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Lehrveranstaltungen

Diversity in Cultural Organization (Projektseminar)

Dozent/in: Serhat Karakayali

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 11:50 - 14:05 | 04.04.2022 - 08.07.2022 | C 12.013 | .

Inhalt: Diversität in Kultur-Organisationen Organisationen und Institutionen im Allgemeinen müssen sich zunehmend mit Fragen rund um das Thema "Vielfalt" auseinandersetzen. Je nach Art der Organisation können Fragen zur Vielfalt in Bezug auf die Mitgliedschaft, das Personal, den Output/das Produkt, den Verhaltenskodex, oder "Werte" usw. gestellt werden. Unternehmen müssen evtl. Fragen zur Außendarstellung beantworten, während öffentliche oder zivilgesellschaftliche Organisationen möglicherweise auf Diversitätsnormen in Bezug auf Mitgliedschaft reagieren müssen (etwa Affirmative Action Gesetze in den USA). In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu betonen, dass "Diversität" eng mit Fragen der sozialen Ungleichheit verbunden ist, also Kategorien der gruppenbezogenen Marginalisierung in einer Gesellschaft betrifft. Im Seminar werden wir uns auf "kulturelle Organisationen" konzentrieren, d.h. auf Organisationen, die im weitesten Sinne im Bereich der Produktion und des Vertriebs kultureller Dienstleistungen und Produkte angesiedelt sind (z.B. Theater, Museen, Bibliotheken, Opern, Galerien, Konzerthäuser, Orchester, Kreativwirtschaft usw.). Was sind die spezifischen Herausforderungen im Zusammenhang mit Vielfalt im Kulturbereich? Sind kulturelle Organisationen mit der gleichen Art von Kritik (und folglich Konflikten) konfrontiert wie andere Organisationen? Inwiefern unterscheiden sich Diversitätsforderungen im Feld der Kultur von anderen Bereichen? Um diese Fragen zu beantworten, werden wir - relevante Literatur aus dem Bereich der Organisationssoziologie und Diversität lesen und diskutieren - empirische Fälle im deutschen Kontext identifizieren und - eigenständig empirisch forschen Diversity in Cultural Organizations Organizations and institutions in general have been increasingly under scrutiny with regard to questions around the topic of „diversity“. Depending on the type of organization, diversity questions can be addressed about its membership, output/product, codes of conduct, representation, or „values“, etc. Businesses might have to answer claims about external communication (e.g. concerning the diversity of assumed customers in advertisements) while public or civil society organizations might have to respond to diversity norms about membership (as with affirmative action regulations in the US). In this context it is important to emphasize that „diversity“ is closely bound up with questions of social inequality and thus captures categories of grouprelated marginalization in a society (and not random features an individual might have). In the seminar we will focus on „cultural organizations“, i.e. organizations situated broadly in the field of the production and distribution of cultural services and products (such as theatre, museum, library, opera, gallery, concert hall, orchestra, creative industry, etc.). What are diversity-related challenges specific to the field of culture? Are cultural organizations confronted with the same type of criticisms (and consequently conflicts) as other organizations? How does the production of culture or cultural artefacts affect the nature of diversity claims? To answer these questions we will - read and discuss relevant literature from the field of organizational sociology and diversity - identify empirical cases in the German context and - conduct small scale empirical research

Post-Scenes - Empirische Feldforschung in 'alternativen' (Musik-)Kulturen (Projektseminar)

Dozent/in: Robin Kuchar

Termin:
wöchentlich | Montag | 12:15 - 13:45 | 04.04.2022 - 13.06.2022 | C 14.102b | C 14.102b
Einzeltermin | Fr, 13.05.2022, 14:00 - Fr, 13.05.2022, 18:00 | C 14.102b | Methoden/ Forschungspraxis-Workshop
Einzeltermin | Fr, 20.05.2022, 14:00 - Fr, 20.05.2022, 18:00 | C 14.103 | Projektkolloquium/ Forschungsdesign
Einzeltermin | Mo, 20.06.2022, 12:15 - Mo, 20.06.2022, 13:45 | C 14.202 | C 14.202
wöchentlich | Montag | 12:15 - 13:45 | 27.06.2022 - 08.07.2022 | C 14.102b | C 14.102b

Inhalt: Konzepte wie "DIY-Kulturen" und "Szenen" beschreiben seit den 1980er und 1990er Jahren auf wissenschaftlicher Ebene bestimmte Praktiken im Kontext von populärer Kultur, ihre sozialen und politischen Kontexte der Produktion und Partizipation sowie ihre Verbindung zu dominanten sozialen und wirtschaftlichen Strukturen. Wie die Geschichte der Forschung in diesem Bereich zeigt, sind die als Szene bezeichneten Gruppen wandelbar und an gesellschaftliche Entwicklungen bestimmter Zeiten gebunden. Angesichts von Veränderungen und Herausforderungen wie Neoliberalismus, Digitalisierung, Klimakrise und der zunehmenden Zahl von Akteuren im kulturellen und gesellschaftspolitischen Leben scheint eine eindeutige Definition von sozialen Gruppen als Szene immer komplexer zu werden. Wie können Szenen und DIY-Kulturen in einem Kulturbereich, der mehr und mehr von den Idealen des Neoliberalismus und der Kreativwirtschaft bestimmt wird, noch als partizipatorische Kollektive verstanden werden? Welches der positiven Bilder von Musik- oder Kulturszene könnte angesichts von Entwicklungen wie der Selbstvermarktung, der sich wandelnden Rolle der Künstle*innen und des individualisierten Konsums noch Bestand haben? Wie finden Szenen nach der Pandemie wieder zusammen? Müssen aktuelle Konzepte angepasst werden, um ihr Verhältnis zu aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen zu untersuchen? Im Projektseminar werden wir uns diesen Fragen zuwenden. In unterschiedlichen Arbeitsphasen (Plenum, Gruppen, Selbststudium) werden wir verschiedene Teilfragestellungen als eigenständige Forschungsprojekte erabeiten, empirisch beforschen und die Ergebnisse am Ende des Semesters über die Präsentation und Diskussion wissenschaftlicher Poster zusammenführen. Die Resultate der einzelnen Projekte sollen dabei in einer hochschulöffentlichen Veranstaltung vorgestellt werden.