Vorlesungsverzeichnis

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Veranstaltungen von Prof.in Dr.in Birte Siem


Lehrveranstaltungen

Experimentalforschung in der Sozialpädagogik (Seminar)

Dozent/in: Birte Siem

Termin:
wöchentlich | Freitag | 08:15 - 09:45 | 04.04.2022 - 08.07.2022 | C 3.121

Inhalt: Das Experiment gilt in vielen Bereichen der Sozialforschung als methodischer „Goldstandard“, um Ursache-Wirkungszusammenhänge untersuchen zu können. In diesem Seminar werden wir uns mit den Möglichkeiten und Grenzen der experimentellen Methodik für sozialpädagogische Fragestellungen auseinandersetzen. Dazu werden wir uns zunächst mit den grundlegenden Begrifflichkeiten und Herausforderungen der Experimentalforschung vertraut machen und zentrale Kriterien zur Einschätzung der methodischen Güte eines Experiments kennenlernen. Wir werden dann am Beispiel der evidenzbasierten Praxis und Wirksamkeitsforschung einen kritischen Blick auf die Anwendbarkeit der Experimentallogik auf verschiedene sozialpädagogische Fragestellungen werfen. In einem weiteren Teil des Seminars werden wir das Lesen und kritische Beurteilen von Experimentalstudien anhand ausgewählter Originalarbeiten üben. Gegen Ende des Seminars werden von den Studierenden (in Kleingruppen) (selbst-)ausgewählte Experimentalstudien in Form studentischer Präsentationen vorgestellt und im Plenum kritisch diskutiert.

Bachelor Thesis (e) (Kolloquium)

Dozent/in: Birte Siem

Termin:
14-täglich | Donnerstag | 10:15 - 11:45 | 07.04.2022 - 08.07.2022 | C 1.312

Inhalt: Das Seminar widmet sich der inhaltlichen und methodischen Beratung und Diskussion von Bachelor-Abschlussarbeiten im B.A.-Studiengang "Berufliche Bildung in der Sozialpädagogik". In diesem Zuge werden sowohl allgemeine als auch themenspezifische Fragestellungen wissenschaftlicher Forschung bearbeitet.

Bachelor Thesis (f) (Kolloquium)

Dozent/in: Birte Siem

Termin:
14-täglich | Donnerstag | 10:15 - 11:45 | 14.04.2022 - 08.07.2022 | C 1.312

Inhalt: Das Seminar widmet sich der inhaltlichen und methodischen Beratung und Diskussion von Bachelor-Abschlussarbeiten im B.A.-Studiengang "Berufliche Bildung in der Sozialpädagogik". In diesem Zuge werden sowohl allgemeine als auch themenspezifische Fragestellungen wissenschaftlicher Forschung bearbeitet.

Narrative als Mittel zur Verbesserung von Intergruppenbeziehungen (Seminar)

Dozent/in: Birte Siem

Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 08:15 - 09:45 | 04.04.2022 - 08.07.2022 | C 4.215

