INNOVATIONS-INKUBATOR LÜNEBURG

Mit Wissenschaft die Region stärken

Als Ergebnis ist ein regionales Innovationsystem entstanden, bescheinigte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) dem Projekt in ihrer Studie „Lessons learned from the Lüneburg Innovation Incubator". Die Innovationstreiber seien zahlreiche Start-ups, zusätzliche Forschungs- und Transferkapazitäten an der Hochschule, Kooperationen mit internationalen Unternehmen und NGO sowie eine nachhaltige Infrastruktur für die Fortsetzung dieser Aktivitäten. Der Inkubator habe außerdem die Weiterentwicklung des Lehrmodells der Leuphana unterstützt, wobei besonders die Professional School und die Digital School der Universität mit ihren Angeboten Pionierarbeit geleistet hätten. Zur vollständigen OECD-Studie in englischer Sprache 

Rund 550 zusätzliche Forscherinnen und Forscher brachte der Inkubator nach Lüneburg. Sie setzten 45 Projekte mit rund 600 Kooperationspartnern um. Zwölf Firmen entstanden direkt aus dem Inkubator, weitere 60 Gründungen wurden begleitet. Rund 420 Arbeitsplätze wurden in der Region geschaffen oder gesichert. Über 8.300 Unternehmensvertreter nahmen an Transfer-Veranstaltungen des Inkubators teil. Zu den Ergebnissen der einzelnen Projekte

Bei der feierlichen Abschlussveranstaltung des Innovations-Inkubators am 24. Juni 2015 würdigten Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil, der Chef der Bundesagentur für Arbeit Frank-Jürgen Weise und der stellvertretende Generalsekretär der OECD Stefan Kapferer den mit dem EU-Großprojekt Innovations-Inkubator gelungenen Brückenschlag zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Zum Veranstaltungsbericht

Digitale Medien

MATHIAS FUCHS

Das Stadtrundgangs-Spiel „Lüneburg 3D“ bietet neue Perspektiven auf die alte Hansestadt. Mathias Fuchs, Leiter des Inkubator-Projekts „Art and Civic Media“ und Programmleiter der internationalen Spielekonferenz DiGRA 2015, erzählt von der Entwicklung.

BURKHARDT FUNK

Wie können Unternehmen ihre Suchmaschinenwerbung optimieren? Eine Antwort auf diese Frage erarbeiteten Burkhardt Funk, Vizepräsident der Leuphana, und seine Mitarbeiter im Inkubator-Projekt „SEM-A2“ mit der Lüneburger Agentur web-netz.

JESSICA ZELLER

Wer gründet, braucht Unterstützung. Gründerin Jessica Zeller berichtet, wie ihr junges Unternehmen Edkimo in der Startphase durch den Inkubator gefördert wurde. Und sie erklärt ihre Geschäftsidee: eine Feedback-App für den Schulunterricht.

ANDREAS EBERT

Zuerst war da eine Idee: Kurze Videos im Legetechnik-Format, die komplexe Zusammenhänge einfach und ansprechend vermitteln. Gründer Andreas Ebert berichtet, wie aus dieser Idee mit Hilfe des Inkubators die Lüneburger Kommunikationsagentur explainity wurde.

Gesundheit

HANNE THIART

Wirkungsvolle Hilfe per Mausklick: 11 Online-Trainings und 2 Apps hat die Forschergruppe GET.ON entwickelt. Studien beweisen ihre Wirksamkeit bei der Prävention und Behandlung von psychischen Erkrankungen, erklärt Hanne Thiart, Diplom-Psychologin und Gründerin des GET.ON Instituts.

THOMAS LÖTSCH

Tourismusbranche und Gesundheitswesen passen nicht zusammen? Passen sie doch. Thomas Lötsch von der Agentur für Wirtschaftsförderung berichtet, wie ihm Inkubator-Gastprofessorin Monika Rulle geholfen hat, das Profil des Sektors Gesundheitstourismus in Cuxhaven zu schärfen.

TILL BEIWINKEL

„Onlinebasierte Trainings werden künftig einen festen Platz im deutschen Gesundheitssystem haben“, prognostiziert Forscher Till Beiwinkel. Das Inkubator-Projekt „Vernetzte Versorgung“ evaluierte ein Präventions- und Therapie-Programm des Harburger Anbieters Novego AG.

Nachhaltige Energie

JÖRG KRÜGER

Zielgruppen, Ressourcen, Risiken – der Geschäftsführer des Celler IT-Spezialisten Delta plus, Jörg Krüger, hat mit Inkubator-Forschern das Geschäftsmodell seines Geothermie-Produkts GeoCool analysiert. Die Leuphana-Wissenschaftler erlebte er als „überaus praxisnah“.

HOLGER DANNEBERG

„Vom Ökofreak zum Nachhaltigkeitspionier“: Werkhaus-Geschäftsführer Holger Danneberg hat sich in Workshops mit dem Thema Nachhaltigkeit im Mittelstand beschäftigt. Nun veröffentlicht seine Firma einen Nachhaltigkeitsbericht und verfolgt eine neue Kommunikationsstrategie.

SIEGFRIED ZIEGERT

Eine Rohstoffstrategie für die Unternehmen der Region: Siegfried Ziegert, Leiter der Stabsstelle für Wirtschaftsförderung, Landkreis Osterholz, und Koordinator ARTIE, stellt das "Netzwerk Rohstoffquelle:Produkt" vor. Zu den Initiatoren zählt der Innovations-Inkubator.

