Vorlesungsverzeichnis

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Lehrveranstaltungen

Bildliche Darstellungen der Vergangenheit = Bilder der Vergangenheit? Kritische Reflektionen mit speziellem Fokus auf Gender und Diversity (Seminar)

Dozent/in: Doris Gutsmiedl-Schümann

Termin:
Einzeltermin | Fr, 15.11.2019, 14:15 - Fr, 15.11.2019, 18:00 | C 14.204
Einzeltermin | Sa, 16.11.2019, 10:00 - Sa, 16.11.2019, 18:00 | C 14.204
Einzeltermin | Fr, 10.01.2020, 14:15 - Fr, 10.01.2020, 18:00 | C HS 4
Einzeltermin | Sa, 11.01.2020, 10:00 - Sa, 11.01.2020, 18:00 | C 12.101 b

Inhalt: "Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte...": Bildliche und mediale Darstellungen vergangener Epochen sind allgegenwärtig, und beeinflussen unsere Sicht auf Vergangenheit und Gegenwart. Sie finden sich Beispielsweise in Museen, in Schul- und Kinderbüchern, in Fernsehdokumentationen, in Filmen und Videospielen. Doch wie wird hier das Leben in der Vergangenheit dargestellt? Auf welche Quellen können sich die einzelnen Aspekte dieser Darstellungen stützen, und für welche Elemente gibt es keine Belege? Sagen diese Bilder überhaupt etwas über die Vergangenheit aus, oder stellen diese Bilder vielmehr einen Blick auf unsere Gegenwart dar? In diesem Seminar geht es zunächst darum, welche Möglichkeiten Archäologie, Geschichtswissenschaft und Ethnographie haben, um mit ihren Forschungsergebnissen etwas zu Bildern der Vergangenheit beizusteuern, aber auch darum, welche Aussagen mit ihren Quellen nicht getroffen werden können. Es folgen kritische Blicke auf bildliche Darstellungen beispielsweise der Steinzeiten, der Bronzezeit oder des Zeitalters der Industrialisierung.

Fleischliches Wissen – zwischen Religion, Konsum, (Natur-)Wissenschaft (Seminar)

Dozent/in: Liselotte Hermes da Fonseca

Termin:
14-täglich | Freitag | 14:15 - 17:45 | 14.10.2019 - 31.01.2020 | C 5.019

Inhalt: Was ist das, Fleisch? Das, was als Träger des Lebens und zugleich verfallend den Tod in sich trägt. Das, was gegessen, als barbarische Grenzüberschreitung, über dem Feuer gebraten aber auch als Sinnbild der Kultur erscheint. Das, was einerseits als schmutzig, sündig und zugleich als göttliche Inkarnation erscheint. Das, was als Fleischeslust sowohl sexuell lustvoll und eklig unrein erscheint – und das, was als Nahrungsmittel zwischen Unreinheit, Ekel, ökologisch unvertretbar und Genuss schwankt. ‚Dieses’ Fleisch ist zugleich das, was wir sind; das, worin sich unser Leben einschreibt, und das, was wir verinnerlichen – sei es nun als Wissen, als Tier, als anderen Menschen oder als Inkarnation Gottes. Dem folgend, betrifft die Frage nach dem Fleisch auch Fragen nach dem Umgang und den Grenzen zwischen und mit einander – auch mit uns selbst. Redensarten wie „mein Fleisch und Blut“, „in Fleisch und Blut übergehen“ machen deutlich, wie sehr die Frage nach dem Fleisch auch eine Frage nach Identität, Grenzen und somit nach Gemeinschaftsformen ist. Auch wenn unser Körper aus Fleisch besteht, ist die Frage nach dem Fleisch doch eine andere, als die nach dem Körper. Sie erscheint einerseits viel substanzieller begründet und dennoch zutiefst metaphysisch oder religiös konnotiert. Diesen Verstrickungen der Vorstellungen von Fleisch wollen wir uns widmen – auch um zu fragen, wie sie unseren Umgang mit Fleisch bestimmen – sei es mit unserem, dem der anderen oder von dem von Tieren.

