Vorlesungsverzeichnis

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Veranstaltungen von Prof. Dr. Ulrike Steierwald


Lehrveranstaltungen

Die Moderne(n) der deutschsprachigen Literaturgeschichte (Deu 201) (Vorlesung)

Dozent/in: Ulrike Steierwald

Termin:
wöchentlich | Mittwoch | 12:15 - 13:45 | 12.10.2020 - 29.01.2021 | Online-Lehre | online

Inhalt: Heute, am Ende der kulturgeschichtlich so überschaubaren "Gutenberggalaxis", in der absehbaren Endlichkeit des Anthropozän und nach der unhintergehbaren Grenzziehung des säkularisierten Bewusstseins, ist die als "Moderne" sich verstehende Geschichte eines der besten systematisch-wissenschaftlichen Beschreibungsinstrumente des europäischen, neuzeitlichen Denkens. In dieser Vorlesung werden dabei die Entstehungs- und Rezeptionsbedingungen deutschsprachiger Literatur in der Kulturgeschichte des 16. bis 19. Jahrhunderts anhand einzelner Geschichten veranschaulicht und dabei insbesondere Fragen nach dem Anspruch des Innovativen, Neuen, Progressiven und Revolutionären reflektiert.

1. Kulturen der Unordnung (Deutsch, Englisch, Kunst, Musik, Religion, BiWi, GHR) (Seminar)

Dozent/in: Ulrike Steierwald

Termin:
wöchentlich | Montag | 16:15 - 17:45 | 12.10.2020 - 29.01.2021 | C 14.001 | Präsenz

Inhalt: "Ohne Ordnung ist Abweichung nicht zu denken. Und ohne Abweichung ist nichts Neues zu denken. Jede Innovation braucht Ordnung und Abweichung gleichermaßen." (Michael Lentz) Spätestens seit Michel Foucaults „Die Ordnung der Dinge“ wissen wir, dass jede Kultur über die Wirksamkeit der sie formierenden Machtgesetze analysiert werden kann. Die sehr offensichtlich Form, Struktur, Orientierung, Sozialisation und Kontrollierbarkeit stiftenden Kulturen der „Bildung“ sind ohne die wirkungsmächtigen Imaginationen der „Un-Ordnung“ nicht denkbar. In diesem Modul stehen Repräsentationen und Projektionen von Störung, Destabilisierung und Dysfunktionalität im Mittelpunkt. Das Projektband macht bewusst ein breites wie methodisch präzis definiertes Feld von Forschungsfragen auf, um den Studierenden die Möglichkeit zu geben, selbständig einen themen- und forschungsspezifischen Ansatz zu entwickeln. Ein Transfer der wissenschaftlich fundierten Fragestellungen auf Beobachtungs- und Handlungsfelder der Schulpraxis ist möglich aber nicht notwendig. Eine Vermischung der im Modul entwickelten Forschungsfragen mit Projektarbeiten während der Praxisphase des Masterstudiengangs ist nicht vorgesehen.

Theatralität (Deu 350) (Übung)

Dozent/in: Ulrike Steierwald

Termin:
14-täglich | Montag | 12:15 - 13:45 | 19.10.2020 - 29.01.2021 | C 12.010 | Beginnt in der 2. Semesterwoche

Inhalt: In der Übung zum Seminar "Theatralität" transformieren Sie selbständig einzelne Szenen des Trauerspiels „Emilia Galotti“ (Lessing) in ein theatrales Aufführungskonzept. Der gemeinsame Besuch einer Inszenierung des Dramas im Theater Lüneburg rundet das Modul ab.