COLETTE BOMNÜTER

Wie können Handwerksbetriebe nachhaltiger werden? Colette Bomnüter von der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade hat diese Frage mit der Leuphana Universität Lüneburg untersucht. Die entwickelte neue Methode bietet sie nun in der Beratung an.

OLIVER OPEL

Inkubator-Forscher haben einen verbesserten Wärmespeicher entwickelt: die „Thermische Batterie“. Sie deckt den Warmwasser- und Heizungsbedarf eines Ein- oder Mehrfamilienhauses – kostengünstiger, umweltfreundlicher und platzsparender als herkömmliche Systeme. Umweltwissenschaftler und Gründer Oliver Opel erläutert, weshalb.

Heide Oberbeck

Wäre ein Quartierspeicher in Ritterhude sinnvoll? Juristen, Techniker und Betriebswirte haben dies im Inkubator-Projekt "EnERgioN" für die Osterholzer Stadtwerke untersucht. „Die Leuphana bringt alle Akteure sehr gut zusammen“, sagt Heide Oberbeck von den Stadtwerken. Das sei eine besondere Kompetenz: „Meist wird nur in eine Richtung geguckt.“

JOACHIM SCHWERDTFEGER

Korrosion in Rohren und Wassersystemen kostet Industrieunternehmen viel Geld. Inkubator-Forscher haben mit dem Sensorhersteller Franatech das Frühwarnsystem „FeQuan“ entwickelt, das solche Schäden vorhersagt. Firmen sparen bis zu 25 Prozent ihrer Wasseraufbereitungskosten, erklären Joachim Schwerdtfeger und Michel Masson von Franatech.

CLEMENS MADER

Clemens Mader, Inkubator-Gastprofessor für Umwelt und Nachhaltigkeit in der Region, hat mit dem Safthersteller Voelkel, der Bäckerei Dinkelmeister und der HWK Braunschweig-Lüneburg-Stade Nachhaltigkeitsstrategien entwickelt.

WEITERE ERGEBNISSE

Caroline Thiem

Schadstoffbelastetes Heu aus den Elbauen wird zu Pflanzendünger: Eine neue Methode macht es möglich. Ökologin Caroline Thiem erklärt, wie das Verfahren im Inkubator-Projekt „Aktivierte Pflanzenkohle“ entstand.

Ina Wenhold

Gute Führung, Mitarbeiterzufriedenheit, Arbeitgeberattraktivität: Für Ina Wenhold, Personalleiterin beim Öko-Versandhändler Deerberg, haben die Forscher des Verbunds „Performance Management im Mittelstand“ zwei Mitarbeiterbefragungen durchgeführt.

Bernd Passier

„Ein Treiber für die Arbeitsmarktentwicklung in der Region“: Bernd Passier, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen, nimmt eine erste Bewertung des Innovations-Inkubators Lüneburg vor.

Bettina Roggmann

Das Schloss Agathenburg präsentierte mit dem Inkubator-Projekt KIM die Kunstausstellung „Some Issues of History“ zum Daniel Frese Preis 2013. Dabei traf regionale auf internationale Kunst. „Das ist ungewöhnlich und gibt den Künstlern die Chance, in internationalem Kontext wahrgenommen zu werden“, sagt Bettina Roggmann vom Schloss Agathenburg.

Michael Zeinert

Mehr als 350 Unternehmen aus dem Bezirk der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg haben mit dem Inkubator kooperiert. IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Zeinert zeigt auf, wie dies den Betrieben genutzt hat.

Joachim True

Verschwendung eliminieren – mit diesem Ziel hat der Laserhersteller LAP die im Inkubator entwickelte Methode „Operations Excellence“ zur Prozessoptimierung umgesetzt. So konnte Production Manager Joachim True die Bestände binnen kurzer Zeit um 500.000 Euro verringern, im Lager sind jetzt 25 Prozent mehr Platz.

Timo Bleckwedel

Der Ratgeber „Kinderbetreuung in Unternehmen“ erklärt Schritt für Schritt, wie Firmen kinderfreundlicher werden und weshalb sie davon profitieren. Bildungsforscher Timo Bleckwedel hat den Ratgeber im Inkubator-Projekt „Betriebliche Großtagespflege“ konzipiert.

Jan Orthey

„Wer sein Geld vor Ort ausgibt, kann seiner Gemeinde die Luft zum Leben geben“, sagt Jan Orthey. Der Inhaber von Lünebuch – Buchhandlung am Markt hat mit dem Unternehmensnetzwerk „Nachhaltiger Mittelstand“ Strategien zur Zukunft des lokalen Einzelhandels weiterentwickelt.

Christine Kruppa

Was ist eigentlich ein nachhaltiges Produkt? Fragen wie diese hat Christine Kruppa von der Bio-Bäckerei Bohlsener Mühle systematisch im Verbund „Nachhaltiger Mittelstand“ bearbeitet. Dabei knüpfte sie nützliche Kontakte zu anderen Unternehmern und Nachhaltigkeitsforschern.

Carsten Wille

Mehr als 400 Beratungsgespräche, über 60 begleitete Start-ups: Carsten Wille, Projektleiter Existenzgründungsprojekte und Gründungsberater an der Leuphana, zieht eine Zwischenbilanz. Der Ausbau der universitären Entrepreneurship-Förderung wurde massiv vom Innovations-Inkubator unterstützt.

HOLM KELLER

„Es ist toll gewesen zu sehen, welchen Beitrag Wissenschaft für die Innovationsentwicklung eines Standortes leisten kann und wie einfach das im Verhältnis ist“, schildert Inkubator-Gesamtprojektleiter Holm Keller seine Eindrücke.