Course Schedule
Veranstaltungen von Hagen Steffel
Lehrveranstaltungen
2. Semester - Le( )re und Ordnung – Ästhetische Raumforschung im Kontext des Laboratory for Artistic Research (LfAR) (Kunst, GHR) (Seminar)
Dozent/in: Hagen Steffel
Termin:
14-täglich | Freitag | 12:15 - 13:45 | 13.04.2026 - 10.07.2026 | C 22.0 Kunst | C 22.0
Einzeltermin | Fr, 26.06.2026, 12:00 - Fr, 26.06.2026, 18:00 | C 22.0 Kunst
Einzeltermin | Fr, 10.07.2026, 12:00 - Fr, 10.07.2026, 18:00 | C 22.0 Kunst
Inhalt: Im Rahmen dieses projektbasierten Seminars entwickeln Studierende des Fachs Kunst Beiträge zur Konzeption des Laboratory for Artistic Research LfAR, eines Vorhabens zur Etablierung eines Raums für künstlerische Forschung an der Leuphana Universität. Der Begriff dient dabei als Arbeitsbezeichnung für einen offenen Zusammenhang, in dem künstlerische Forschung in ihren räumlichen, materiellen und organisatorischen Bedingungen untersucht und erprobt wird. Ziel ist es, künstlerische Forschung als eigenständige Praxis nicht nur theoretisch zu reflektieren, sondern in ihrem Vollzug erfahrbar zu machen. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass Raum nicht als neutraler Hintergrund fungiert, sondern als Gefüge, das Wahrnehmung, Handlung und künstlerische Praxis aktiv mitbestimmt. Durch experimentelle Eingriffe und gestalterische Setzungen werden räumliche und materielle Bedingungen analysiert und gezielt verändert. Das Seminar verbindet individuelle Arbeitsprozesse mit kollektiven Formaten. In Zusammenarbeit mit externen Künstlerinnen und Architekten entstehen experimentelle Anordnungen und konzeptionelle Modelle, die auf die Untersuchung von Bedingungen künstlerischer Forschung ausgerichtet sind. Die Idee des Atelierraums wird dabei neu gefasst. An die Stelle eines abgeschlossenen Produktionsortes tritt eine veränderbare räumliche Struktur, die unterschiedliche Arbeitsweisen und Nutzungen ermöglicht. Im Zentrum steht die Frage, wie räumliche Konstellationen gestaltet werden können, sodass Offenheit, Differenz und vielfältige Formen künstlerischer Praxis möglich werden. Das Seminar steht in einem Bezug zu Fragestellungen der kunstpädagogischen Lehr und Lernraumforschung und untersucht, wie räumliche und materielle Anordnungen Lernprozesse in der Kunst hervorbringen. Raum wird dabei als Gegenstand und Medium künstlerischer wie pädagogischer Forschung verstanden. Die im Seminar entwickelten Ansätze fließen in die weitere Ausarbeitung des LfAR ein. Das Projektband versteht sich als Beitrag zur Entwicklung von Lernumgebungen, in denen künstlerische Forschung praktisch erprobt und reflektiert wird.
