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Besetzung der Professuren Educational Measurement (LUL) und Educational Innovation & Change (LUH)

PISA 2025 rückt Bildungsmonitoring in den Fokus

05.10.2026 Prof. Dr. Christine Sälzer als Leiterin des Arbeitsbereichs Educational Monitoring und Prof. Dr. Denise Demski als Leiterin des Arbeitsbereichs Educational Innovation and Change stärken das ZEB mit ihrer Expertise in Bildungsmonitoring und Schulentwicklung. Ein lernendes Schulsystem benötigt verlässliche Daten und eine damit verbundene evidenzorientierte Schulentwicklung, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen, wirksam darauf zu reagieren und allen Kindern gute Zukunftschancen zu eröffnen.

Das ZEB konnte Prof. Dr. Christine Sälzer als Leiterin des Arbeitsbereichs Educational Monitoring und Prof. Dr. Denise Demski als Leiterin des Arbeitsbereichs Educational Innovation and Change gewinnen. Die ausgewiesenen Expertinnen für Bildungsmonitoring und Schulentwicklung stärken damit das ZEB zu einem Zeitpunkt, zu dem die PISA-Studie einmal mehr verdeutlicht, wie wichtig verlässliche Daten und eine damit verbundene evidenzorientierte Schulentwicklung für ein lernendes Bildungssystem sind, das Veränderungen frühzeitig erkennt, wirksam darauf reagiert und allen Kindern gute Zukunftschancen eröffnet.

Prof. Dr. Christine Sälzer forscht seit Beginn ihrer wissenschaftlichen Laufbahn zu Schulabsentismus, d. h. zu den Fehlzeiten von Schülerinnen und Schülern im Unterricht. Von 2010 bis 2017 leitete sie die PISA-Erhebungen in Deutschland. Die jüngsten Ergebnisse dieser international vergleichenden Studie zeichnen erneut ein besorgniserregendes Bild: Nicht nur erreichen Schülerinnen und Schüler in Deutschland in allen drei getesteten Kompetenzbereichen die niedrigsten Werte seit Einführung der Studie, auch der Zusammenhang von Bildungserfolg mit dem sozio-ökonomischen Status des Elternhauses ist in Deutschland deutlich stärker als im OECD-Durchschnitt und hat sogar zugenommen. Um das Leistungsniveau zu verbessern und die Verknüpfung von Bildungserfolg und elterlichem Status zu verringern, empfehlen die Autorinnen und Autoren der Studie, das Bildungsmonitoring so weiterzuentwickeln, dass seine Ergebnisse in Bildungspraxis und Bildungsadministration genutzt werden können. Werden Lernstände frühzeitig und regelmäßig erfasst und die gewonnenen Daten konsequent genutzt, lassen sich Unterstützungsbedarfe und Potenziale besser erkennen und Ressourcen gezielter einsetzen, sodass Bildungserfolg weniger davon abhängt, welche Unterstützung das Elternhaus leisten kann.

Mit der Gründung des ZEB, das an der Leuphana Universität Lüneburg und der Leibniz Universität Hannover angesiedelt ist, hat das Land Niedersachsen dafür bereits eine wichtige Grundlage geschaffen. Mit der Berufung von Prof. Sälzer und Prof. Demski kann diese Arbeit nach den strukturellen Weichenstellungen der letzten Monate jetzt auch praktisch und konkret beginnen. Entscheidend ist dabei das enge Zusammenspiel seiner Arbeitsbereiche. So erforscht Prof. Dr. Denise Demski schwerpunktmäßig (datengestützte) Entwicklungs- und Innovationsprozesse in Bildungseinrichtungen. Ihre Arbeit wird wesentlich dazu beitragen, tragfähige Kooperationsstrukturen mit Praxis, Verwaltung und Politik aufzubauen. So entsteht ein Rahmen, in dem Forschungsfragen gemeinsam entwickelt, wissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen und für die Weiterentwicklung des Bildungssystems genutzt werden.

Christine Sälzer: "Am ZEB möchte ich dazu beitragen, dass Bildungsdaten nicht nur zeigen, wo wir stehen, sondern Orientierung für gute Entscheidungen geben. Dafür verbinde ich Bildungsmonitoring mit Schul- und Unterrichtsforschung und der Professionalisierung von Lehrkräften. Ein enger Austausch mit Bildungspraxis und Bildungspolitik ist mir dabei besonders wichtig."

Denise Demski: "Eine evidenzorientierte Schulentwicklung, bei der Daten nicht Selbstzweck sind, sondern konsequent auf allen Ebenen des Bildungssystems für die Verbesserung von Schule und Unterricht genutzt werden, erfordert eine enge Kooperation von Praxis, Administration, Politik und Wissenschaft. Mit der Gründung des ZEB ist ein wichtiger Grundstein für die Vernetzung erfolgt und ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren."

Gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern aus Bildungspraxis, Verwaltung und Politik entwickelt das ZEB wissenschaftlich fundierte Strategien, damit möglichst alle Kinder von schulischen Lernangeboten profitieren. Ziel ist ein lernendes Bildungssystem, das Qualität sichert, Bildungsungleichheiten verringert und auf neue Herausforderungen auf der Grundlage verlässlicher Daten reagieren kann.

2027 werden außerdem die Arbeitsbereiche Educational Measurement, Educational Equity und Educational Trajectoriesaufgebaut. Das ZEB investiert damit in genau die Themenfelder, die angesichts der aktuellen PISA-Ergebnisse an Dringlichkeit gewinnen.