Vorlesungsverzeichnis

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Lehrveranstaltungen

Bildungspolitik (Seminar)

Dozent/in: Thomas Saretzki

Termin:
wöchentlich | Montag | 14:15 - 15:45 | 18.10.2021 - 31.01.2022 | C 1.209 | Diese Lehrveranstaltung findet online statt, Sie können ggf. den angegebenen Raum als Arbeitsplatz nutzen.

Inhalt: Wenn Politik gesellschaftliche Probleme aufgreift und zu lösen versucht, dann erfolgt diese Problembearbeitung in modernen politischen Systemen überwiegend in funktional und institutionell ausdifferenzierten Politikfeldern. Dazu gehören nicht nur „klassische“ Felder nationalstaatlichen Handelns wie die Außen-, Verteidigungs-, Innen-, Finanz- und Rechtspolitik, sondern auch „neuere“ Politikfelder wie die Technologie-, Energie- oder Umweltpolitik. Solche Politikfelder lassen sich zunächst durch unterschiedliche Aufgaben und Probleme charakterisieren, die ein modernes politisches System für eine komplexe Gesellschaft insgesamt bearbeiten muss. Im Zuge der Problembearbeitung durch politische Programme und Maßnahmen („Policies“) haben sich in diesen Politikfeldern mit der Zeit aber auch spezifische institutionelle Arrangements, Akteurkonstellationen und Politikmuster entwickelt. Wie sind solche ausdifferenzierten Politikfelder und die hier entwickelten „Policies“ zu analysieren? Wie wirken politische Institutionen und Prozesse in Mehrebenensystemen auf die Formulierung und Umsetzung von politischen Problemlösungsstrategien ein? Welche Folgen hat die Einbettung von Politiken in europäische Institutionen und internationale Regime? Diese Einführung in die Politikfeldanalyse ist exemplarisch angelegt. Sie rückt das Politikfeld "Bildung" ins Zentrum. Die Entstehung und Entwicklung dieses ausdifferenzierten Politikfeldes soll im Zusammenhang mit den politischen Prozessen und institutionellen Strukturen im politischen Mehrebenensystem der Bundesrepublik Deutschland analysiert werden.

European Social Policy (Seminar)

Dozent/in: Dawid Friedrich

Termin:
wöchentlich | Mittwoch | 10:15 - 11:45 | 20.10.2021 - 02.02.2022 | C 12.101 a

Inhalt: The emergence of the modern welfare state is one of the most prominent developments of the 20st century. Arguably, this development is also inextricably linked to the establishment of modern democracy and citizenship. Given this importance, it is not surprising that social policy is one of the central objects of study within the discipline of Public Policy Analysis, both in its domestic and its comparative dimension. Furthermore, within the context of Europe, the emergence of the supranational European Union poses a particular interesting additional challenge to the welfare regimes and their strong embeddedness within the modern nation-state.

Partizipation und Public Policy (Seminar)

Dozent/in: Sybille Münch

Termin:
wöchentlich | Montag | 14:15 - 15:45 | 18.10.2021 - 31.01.2022 | C 16.129

Inhalt: Demokratische Gleichheit bedeutet, wie Iris Marion Young u.a. feststellt, "dass jeder, dessen grundlegende Interessen von der Politik betroffen sind, in den Prozess der Politikgestaltung einbezogen werden sollte". In welchem Verhältnis stehen aber Partizipation und kollektiv verbindliche Problemlösung in modernen Gesellschaften? An welchen Stellen im politischen Prozess können sich interessierte Bürger*innen, zivilgesellschaftliche Organisationen oder Verbände einbringen? Gelingt es Ihnen, die politische Agenda zu prägen? Welche Rolle spielen Sie für die Umsetzung von Programmen? Mit Politik als Bearbeitung von gesellschaftlichen Problemen befasst sich der politikwissenschaftliche Teilbereich der Policy-Analyse oder auch „Politikfeldanalyse“. Während er in einer klassischen Perspektive danach fragt „was Regierungen tun, warum sie es tun und welchen Unterschied dies macht“, hat sich die Perspektive in den vergangenen Jahren geweitet. Verschiedene Ansätze analysieren den Einbezug von nicht-staatlichen Akteuren oder diskutieren, inwiefern eine Demokratisierung des Policy-making durch Partizipation erfolgten könnte und sollte.