Vorlesungsverzeichnis

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Lehrveranstaltungen

Production and Reproduction: Capitalism, Colonialism, Globalisation (Seminar)

Dozent/in: Ben Trott

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 14:15 - 15:45 | 17.10.2022 - 03.02.2023 | C 12.013
Einzeltermin | Di, 22.11.2022, 16:15 - Di, 22.11.2022, 17:45 | C 12.102
Einzeltermin | Di, 29.11.2022, 18:00 - Di, 29.11.2022, 20:00 | C 12.102

Inhalt: If capitalism is characterised in part by the accumulation and expansion of capital, how and where does this take place? In other words, how is capital produced, and how are the social relations that facilitate this production re-produced? What is the relation between production and reproduction, historically and today? How have anti-colonial and feminist thinkers -- from Frantz Fanon to Silvia Federici -- contributed to a re-thinking of the role of places and practices long thought peripheral to capitalist production? What role has historically been played by those actors presumed to be peripheral to the productive process in the shaping of capitalism, as well as in processes of globalisation and de-colonisation? And how are contemporary social movements contesting exploitation, alienation, inequality, appropriation, and injustices from within the nexus of production and re-production today?

Produktion / Reproduktion. (Weibliche) Arbeit in Kunst und Kino (Seminar)

Dozent/in: Eva Kuhn

Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 08:15 - 09:45 | 17.10.2022 - 03.02.2023 | C 14.102b | dringend Raum mit großer Leinwand und Verdunkelungsmöglichkeit benötigt

Inhalt: Die gesellschaftlichen Bewertungen von Arbeit und die gängigen Vorstellungen von Produktivität und Leistung wurden insbesondere in der zweiten Welle der Frauenbewegung einer umfassenden Analyse und Kritik unterzogen. Hingewiesen wurde beispielsweise auf den blinden Fleck in Karl Marx’s Kritik der politischen Ökonomie und aufgezeigt, inwiefern sich unbezahlte Haus- und Care-Arbeit als Bestandteil einer langfristigen, kapitalistischen Strategie erwiesen hat. Die Ausbeutung des Lohnarbeiters durch die „ursprüngliche Akkumulation“ (Marx) beruhe letztlich auf der Aus-beutung derjenigen, die die gesellschaftliche Arbeitskraft „in physischer, sexueller und emotiona-ler“ Hinsicht reproduzieren und aufrechterhalten (Dalla Costa 1973, Federici/Cox 1975). Solche Reflexionen fanden ihren Ausdruck nicht nur in der Politik und Theorie, sondern auch in einer feministisch motivierten Kunst- und Filmproduktion. Viele Anliegen von damals sind bis heute aktuell und werden in künstlerischen Arbeiten stets verhandelt. Im Zentrum des Seminars steht die Diskussion von künstlerischen Arbeiten/Filmen und Verfahrensweisen, die traditionell weib-liche Arbeit zum Thema haben (Mutterschaft, Haushalt, Care-Work, emotionale Arbeit, Sexarbeit etc.), sowie die damit verbundenen Rollen, (häuslichen) Räume und Zeitlichkeiten. Damit einher geht die künstlerische Reflexion von traditionell weiblicher Kreativität (wie beispielsweise Ko-chen und Textilarbeit). Es wird zu untersuchen sein, inwiefern sich diese Formen der Arbeit kapi-talistischen Produktivitätsvorstellungen widersetzen und auch als (selbst-) kritische Reflexionen von etablierten Produktionsformen in Kunst und Kino zu verstehen sind.