Vorlesungsverzeichnis

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Lehrveranstaltungen

Geschichte und Theorie der Ökologie I (Seminar)

Dozent/in: Florian Huber

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 16:15 - 17:45 | 17.10.2022 - 15.11.2022 | C 5.124 | .
wöchentlich | Dienstag | 16:15 - 17:45 | 22.11.2022 - 03.02.2023 | C 40.254
Einzeltermin | Di, 13.12.2022, 14:15 - Di, 13.12.2022, 17:45 | C 12.102 | Blocktermin

Inhalt: Bereits vor der Entstehung der Ökologie als wissenschaftlicher Disziplin im 19. Jahrhundert, die mit Namen wie Charles Darwin, Alexander von Humboldt oder Ernst Haeckel verbunden ist, besetzen Fragen nach der Beziehung zwischen den Organismen und ihrer Umwelt im Zeichen ihrer zunehmenden menschlichen (Ver)Nutzung einen prominenten Platz innerhalb der Kulturgeschichte. Anhand von grundlegenden Texten und historischem Quellenmaterial begibt sich das Seminar dementsprechend auf die Suche nach den Anfängen ökologischen Denkens und seinen bis zur Moderne reichenden Transformationen und Fortschreibungen.

Theorien des Ökologischen Denkens II (Von Gregory Bateson zu Anna Tsing) (Seminar)

Dozent/in: Christoph Brunner

Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 16:15 - 17:45 | 20.10.2022 - 02.02.2023 | C 5.311

Inhalt: Das Seminar versteht sich im Dialog mit dem Seminar "Geschichte und Theorie der Ökologie." Der Fokus liegt auf der Ausweitung des Ökologiebegriffs wie er seit den 1930er Jahren bis in die Gegenwart als ein Kernelement der Kulturtheorie entwickelt wurde. Ausgehend von Vorbereiter*innen der Kybernetik, insb. Gregory Bateson, werden unter Einbezug des systemischen und auf Rekursivität basierenden Theorien als Ökologien betrachtet. Neben dieser stark mathematisch-technischen sowie naturwissenschaftlichen Perspektive werden auch bei Bateson schon die Verknüpfungen von Kognition, Wahrnehmung und Umwelt zu einer Kritik eines anthropozentrischen Denkens, wie dies in Strömungen des Postrukturalismus, New Materailism, Posthuman Studies, cyberfeministischen Theorie, den Feminist Science Studies oder den Queer und Trans-Studies hervorgehoben werden. Ebenso spielt der Ökologiebegriff in der Kunst seit den 1960er Jahren eine zentrale Rolle und lässt sich parallel zu ökologischen sozialen Bewegungen sehen. Beide Perspektiven werden das Seminar immer wieder begleiten. Anschließend an die ökologischen Aufbrechungen der Kategorie Mensch wird das Seminar nach den Grundlegungen eines ökologischen Denkens und insbesondere auf die Transformation klasssicher Verhältnisse wie Mensch-Natur, Subjekt-Objekt, Geist-Körper, eingehen und sich den neuren Studien der Envrionmental Humanities zuwenden.