Kunstvermittlung als künstlerisch-edukatives Setting (Gruppe 2) (Projektseminar)
Dozent/in: Hagen Steffel
Termin:
wöchentlich | Dienstag | 12:15 - 13:45 | 06.04.2026 - 10.07.2026 | C 16.030 Werkstatt
Inhalt: Das Projektseminar findet in Kooperation mit der Halle für Kunst und dem Vermittlungskollektiv punctum statt. Ausgehend von der Ausstellung des Künstlers Moses März setzen sich die Studierenden mit Formen und Strategien zeitgenössischer Kunst sowie mit aktuellen Positionen der Kunstvermittlung auseinander. Im Mittelpunkt steht das Kartografieren als künstlerische Praxis und dessen Potenzial für ästhetische Vermittlungsprozesse. Auf Grundlage der gemeinsamen Auseinandersetzung mit den Arbeiten von Moses März entwickeln die Studierenden in Teams eigene Vermittlungskonzepte für unterschiedliche Lerngruppen. Dabei werden kunstpädagogische und kunstdidaktische Positionen auf ihre Bedeutung für außerschulische Bildungsprozesse hin untersucht und in konkrete Vermittlungsformate übersetzt. Im Seminar werden dialogische, partizipative und prozessorientierte Ansätze der Kunstvermittlung diskutiert und praktisch erprobt. Für unterschiedliche Zielgruppen werden verschiedene Vermittlungszugänge reflektiert und entwickelt, etwa affektorientierte Perspektiven nach Eva Sturm oder Ansätze der kritischen Kunstvermittlung nach Carmen Mörsch. Die organisatorische Durchführung des Vermittlungsangebots – einschließlich der Kooperation mit Schulen sowie der Termin- und Ablaufplanung – erfolgt durch die Halle für Kunst und das Kollektiv punctum. Innerhalb dieses professionellen Vermittlungsrahmens führen die Studierenden ihre entwickelten Vermittlungskonzepte mit den eingeladenen Lerngruppen durch, dokumentieren die Vermittlungsprozesse und reflektieren diese theoriegeleitet. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Prozesshaftigkeit ästhetischer Bildung sowie der Offenheit und Kontingenz von Vermittlungssituationen. Das Seminar verbindet theoretische Grundlagen der Kunstvermittlung mit praktischer Vermittlungserfahrung und befähigt die Studierenden, Vermittlungskonzepte für schulische und außerschulische Kontexte zu entwickeln, kunstpädagogisch zu begründen und kritisch zu reflektieren. Neben fachlichen und methodischen Kompetenzen werden insbesondere Teamfähigkeit, Reflexionskompetenz sowie die Fähigkeit gefördert, Gegenwartskunst als offenen Erfahrungs- und Aushandlungsraum zu vermitteln.
Inframediale Strategien der Überdetermination (Seminar)
Dozent/in: Hagen Steffel
Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 14:15 - 15:45 | 06.04.2026 - 10.07.2026 | C 16.030 Werkstatt
Einzeltermin | Do, 23.07.2026, 11:30 - Do, 23.07.2026, 16:00 | C 16.030 Werkstatt | Nachbereitung
Inhalt: Seit ihren Anfängen ist Druckgrafik ein Medium der Vervielfältigung. Zugleich ist Druck historisch eng mit Formen von Öffentlichkeit verbunden: Bilder konnten zirkulieren, geteilt und verbreitet werden. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie Bilder im Druckprozess entstehen und welche Bildordnungen sich dabei ausbilden. Zudem steht Druckgrafik heute Bildwelten gegenüber, die zunehmend durch digitale Infrastrukturen und algorithmische Bildproduktion geprägt sind. Das Praxisseminar untersucht Druckgrafik als eine prozesshafte Bildpraxis. Im Zentrum steht die Entwicklung von Druckphasen, in denen Setzungen, Überlagerungen und Eingriffe zu geschichteten Bildzuständen führen. Druckgrafische Verfahren werden dabei nicht nur als Mittel der Reproduktion verstanden, sondern als Praktiken, in denen Bilder entstehen, sich überlagern und in neue Bildzustände übergehen. Ausgangspunkt der praktischen Arbeit können auch Bilder sein, die aus digitalen Bildzirkulationen stammen. Deren Überführung in druckgrafische Verfahren lässt sich als eine Form der Re-Materialisierung verstehen. Der Druckprozess wirkt dabei wie eine Form des DELAY: Bilder werden aus der unmittelbaren Zirkulation herausgelöst und durch Wiederholung, Überlagerung und Eingriff aus einer reinen Reproduktion in andere Bildzustände überführt.
Begleitung des Praxisblocks im Fach Kunst (Haupt- und Realschulen) (Seminar)
Dozent/in: Anna Biskup, Hagen Steffel
Termin:
14-täglich | Freitag | 12:15 - 13:45 | 06.04.2026 - 10.07.2026 | C 16.004 Werkstatt
Besuche im Praxisblock im Fach Kunst (Haupt- und Realschulen) (Praktikum)
Dozent/in: Anna Biskup, Hagen Steffel
Nachbereitung des Praxisblocks im Fach Kunst (Haupt- und Realschulen) (Seminar)
Dozent/in: Anna Biskup, Hagen Steffel
Termin:
Einzeltermin | Fr, 19.06.2026, 14:00 - Fr, 19.06.2026, 19:00 | C 16.223 Seminarraum
Einzeltermin | Sa, 20.06.2026, 09:00 - Sa, 20.06.2026, 16:00 | C 16.223 Seminarraum