogene Sozialisationsprozesse spielen und wie diese positiv beeinflusst werden können. Gemeinsam werden die notwendigen theoretischen und praktischen Zugänge erarbeitet und durch geeignete Methoden zur Erforschung ergänzt. Exemplarische Forschungsfragen: - Welchen Effekt hat die Schüler*innen-Lehrenden-Beziehung auf Resilienz? - Wie wirken sich unterschiedliche Formen von Lob auf das Selbstbild einer Person aus? - Welche sozialen Motive beeinflussen die Schüler*innen-Lehrenden-Beziehung? - Was sind Merkmale gelungener Schüler*innen-Lehrenden-Beziehungen? - Wie können destruktive Anteile bisheriger Sozialisation abgelegt oder umgelernt werden? - Wie groß ist der Einfluss des Elternhauses im Vergleich zur schulischen Sozialisation? Mögliche Forschungsmethoden: Ausgeschlossen ist erstmal keine wissenschaftlich fundierte Forschungstechnik. Denkbar wären z.B. - Videographie und qualitative Inhaltsanalyse - Beobachtung und methodisch gesteuerte Auswertung - Fragebogenstudien oder Interviewstudien mit Lehrkräften und/oder Schüler*innen