Vorlesungsverzeichnis
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Veranstaltungen von Prof. Dr. Lynn Rother
Lehrveranstaltungen
“Den Osten” im Westen sammeln: Kunst aus der DDR in der Sammlung der Berliner Volksbank (Seminar)
Dozent/in: Lynn Rother
Termin:
Einzeltermin | Fr, 10.04.2026, 14:15 - Fr, 10.04.2026, 15:45 | C 40.220 Seminarraum
Einzeltermin | Fr, 24.04.2026, 14:15 - Fr, 24.04.2026, 15:45 | Online-Veranstaltung | digital
Einzeltermin | Fr, 12.06.2026, 14:15 - Fr, 12.06.2026, 15:45 | Online-Veranstaltung | digital
Einzeltermin | Mi, 15.07.2026, 14:00 - Mi, 15.07.2026, 18:00 | extern | Berlin
Einzeltermin | Do, 16.07.2026, 10:00 - Do, 16.07.2026, 20:00 | extern | Berlin
Einzeltermin | Fr, 17.07.2026, 10:00 - Fr, 17.07.2026, 18:00 | extern | Berlin
Inhalt: Als deutsch-deutscher Bilderstreit werden jene kunsthistorischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzungen bezeichnet, die seit der Wiedervereinigung 1990 wiederholt über die Bewertung und den Umgang mit Kunst aus der DDR entflammen. Auslöser sind häufig kuratorische Entscheidungen, insbesondere das (Nicht-)Ausstellen staatlich geförderter Kunst, die pauschal als regimetreue Staatskunst und als Instrument sozialistischer Propaganda eingestuft wird. In dieser Logik erscheint allein das Werk oppositioneller oder inoffizieller Kunstschaffender als „freie“ Kunst, die es verdiene, gezeigt, gesammelt und kritisch gewürdigt zu werden. Demgegenüber steht – vor allem im Osten Deutschlands – das Bestreben, das künstlerische Schaffen der DDR in seiner ganzen Breite anzuerkennen: von offizieller, an staatlichen Vorgaben orientierter Kunst bis hin zu autonomen, kritischen und dissidentischen Positionen. Zugleich hat sich der Blick insgesamt deutlich differenziert; Forschung und Ausstellungen widmen sich zunehmend der Vielfalt dieser Kunstproduktion und lösen sich von stark polarisierenden Zuschreibungen. Während der deutsch-deutschen Teilung gab es jedoch nur wenige Kritiker*innen, Kunsthändler*innen und Sammler*innen in Westdeutschland, die sich überhaupt mit der Kunst aus der DDR beschäftigt haben. Vor diesem Hintergrund ist es umso bemerkenswerter, dass die Grundkreditbank in West-Berlin bereits 1985 mit dem Aufbau einer Sammlung begann, die einen starken Fokus auf Kunst aus der DDR hatte und heute mit rund 1.500 Werken Teil der genossenschaftlich organisierten Berliner Volksbank ist. Diese Sammlung bietet eine außergewöhnliche Grundlage, um die zeitgenössische Rezeption einzelner künstlerischer Positionen zu rekonstruieren und die wechselvolle Bewertungsgeschichte der Kunst aus der DDR mit Blick auf das politische Umfeld sowie auf Genderaspekte zu erforschen. Organisatorisches: Das Seminar ist ein Kooperationsseminar mit dem kuratorischen Team der Stiftung Kunstforum der Berliner Volksbank gGmbH und wird vom 15. - 17. Juli 2026 in ihren Räumlichkeiten in Berlin stattfinden (davor online zur Vorbereitung). Das Programm wird außerdem gezielte Führungen in Depots und Ausstellungsräumen in Berlin und Potsdam enthalten und es werden in der Sammlung vertretene Künstler*innen und andere Zeitzeug*innen zum Gespräch eingeladen.
