Vorlesungsverzeichnis

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Lehrveranstaltungen

Hamburger Gegenwartstheater (Deu 201) (Seminar)

Dozent/in: Marlene Meuer

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 10:15 - 11:45 | 14.10.2019 - 31.01.2020 | C 12.010

Inhalt: Dieses Seminar bietet anhand des Hamburger Gegenwartstheaters eine Einführung sowohl in die Geschichte und Theorie des Dramas als auch in die Theaterwissenschaft. Nach den ersten Sitzungen, in denen wir uns mit den Grundlagen der Dramentheorie, der Gattungspoetik, der Theatergeschichte und den Fragestellungen der Theaterwissenschaft vertraut gemacht haben werden, werden wir unser theoretisches Wissen an bis zu vier konkreten Beispielen aus der aktuellen Hamburger Theaterszene erproben. Denn die Hamburger Theaterlandschaft gehört zu den vielseitigsten und lebendigsten in Deutschland und bietet sowohl junge experimentelle Bühnen als auch etablierte, europaweit bekannte Traditionstheater. Wir suchen uns drei bis vier Stücke aus, mit denen wir uns genauer beschäftigen möchten und die wir sowohl im Hinblick auf die Textvorlage als auch auf die theatrale Inszenierung hin eingehender analysieren möchten. Neben dem spannungsreichen Verhältnis von Drama (Textvorlage) vs. Theater (Inszenierung) fragen wir auch nach der Ästhetik der Gegenwart: Welche Stücke werden für das gegenwärtige Publikum geschrieben? Welche Klassiker werden ausgewählt und wie werden diese inszeniert? Was sind die Themen, welche die Theaterinstitutionen verhandeln möchten? Und wie ist die ästhetische Formsprache der Gegenwart?

Kleine Geschichte(n) der deutschsprachigen Literatur - 1765-1901 (Vorlesung)

Dozent/in: Ulrike Steierwald

Termin:
wöchentlich | Mittwoch | 12:15 - 13:45 | 14.10.2019 - 31.01.2020 | C HS 3 (Umbau HS-Gang bis 31.12.22) S. Kommentar

Inhalt: VORLESUNG, die die Entstehungs- und Rezeptionsbedingungen deutschsprachiger Literatur in der Kulturgeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts anhand einzelner Geschichten veranschaulicht und Fragen der Ereignis- wie Epochengeschichte reflektiert.

Literaturen des Bösen (Deu 201) (Seminar)

Dozent/in: Ulrike Steierwald

Termin:
wöchentlich | Montag | 12:15 - 13:45 | 14.10.2019 - 31.01.2020 | C 12.111
Einzeltermin | Mo, 03.02.2020, 09:15 - Mo, 03.02.2020, 16:00 | C HS 5 | Modulprüfung

Inhalt: "Was ist das, was in uns lügt, hurt, stiehlt und mordet?" fragt Danton in Georg Büchners 1835 erschienenem Drama. Die in diesem Seminar zu lesenden Texte beantworten diese Frage nicht, sondern kreisen um die Verweigerungen des Unsäglichen und sprachlich Fassbaren. „Das Böse“ ist in weiten Teilen der Geschichte der Literatur durchaus noch ganz "in uns" und nicht als fiktionale Projektionsfiguren externalisiert - also nicht gebannt. Es sind "Literaturen des Bösen", es ist keine Literatur über das Böse. Philosophische, historische wie aktuelle Auseinandersetzungen mit diesem Phänomen (Arendt, Stagneth, Ricoeur, Eagelton u.a.) flankieren die Lektüre ausgewählter Texte.

TYLL (Deu 201) (Seminar)

Dozent/in: Ulrike Steierwald

Termin:
wöchentlich | Mittwoch | 10:15 - 11:45 | 14.10.2019 - 31.01.2020 | C 12.013
Einzeltermin | Mi, 29.01.2020, 14:15 - Mi, 29.01.2020, 18:00 | C 40.154 | Modulprüfung

Inhalt: Wer oder was ist TYLL? In der historischen wie literarischen Überlieferung ist es die spätmittelalterliche Figur des Narren, der es vermag, das Denken auf der Grenze zwischen Weisheit und Wahnsinn im künstlerischen Seiltanz zur Schaustellung, zu sprachlicher Darstellung, zu bringen. TYLL lautet auch der Titel eines 2017 erschienenen Romans von Daniel Kehlmann. Dabei verkörpert die Gestalt des Ulenspiegel in Kehlmanns Roman die geradezu unheimliche künstlerische, kreative Macht einer radikal auf sich selbst verwiesenen Existenz. Mit dieser "Neuerfindung einer legendären Figur" (Klappentext des Fischer-Verlages) brechen Fragen auf, die weit über diesen einzelnen Text hinausgehen:

Was ist Literatur? Warum Literatur? (Deu 201) (Seminar)

Dozent/in: Christine von Müller

Termin:
14-täglich | Mittwoch | 14:00 - 17:00 | 23.10.2019 - 31.01.2020 | C 12.013 | Beginn: 2. Semesterwoche

Inhalt: Was ist Literatur? Warum Literatur? Darauf können natürlich keine eindeutigen Antworten gefunden, sondern eben nur von komplexen methodologischen, kulturhistorischen und weiteren aus dem Seminargespräch heraus entwickelten Fragestellungen das weite Spektrum der Literatur erfasst werden. Wie kommt der Mensch zum Schreiben von fiktiven Geschichten? Wie kommt man aus einem sozialen Hintergrund ohne kulturelle Vorbildung (wie z. B. Winkelmann und Eckermann, 18. Jahrhundert) zur kulturellen Praxis und enger noch, zum Schreiben von Literatur? Und mehr noch: Was haben wir Rezipienten von Literatur davon, sie zu lesen und mit ihr umzugehen? Diese Frage stellt sich bis in die Moderne hinein - mit besonderem Blick z. B. auf Marcia Bodrozic und ihre Essays zum Körper und zum Feminismus, Hubert Fichte und seine literarischen Texte und Elfriede Jelinek und Ihr Werk oder auch Vorlesung des Nobelpreisträgers Kazuo Ishiguro 2017. Warum sind uns noch heute in Sagen und Tragödien überlieferte Helden der Antike bekannt, ebenso wie z. B. die Stücke von Shakespeare, die Gestalten Gretchen und Faust, Don Quichote und Robinson Crusoe? Damit tun sich mehrere Themenkreise auf, nämlich die Frage nach dem Mythos, nach dem Begriff der Weltliteratur und die Frage nach einem Literaturkanon. So ist auch die Frage, welche literarischen Ansprüche hinter der Literaturkritik und Zensur von Lessing bis heute, anhand von ausgewählten Beispielen deutlich werden, unbedingt zu bearbeiten.