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dies academicus 2026: Prof. Dr.-Ing. Ghada Bouattour erhält Leuphana Early Career Researcher Award

04.09.2026 Der Leuphana Early Career Researcher Award würdigt die wissenschaftlichen Leistungen der Juniorprofessorin für Messtechnik und Sensorik in der Produktionstechnik, ihre Projektverantwortung, ihr internationales Netzwerk und ihren Beitrag zu intelligenten und nachhaltigen Technologien. Ihre Forschung leistet wichtige Beiträge für ressourcenschonende und zukunftsfähige Produktions- und Technologiesysteme.

©Brinkhoff-Moegenburg/Leuphana
"Der Early Career Researcher Award bedeutet mir sehr viel, zumal ich erst seit drei Jahren an der Leuphana tätig bin. In dieser Zeit konnte ich meinen eigenen Forschungsschwerpunkt entwickeln, während ich von Kolleg*innen aus verschiedenen Disziplinen gelernt und eng mit Partnern aus der Industrie zusammengearbeitet habe", sagt Prof. Dr.-Ing. Ghada Bouattour.

Seit ihrer Berufung  an die Leuphana im November 2023 hat sich Prof. Dr.-Ing. Ghada Bouattour ein international anerkanntes Forschungsprofil in den Bereichen Mess- und Sensortechnik, drahtlose Energieübertragung sowie intelligente Systeme aufgebaut. Ihre Forschungs- und internationalen Kooperationsaktivitäten wurden durch Programme des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie sowie der Europäischen Union gefördert.

„Der Early Career Researcher Award bedeutet mir sehr viel, zumal ich erst seit drei Jahren an der Leuphana tätig bin. In dieser Zeit konnte ich meinen eigenen Forschungsschwerpunkt entwickeln, während ich von Kolleg*innen aus verschiedenen Disziplinen gelernt und eng mit Partnern aus der Industrie zusammengearbeitet habe. Für mich ist Forschung ein kontinuierlicher Prozess des Lernens, des Austauschs von Ideen und deren Umsetzung in Lösungen, die einen sinnvollen Beitrag sowohl für die Industrie als auch für die Gesellschaft leisten können. Ich bin meinem Team, meinen Kolleg*innen, der Universität und insbesondere meiner Familie für ihre Unterstützung sehr dankbar. Diese Auszeichnung motiviert mich, weiterhin neue Ideen zu entwickeln und neue Wege zu beschreiten.“
Bouattours Forschung verbindet Mess- und Sensortechnik, drahtlose Energieübertragung, Energieeffizienz und KI-gestützte Systementwicklung. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Frage, wie technische Systeme Informationen und Energie effizienter nutzen können. Sensoren liefern Informationen über ihre Umgebung, drahtlose Technologien ermöglichen eine flexible Energie- und Datenübertragung, und mithilfe Künstlicher Intelligenz können Systemen unterstützt werden, Informationen zu interpretieren und auf sich ändernde Bedingungen zu reagieren.

Drei aktuelle Projekte veranschaulichen, wie diese Forschungsergebnisse in die Praxis umgesetzt werden. Im von der DFG geförderten Projekt „Wi2M“ untersucht Bouattour adaptive drahtlose Ladesysteme mit mehreren Spulen, die Energieeffizienz, Flexibilität und Rechenaufwand in Einklang bringen. Wie das Wärmemanagement effizient optimiert werden kann, wenn die Leistung beim drahtlosen Laden auf 25 Watt steigt, untersucht das Projekt „Wireless25“. Gefördert wird es vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.  Das von der EU geförderte Kooperationsprojekt „REWIRE“ entwickelt rekonfigurierbare und batterielose Sensorlösungen für bestehende Produktionsmaschinen und kombiniert dabei drahtlose Energie- und Datenübertragung mit KI-gestützter Zustandsüberwachung und vorausschauender Instandhaltung. Gemeinsam verbinden die Projekte grundlegende ingenieurwissenschaftliche Fragestellungen mit Anwendungen für eine effizientere und nachhaltigere Produktion.

Bouattours Forschung baut auf der soliden Grundlage ihrer wissenschaftlichen Laufbahn auf: Sie studierte Elektrotechnik an der École Nationale d’Ingénieurs de Sfax in Tunesien und schloss ihr Masterstudium im Bereich Embedded Systems ab. 2021 promovierte sie an der Technischen Universität Chemnitz im Fach Elektrotechnik und erwarb dabei Fachkenntnisse in den Bereichen induktive Energieübertragung, eingebettete Systeme und intelligente Messtechnologien. An der Leuphana konnte sie dieses Fachwissen in den Bereichen intelligente Sensorik, Datenanalyse und Produktionssysteme noch erweitern. 

Künstliche Intelligenz ergänzt diese Arbeit zunehmend, indem sie Sensorsystemen dabei hilft, komplexe Informationen zu interpretieren, Muster zu erkennen und auf sich ändernde Bedingungen zu reagieren. Für Bouattour liegt ihr Wert darin, die Verbindung zwischen physikalischen Systemen, Sensorik und intelligenter Entscheidungsfindung zu stärken.
Ebenso wichtig für Bouattour ist die Zusammenarbeit in der Forschung. Durch die interdisziplinäre Arbeit sowie die Zusammenarbeit mit internationalen und Partnern aus der Industrie gelingt es ihr, unterschiedliche Fachkompetenzen zusammenzuführen und gleichzeitig den praktischen Bezug der Forschung zu technologischen Herausforderungen aufrechtzuerhalten. Sie beschreibt ihre Projektarbeit zudem als eine Art der Integration: Die Entwicklung von Ideen, der Aufbau von Partnerschaften und die Arbeit in einem neuen akademischen Umfeld haben ihr dabei geholfen, wissenschaftliche und persönliche Kontakte an der Leuphana zu knüpfen und ihre Deutschkenntnisse zu vertiefen.
 

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