Le français aujourd’hui : une langue à l’heure de la mondialisation. (FSL-SZ) (Seminar)

Dozent/in: Christophe Hohwald

Termin:
wöchentlich | Montag | 10:15 - 13:45 | 14.10.2019 - 31.01.2020 | C 5.311

Inhalt: Langue officielle de 29 pays et de plusieurs organisations internationales, présente sur plusieurs continents, la langue française n’a pas connu de modifications importantes de sa situation officielle ces dernières décennies. Mais qu’en est-il réellement à l’heure de la mondialisation et de la prédominance que celle-ci semble donner à l’anglais ? A quelles problématiques est-ce que la langue française se trouve aujourd’hui confrontée ? En France, dans les pays francophones, mais aussi sur la scène internationale ? Durant ce séminaire, nous reviendrons tout d’abord sur le rôle que joue la langue française pour la communauté nationale en France, mais aussi dans les autres francophonies ou dans les organisations internationales, et ce à travers une analyse aussi bien historique que linguistique ou sociale. Il s’agira non seulement d’analyser la langue à travers ces disciplines différentes, mais également de montrer quelles pourraient être les limites et les zones de recoupement de ces disciplines dans l’étude complète du rôle d’une langue dans notre monde globalisé. Nous verrons ensemble quelles réponses peuvent être apportées à une étude plus globale de notre sujet en prenant l’exemple de la socio-linguistique. Nos réflexions prendront appui sur les travaux du sociolinguiste Louis-Jean Calvet pour le rôle des langues dans le monde d’aujourd’hui et sur les essais du linguiste Claude Hagège pour la place des langues nationales en ce début de XXIe siècle.

Ökologische Ökonomik (Seminar)

Dozent/in: John-Oliver Engler

Termin:
wöchentlich | Mittwoch | 10:15 - 11:45 | 14.10.2019 - 31.01.2020 | W 302 | Mit Tafel

Inhalt: Das Seminar bietet anhand von wesentlichen Texten aus der wirtschaftswissenschaftlichen Literatur eine Einführung in das Feld der Ökologischen Ökonomik, das im Laufe der späten 80er Jahre des letzten Jahrhunderts aus der Umwelt- und Resourcenökonomik heraus entstand. Die Veranstaltung ist als klassisches Seminar angelegt, d.h. die Erarbeitung, Präsentation und Diskussion von Inhalten durch die Studierenden selbst steht im Vordergrund. Vorkenntnisse im Bereich der Wirtschaftswissenschaften sind hilfreich, aber keine Voraussetzung.

Problemfelder kulturellen Erbes (Seminar)

Dozent/in: Anja Saretzki

Termin:
wöchentlich | Montag | 14:15 - 15:45 | 14.10.2019 - 31.01.2020 | C 4.215 | Beamer

Inhalt: Kulturerbe ist ein soziales Konstrukt, dessen Herstellung als soziopolitische Praxis zu analysieren ist. Kulturerbe ist dabei in vielfältiger Hinsicht mit Prozessen der Raumproduktion verbunden: Kulturerbe lagert sich in den Raum ein, ist „emplaced“, aber es wird auch durch den Raum konstituiert. Erinnerungsorte und offizielles Kulturerbe werden dabei zu gedächtnispolitischen Objektivationen und zur Sedimentierung eines Verständnisses von Vergangenheit, dessen kontingenter Ursprung irrelevant geworden ist, während sich die jeweiligen Objektivationen naturalisiert haben. Kulturerbe kann dabei eine normative Kraft entwickeln: Als öffentliche Sinnordnung verschafft es den jeweiligen Vergangenheitsverständnissen Legitimität und diszipliniert Interpretationsprozesse. Daraus ergibt sich oft ein Spiel zwischen ungleichen Kräften, das auf der einen Seite zu Permanenz und Erhalt führt und andererseits Unterdrückung und Unsichtbarmachung von Kulturerbe zur Folge hat. Daraus ergibt sich eine Vielzahl von spezifischen Problemen: Unterschiede im Umgang mit materiellem, immateriellem oder kulturlandschaftlichem Erbe, Entscheidungen und Konflikte über den Erhalt und die Nutzung von Kulturerbe, Verdrängung von Nutzergruppen durch Kulturerbeauszeichnungen, Scale-Probleme des kulturellen Erbes oder die Kommodifizierung durch Kulturerbetourismus sind nur einige Beispiele für das kulturerbliche Themenspektrum, die es zu erarbeiten gilt. Anhand von empirischen Beispielen aus unterschiedlichen Regionen der Welt und mit Rückgriff auf unterschiedliche Quellen (Texte aus Wissenschaft und Praxis ebenso wie Filme und Websites) soll Kulturerbe aus einer raumtheoretischen Perspektive näher untersucht werden. Dabei wird auf unterschiedliche wissenschaftliche Disziplinen zurückgegriffen, die für das jeweilige Problemfeld relevant sind (u. a. Geographie, Ethnologie, Denkmalpflege, Soziologie, Geschichte, Stadtplanung). Eine Themenübersicht mit Einstiegsliteratur findet sich im Seminarplan.