Vorlesungsverzeichnis

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Veranstaltungen von Prof. Dr. Lars Alberth


Lehrveranstaltungen

Wie gelingt Institutionalisierung? Begleitforschung zur Umsetzung von Inklusion in der Kinder- und Jugendhilfe in Schleswig-Holstein - Teil 2 (Seminar)

Dozent/in: Lars Alberth

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 10:15 - 11:45 | 02.04.2024 - 05.07.2024 | C 7.019 Seminarraum

Inhalt: Die Kinder- und Jugendhilfe soll inklusiver werden. Was als Anspruch sinnvoll und richtig, führt für die Oraganisationen der Kinder- und Jugendhilfe zu Veränderungen von Stellenstrukturen (Verfahrenslotsen) und Arbeitsprozessen (neue Zuständigkeiten), die mitunter zu Unruhe oder zu Konflikten mit bisher etablierten professionellen Selbstverständnissen führen können ("jetzt auch noch Inklusion"). In der einjährigen Lehrforschung soll in Kooperation mit der Diakonie Schleswig-Holstein, den Trägern in der diakonischen Jugendhilfe und dem Verband evangelischer Kindertagesstätten (VEK) genau dieser Prozess der Neuorientierung wissenschaftlich begleitet und untersucht werden: an welchen Punkten führen diese Umstellungen zu Reibungen, wie gehen die Mitarbeiter*innen mit diesen neuen Anforderungen umg und welche Vorstellungen einer guten inklusiven professionellen Praxis etablieren sich im Verlauf dieser Veränderungen. Die Studierenden werden im Verlauf des Jahres Feldforschung (v.a. Interviews, Gruppendiskussionen und nach Möglichkeit Beobachtungen) in ausgewählten Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe in Schleswig-Holstein durchführen, die so erhobenen Daten auswerten und Ergebnisse den Kooperationspartnern vorstellen.

Forschungskolloquium Sozialpädagogik (Kolloquium)

Dozent/in: Lars Alberth, Claudia Equit, Anke Karber, Philipp Sandermann, Birte Siem, Waldemar Stange

Termin:
Einzeltermin | Mo, 10.06.2024, 10:00 - Mo, 10.06.2024, 16:00 | C 7.307 Seminarraum

Inhalt: Das Kolloquium dient der Vorstellung und kollegialen Diskussion laufender Promotionsverfahren im Themenbereich des Kollegs.

Institutionelle Gewalt und Kindheit I (Seminar)

Dozent/in: Lars Alberth

Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 12:15 - 13:45 | 02.04.2024 - 05.07.2024 | C 9.102 Seminarraum

Inhalt: Institutionelle Programme der Kindheit basieren häufig auf der Separierung von Kindern und Gesellschaft und ihrer Unterordnung gegenüber zuständigem Fachpersonal. Das macht diese Programme anfällig für verschiedene Formen von Gewalt, deren gesellschaftliche Akzeptanz zunehmend problematisiert wird. In öffentlichen Diskursen wird sehr unterschiedlich auf solche Fälle reagiert, je nachdem, um welche Kinder es sich handelt, welche Form von Gewalt ausgeübt. wer die Täter sind und in welchen Diskursraum die Gewalt verhandelt wird. Im Lehrforschungsprojekt sollen aus einer kindheitssoziologischen Perspektive öffentliche Diskurse (Medien, Politik, öffentliche Meinen, Expertengruppen) zu exemplarischen Fällen von institutioneller Gewalt gegen Kinder im 20. Jahrhundert untersucht werden, etwa zu den Kinderkuren (1950-1990er), zu Arzneimittelversuchen an Heimkindern (1950er bis 1970er), zum Runden Tisch Heimerziehung in der DDR (1950er und 1960er) oder zum „Hilfsprojekt Kinder der Landstraße“ in der Schweiz (1920er-1970er).

Kindheit und soziale Ungleichheit (Seminar)

Dozent/in: Lars Alberth

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 12:15 - 13:45 | 02.04.2024 - 05.07.2024 | C 7.019 Seminarraum

Inhalt: Die Frage nach sozialen Ungleichheiten ist eine zentrale Aufgabe der Analyse von Gesellschaften. Kindheiten sind in mehrfacher Hinsicht durch Ungleichheit geprägt: Kinder sind eine marginalisierte Gruppe gegenüber Erwachsenen, sie sind aber auch untereinander ungleich (z.B. bezogen auf Geschlecht, soziale Herkunft oder Zugehörigkeit zu ethnisch markierten Gruppen). Schließlich lassen sich auch Ungleichheiten zwischen den normativen Mustern guter Kindheiten identifizieren, die historisch und global variieren. Die Frage nach ungleichen Kindheiten verlangt darüber hinaus eine Erklärung dafür, wie diese Ungleichheiten produziert und stabilisiert werden. Das ist die zweite Frage, der im Seminar nachgegangen werden soll: Wie werden Kindheiten institutionell (in Schule und Familie, durch Staat, Experten, Ökonomie oder auch Peer-Kultur) hervorgebracht und abgesichert? Das Seminar stützt sich wesentlich auf die gemeinsame Lektüre und Diskussion von aktuellen Forschungsberichten und Artikeln in wissenschaftlichen Fachzeitschriften zu den folgenden Themenblöcken: - Bildungssoziologische Perspektiven auf die Reproduktion sozialer Ungleicheit in der Schule - Kindheitssoziologische Perspektiven auf Bildung und soziale Ungleichheit: Akteurschaft, generationale Ordnung und normative Muster guter Kindheit - Arenen der Deutung und Aushanndlung von sozialen Ungleichheiten, insbesondere auch aus Perspektive der Kinder.

Kindheitssbilder in der beruflichen Bildung I (Seminar)

Dozent/in: Lars Alberth

Termin:
wöchentlich | Mittwoch | 10:15 - 11:45 | 02.04.2024 - 05.07.2024 | C 3.121 Seminarraum

Inhalt: Vorstellungen "guter Kindheit" finden sich nicht nur im Alltag, sondern beeinflussen auch die Praxis von Fachkräften in Bildungs- und Betreuungskontexten und bilden somit einen zentralen Bestandteil berufsbezogenen Wissens. Das Lehrforschungsprojekt setzt deshalb auf der Ebene der beruflichen Bildung an und will untersuchen, welche Kindheitsbilder sich in der Ausbildung zukünftiger Fachkräfte manifestieren, welche Implikationen dies für das berufliche Selbstverständnis hat und inwieweit darüber generationale bzw. soziale Ungleichheiten (re-)produziert werden.