Vorlesungsverzeichnis

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Lehrveranstaltungen

Kindheit - Institutionen - Ungleichheit (Seminar)

Dozent/in: Lars Alberth

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 16:15 - 17:45 | 06.04.2020 - 10.07.2020 | C 1.209

Inhalt: Die Frage nach sozialen Ungleichheiten ist eine zentrale Aufgabe der Analyse von Gesellschaften. Kindheiten sind in mehrfacher Hinsicht durch Ungleichheit geprägt: Kinder sind eine marginalisierte Gruppe gegenüber Erwachsenen, sie sind aber auch untereinander ungleich (z.B. bezogen auf Geschlecht, soziale Herkunft oder Zugehörigkeit zu ethnisch markierten Gruppen). Schließlich lassen sich auch Ungleichheiten zwischen den normativen Mustern guter Kindheiten identifizieren, die historisch und global variieren. Die Frage nach ungleichen Kindheiten verlangt darüber hinaus eine Erklärung dafür, wo diese Ungleichheiten produziert werden und wie diese Muster abgesichert und stabilisiert werden. Das ist die zweite Frage, der im Seminar nachgegangen werden soll - wie werden Kindheiten institutionell (in Schule, Familie, durch Politik, Experten, Ökonomie oder auch Peer-Kultur) hervorgebracht und abgesichert?

Sexuelle Gewalt in pädagogischen Kontexten (Seminar)

Dozent/in: Angelika Henschel

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 12:15 - 13:45 | 07.04.2020 - 07.07.2020 | C 1.312

Inhalt: Ob in der Odenwaldschule oder in kirchlichen Einrichtungen – das Thema sexuelle Gewalt im pädagogischen Kontext ist allgegenwärtig. Die mediale Dauerpräsenz führt allerdings mitunter auch zu einer Reduktion dieses komplexen Themengebietes: Die vielfältigen Dimensionen und Hintergründe werden kaum beleuchtet. Was ist sexuelle Gewalt eigentlich? Wo fängt sie an? Welche Strukturen begünstigen sie? Was kann sie verhindern? Welche Bedeutung kommt dem Geschlecht im Zusammenhang mit sexualisierter Gewalt zu? Wie können angehende Lehrkräfte lernen, professionell mit sexueller Gewalt umzugehen? Im Rahmen des Seminars sollen Begriffe abgegrenzt, konkrete Fälle diskutiert, Hintergründe analysiert sowie Präventions- und Interventionsmaßnahmen skizziert werden. Dabei werden sowohl sexuelle Übergriffe im Elternhaus als auch in pädagogischen Einrichtungen thematisiert. Betrachtet werden auch Vorfälle zwischen Jugendlichen. Sexuelle Gewalt wird dabei auf physischer und psychischer Ebene betrachtet, entscheidend sind auch Fragen von Abhängigkeiten und Macht sowie Maßnahmen zur Verbesserung von Demokratie und Partizipation innerhalb von Schule und Jugendhilfe. Aus aktuellem Anlass sollen auch die Gewaltrisiken, die durch die Corona Krise in den Familien und Institutionen hinsichtlich sexueller Gewalt entstehen können, mit in den Blick genommen werden. Neben Input durch die Dozentinnen und studentische Gruppen wird auch eine Praktikerin von ihren Erfahrungen aus dem Alltag einer Beratungsstelle berichten.