Vorlesungsverzeichnis

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Lehrveranstaltungen

Die Paranoia der Medientheorie (Seminar)

Dozent/in: Christoph Görlich

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 12:15 - 13:45 | 04.04.2022 - 08.07.2022 | C 40.501

Inhalt: »Wenn das Symbolische von Zeichen, Zahlen und Buchstaben über sogenannte Wirklichkeiten bestimmt, wird Spurensicherung zur ersten Paranoikerpflicht« (Kittler, 1987: 245). Diese Bestimmung aus einem Aufsatz zu Thomas Pynchon – dem postmodernen Schriftsteller der Paranoia schlechthin – kann als Credo für Kittlers Medientheorie in dreifacher Weise gelesen werden: Erstens bildet das Phänomen und die Figur der Paranoia Kittlers zentralen Gegenstand und thematischen Zugang zum Verhältnis von (Geistes-)Geschichte, Literatur und Medien. Zweitens bildet die Paranoia als Denkform Kittlers zentralen methodischen Zugang zur Theorie der Medien: das medientechnische Apriori. Drittens lässt sich behaupten, dass sich in Kittlers Denken als Effekt dieser Denkform die Paranoia auch auf anderer Ebene, als eine Art Begleiterscheinung, diagnostizieren lässt. Das Phänomen, die Figur und nicht zuletzt auch die Theorie der Paranoia soll Ausgangs- und Zielpunkt der Beschäftigung mit Friedrich Kittlers Werk im Rückgriff sowohl auf von ihm explizit genannten Quellen und Einflüsse –etwa.: Michel Foucault, Jacques Lacan oder auch Thomas Pynchon – als auch auf Freud und dessen Paranoia-Theorie sein. Das Seminar steht dabei in inhaltlicher Resonanz sowohl zur »Einführung in die Psychoanalyse« (C. Voller) im selben Modul als auch zum Seminar »Philosophie und Psychoanalyse« (H. Stubenrauch).

Einführung in die psychoanalytische Theorie (Seminar)

Dozent/in: Christian Voller

Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 12:15 - 13:45 | 04.04.2022 - 08.07.2022 | C 14.203

Inhalt: Die von Sigmund Freud zu Beginn des 20. Jahrhunderst begründete Psychoanalyse gehört zu den Großtheorien, auf die sich die Medienwissenschaft in all ihren Varianten und Spielarten bezieht. Zugleich ist die Psychonanlyse ihrerseist immer wieder als ein Effekt der Medientransformation um 1900 beschrieben worden. Sie ist also gleich in doppelter Hinsicht von Interesse für das Fach Medienwissenschaft. Wir wollen uns einige Grundkonzepte der Psychonanlyse gemeinsam erarbeiten und dabei insbesondere die Verbindungen zur postmodernen Medientheorie genauer diskutieren.