Inhalt: Narrative, also in Form einer Geschichte vermittelte Informationen, sind allgegenwärtig: Wir rezipieren Fernsehsendungen, schauen Youtube-Videos, hören Podcasts, lesen Bücher oder schauen uns Comics an. Immer häufiger werden Narrative auch gezielt eingesetzt, um bestimmte Botschaften an die Rezipient*innen zu vermitteln. So wird beispielsweise eine spezifische narrative Form, Entertainment Education (EE; auch: Edutainment), bereits seit einigen Jahren erfolgreich dazu eingesetzt, um verschiedene positive Verhaltensweisen zu fördern. EE hat das Ziel, edukative Botschaften so zu gestalten und in Medienangebote einzubinden, dass den Rezipient*innen Wissen, Einstellungen, Werte und Verhaltensweisen auf eine unterhaltsame Art und Weise vermittelt werden. Bisher wurde der Ansatz primär im Gesundheitsbereich (z.B. HIV-Aufklärung, Familienplanung) genutzt. Ziel des übergeordneten Forschungsprojekts, an das das Lehrforschungsprojekt angebunden ist, ist es, systematisch zu untersuchen, inwieweit EE auch dazu geeignet ist, Beziehungen zwischen sozialen Gruppen zu verbessern. Erste Befunde aus dem übergeordneten Forschungsprojekt sind recht vielversprechend. So konnten wir z.B. in einer unserer Studien zeigen, dass eine auf der Entertainment-Education-Idee aufbauende Intervention, bei der die Teilnehmenden einen kurzen unterhaltsamen Videoclip über verschiedene muslimische Personen schauten, zu einer Reduzierung von Vorurteilen gegenüber muslimischen Personen beitragen konnte, und darüber hinaus wirksamer war als herkömmliche Interventionen zur Reduzierung von Vorurteilen. Zudem finden sich in unserer Forschung erste Hinweise, dass Entertainment Education insbesondere diejenigen Personen erreichen könnte, die herkömmlichen Ansätzen zur Reduzierung von Vorurteilen (z.B. Diversity-Trainings) eher ablehnend gegenüberstehen. Ziel des Lehrforschungsprojekts ist es, an einer oder mehreren sich aus dem übergeordneten Projekt ergebenden offenen Fragestellungen anzusetzen und diese empirisch zu untersuchen. So ist beispielsweise derzeit noch unklar, warum EE-basierte Interventionen überhaupt zur Reduktion von Vorurteilen beitragen können, ob EE-basierte Interventionen auch dazu geeignet sind, Vorurteile gegenüber anderen, stärker vorurteilsbehafteten sozialen Gruppen zu reduzieren, oder welche Einstellungen Expert*innen und Praktiker*innen (z.B. Lehrkräfte) zur Verwendung EE-basierter Interventionen (z.B. im Rahmen des Unterrichts) haben. Idealerweise bilden sich im Rahmen des Lehrforschungsprojekts interessengeleitet Kleingruppen heraus, die jeweils eine eigene (Unter-)Fragestellung bearbeiten. Die empirischen Studien, die bisher im Rahmen des übergeordneten Forschungsprojekts durchgeführt wurden, sind dem quantitativen Paradigma zuzuordnen (z.B. Experimente, Einsatz standardisierter Fragebögen). Erste eigene Erfahrungen mit und/oder Interesse an quantitativen Forschungsmethoden sind daher wünschenswert (aber nicht notwendig für die Teilnahme). Gern können auch Fragestellungen eingebracht werden, die mit qualitativen Forschungsmethoden adressiert werden können. Ein Großteil der im Seminar behandelten Literatur wird englischsprachig sein.

Forschungskolloquium Sozialpädagogik (Kolloquium)

Dozent/in: Lars Alberth, Claudia Equit, Angelika Henschel, Anke Karber, Philipp Sandermann, Birte Siem, Waldemar Stange

Termin:
Einzeltermin | Fr, 17.06.2022, 09:00 - Fr, 17.06.2022, 18:00 | C 16.124

Inhalt: Das Kolloquium dient der Vorstellung und kollegialen Diskussion laufender Promotionsverfahren im Themenbereich des Kollegs.

Psychologische Ansätze zur Reduzierung von Vorurteilen (Profil PsyWi) (Vorlesung)

Dozent/in: Birte Siem

Termin:
wöchentlich | Freitag | 10:15 - 11:45 | 04.04.2022 - 08.07.2022 | C 3.120

Inhalt: Ansätze zur Reduzierung von Stereotypen, Vorurteilen und Diskriminierung werden mittlerweile standardmäßig in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen (z.B. im Bildungsbereich, in Arbeits- und Organisationskontexten) eingesetzt und gerade im letzten Jahrzehnt so stark beforscht wie nie zuvor. Doch werden sie den in sie gesetzten Erwartungen gerecht? In der Veranstaltung wird der Frage nachgegangen, welche psychologischen Ansätze zur Reduzierung von Stereotypen, Vorurteilen und Diskriminierung bzw. deren negativer Konsequenzen geeignet sind. Dabei beschäftigen wir uns zunächst mit Ursachen (z.B. Bedrohungserleben), Ausprägungen (z.B. explizite und implizite Stereotype) und Konsequenzen (z.B. Stereotype Threat) von Stereotypen, Vorurteilen und Diskriminierung. Anschließend widmen wir uns zentralen forschungsmethodischen Fragen, die im Zusammenhang mit der empirischen Überprüfung der Wirksamkeit verschiedener Ansätze auftreten (z.B. Welche Forschungsdesigns sind zur Überprüfung der Wirksamkeit eines Ansatzes geeignet?). Im Hauptteil der Veranstaltung stehen ausgewählte psychologische Ansätze zur Reduzierung von Stereotypen, Vorurteilen und Diskriminierung im Fokus (z.B. intergruppaler Kontakt, Anti-Bias-Trainings, Entertainment-Education-Ansätze, kooperatives Lernen). Jeder dieser Ansätze wird in Hinblick auf seine theoretische Verankerung, seine empirische Fundierung (im Sinne evidenzbasierter Praxis), seine Umsetzbarkeit, und möglicherweise auftretende unerwünschte Nebeneffekte kritisch bewertet.