Theatralität (Deu 350) (Seminar)

Dozent/in: Ulrike Steierwald

Termin:
wöchentlich | Montag | 10:15 - 11:45 | 12.10.2020 - 29.01.2021 | C 12.108

Inhalt: "Theatralität" ist eine kulturwissenschaftliche Beschreibungskategorie für künstlerische, aber auch soziale Praktiken der Zurschaustellung und Darbietung. In den Gesellschaften der Moderne zeugt sie von bewussten und unbewussten Relikten ritualisierten Handelns, der Schau-Plätze und Rollendarstellungen in einer vermeintlich „entzauberten“ Welt. Eine Dramaturgie inszenierter Ereignishaftigkeit wird hier erkennbar, auch wenn sie in ganz undramatischen Kontexten angesiedelt zu sein scheint. Nicht zuletzt angesichts der momentanen Beschränkungen interaktiver Kommunikation und räumlich präsenter Interaktion in der universitären Lehre ist das Thema von hoher Relevanz. Wir versuchen, uns in medial hybrider Form dennoch der Medialität spezifisch theatraler Konstellationen anzunähern und nicht zuletzt auch literarische Lektüren als Schauplatz von Figuren und Ereignissen erlebbar zu machen. Den vielfältigen Formen theatraler "Darstellung" ist nicht nur auf der Bühne, sondern auch in vielfältigen künstlerischen wie lebensweltlichen Phänomenen nachzugehen. Nach einer Einführung in die Grundlagen dieser kultur- wie medienwissenschaftlichen Herangehensweise werden ausgewählte Beispiele aus dem 18. bis 21. Jahrhunderts als intermediale, theatrale Inszenierungen betrachtet. Das Spektrum reicht von lyrischen, epischen und dramatischen Texten bis zu Textualität und Bildlichkeit von Performance, Tanz und Film. Themen: Literatur und Performativität - Robert Wilsons Körpertheater Körper – Raum – Bewegung - Gotthold Ephraim Lessings Laokoon Zur Geschichte der Bühnenreformen - Oskar Schlemmers Bühnenreformen des Bauhauses Gesellschaft als Inszenierung - Peter Weir: Die Truman-Show Postdramatisches Theater - Peter Handkes Publikumsbeschimpfung Tanztheater - Pina Bausch Ästhetik des Sports - Bertolt Brechts Boxkämpfe In der Übung zum Seminar transformieren Sie selbst einzelne Szenen des Trauerspiels „Emilia Galotti“ (Lessing) in ein theatrales Aufführungskonzept. Der gemeinsame Besuch einer Inszenierung im Theater Lüneburg rundet das Modul ab.

Krankheit als Metapher - Krankheit als Text (Seminar)

Dozent/in: Ulrike Steierwald

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 14:15 - 15:45 | 12.10.2020 - 29.01.2021 | C 14.027 | GLV

Inhalt: Heute, am Ende der kulturgeschichtlich so überschaubaren "Gutenberggalaxis", in der absehbaren Endlichkeit des Anthropozän und nach der unhintergehbaren Grenzziehung wie Begrenzung des säkularisierten Bewusstseins, wird die Dichotomie "gesund vs krank" als eine der historisch wie gegenwärtig wirkmächtigsten Unterscheidungskategorien des europäisch-neuzeitlichen Denkens erkennbar, in dessen Horizont sich auch noch die universitäre Wissenschaftspraxis - ob sie will oder nicht - in absehbarer Zeit bewegen wird. Dennoch probieren wir hier im Seminar exemplarisch aus, ob die in dieser begriffsgeschichtlich gefassten Dichotomie konkurrierend oder widersprüchlich sich zeigenden Theoreme auch zu historisieren sind. Diskursanalytisch lassen sich an Metaphern und Texten der "Krankheit" spezifische Episteme der europäischen Moderne erkennen, deren normative, kulturelle wie sozialanthropologische Wirkungsweisen sowohl das klassische Denken in Repräsentationen als auch die Ordnungen der Wesensmerkmale des Humanen bestimmen.

Forschungskolloquium Wissenschaften der Künste (Kolloquium)

Dozent/in: Michael Ahlers, Claudia Albes, Martin Lenz-Johanns, Pierangelo Maset, Monika Schoop, Ulrike Steierwald

Termin:
Einzeltermin | Fr, 22.01.2021, 12:00 - Fr, 22.01.2021, 19:00 | Online-Lehre

Inhalt: Im Kolloquium haben Promovierende des Kollegs die Möglichkeit, Auszüge aus den Promotionsprojekten zu präsentieren und in kollegialem Rahmen zu diskutieren. Darüber hinaus tragen Gastbeiträge zur inhaltlichen und methodischen Weiterqualifikation bei. Im Sommersemester 2020 liegt der Schwerpunkt auf dem Thema "Artistic Research“.