- Masterprogramm Cultural Studies: Culture and Organization - Wahlbereich - Praxisfeld Künste, Museen, Archive
- Masterprogramm Kulturwissenschaften: Kritik der Gegenwart - Künste, Theorie, Geschichte - Wahlbereich - Praxisfeld Künste, Museen, Archive
- Masterprogramm Kulturwissenschaften: Medien und Digitale Kulturen - Wahlbereich - Praxisfeld Künste, Museen, Archive
The Paper Trail: Exhibiting Complex Histories (Seminar)
Dozent/in: Lynn Rother
Termin:
Einzeltermin | Fr, 10.04.2026, 12:15 - Fr, 10.04.2026, 13:45 | C 40.153 Seminarraum
Einzeltermin | Fr, 17.04.2026, 10:15 - Fr, 17.04.2026, 17:45 | C 40.146 Seminarraum
Einzeltermin | Fr, 15.05.2026, 10:15 - Fr, 15.05.2026, 17:45 | C 40.146 Seminarraum
Einzeltermin | Fr, 26.06.2026, 10:15 - Fr, 26.06.2026, 17:45 | C 40.146 Seminarraum
Einzeltermin | Fr, 10.07.2026, 10:15 - Fr, 10.07.2026, 17:45 | C 40.146 Seminarraum
Vorlesung: Einführung in die Kunstgeschichte als Kulturwissenschaft (Seminar)
Dozent/in: Susanne Leeb, Lynn Rother, Vera-Simone Schulz, Beate Söntgen, Jordan Troeller, Ulf Wuggenig
Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 16:15 - 17:45 | 06.04.2026 - 10.07.2026 | C HS 4
Inhalt: Diese Vorlesungsreihe vermittelt Grundlagen einer kulturwissenschaftlich ausgerichteten Kunstgeschichte der Moderne und der zeitgenössischen Kunst. Studierende werden vertraut gemacht mit Kunstwerken und Fragen, Themenfeldern und Diskussionen, die die Kunst seit der Moderne bis heute bestimmen. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie Kunst an gesellschaftlichen Problemlagen beteiligt ist. Einerseits greift Kunst in gesellschaftliche Zusammenhänge ein oder verhält sich dazu. Wir verstehen Kunstwerke als materiell-intellektuelle Artikulationen und Einlassungen in eine zeithistorische wie künstlerische Problemstellung. Anderseits wird sie von einer jeweiligen historischen Situiertheit und einem sozialen Kontext mitbestimmt. In der Vorlesung tragen wir daher in der Diskussion einzelner Arbeiten nicht nur ihrer spezifischen Materialtiät, Ikonographie, möglichen Aussagen und der (Post-)Medialität Rechnung, sondern immer auch den Kontexten, in denen Kunstwerke stehen. Insofern sind die institutionellen Rahmenbedingungen ebenfalls Teil von Kunst und visueller Kultur. Diese Herangehensweise hat Einfluss auf die kunsthistorische Methodik. Der gesellschaftliche (institutionelle, soziale, geschlechtsspezifische, politische) Umgang mit Kunst und visueller Kultur wird ebenso thematisiert, wie die Fragen, die ein Kunstwerk oder ein Artefakt der visuellen Kultur aufwerfen. Die Vorlesung ist entsprechend eher nach Themen und Fragestellungen gegliedert, u.a. Genderfragen, ökonomische Rahmenbedingungen und Mechanismen des Kunstmarktes, Ausbildungsformen der Kunst, Raub und Restitution, Ökologie, Kunst und Arbeit u.v.a. Insgesamt richtet sich die Vorlesung aus an einer transkulturellen Kunstwissenschaft, die der Tatsache Rechnung trägt, dass gerade Kunst und visuelle Kultur auch Dokumente und Künstler*innen und Kulturproduzent*innen auch Akteure einer reichhaltigen Verflechtungsgeschichte sind, die sowohl emanzipatorisch (etwa der Internationalismus der 1920er Jahre, Migrationsgeschichten) als auch gewaltförmig sein kann (Kolonialismus, Weltkriege etc.).
- Leuphana Bachelor - Major Kulturwissenschaften (bis Studienbeginn WiSe 22/23) - Einführung in die Kunstwissenschaft als Kulturwissenschaft
- Leuphana Bachelor - Major Kulturwissenschaften (ab Studienbeginn WiSe 23/24) - Einführung in die Kunstwissenschaft als Kulturwissenschaft
- Lehren und Lernen - Unterrichtsfach Kunst - Kunst- und Bildwissenschaft I