Transformation Dialogue: Disalienation and the Past
27. Mai
Leuphana Universität Lüneburg I C40.256
Mi., 27. Mai 2026, 16–18 Uhr
Welche neuen Perspektiven für die Gegenwart und Zukunft eröffnet unsere Auseinandersetzung mit der Vergangenheit? Im zweiten Transformation Dialogue diskutieren Prof. Dr. Heidi Grunebaum (University of the Western Cape) und Dr. Elena Vogman (Bauhaus-Universität Weimar) die transformative Kraft von Geschichtsforschung.
DAS ERWARTET SIE
Wie kann die prägende Kraft von Gewaltgeschichte überwunden werden, sodass ein anderer Ausgang vorstellbar wird? Je nachdem, wie Gesellschaften mit ihrer Vergangenheit umgehen, kann dies Stagnation oder neue Zukünfte begünstigen. Der Dialog startet mit der Prämisse, dass der Transformationsbegriff nicht nur für das Verständnis von Veränderungsprozessen in Gegenwart und Zukunft relevant ist: Transformationszyklen, die sich aktuell entfalten, haben oft in der Vergangenheit begonnen. Ein Blick in die Geschichte kann dabei helfen zu entschlüsseln, was wir heute erleben. Das transformative Vermögen historischer Forschung liegt in den Geschichten, die sie hervorbringt. Die Art und Weise, wie Geschichte erzählt wird, kann entweder zu einer Logik der Determination und Ohnmacht führen oder zur Entdeckung ungeahnter Möglichkeiten.
Der Dialog wird von Dr. Henrike Kohpeiß (Leuphana Transformation Lab) moderiert.
DIE GÄSTE
Prof. Dr. Heidi Grunebaum ist Autorin und Kulturwissenschaftlerin mit Schwerpunkt auf Ästhetik und Politik. Durch ästhetische Betrachtungen von Kunstwerken, die mit Geschichten von Gewalt verflochten sind, eröffnet sie Perspektiven auf ihre sinnliche Differenz.
Dr. Elena Vogman ist Autorin und Medienhistorikerin. Sie beleuchtet vielschichtige Ursachen von Transformationsprozessen, indem sie die Aufmerksamkeit auf psychoanalytische Praktiken und ihre sozio-historischen Bedingungen richtet.
Beide Wissenschaftlerinnen teilen das Interesse daran, wie spezifische sensorische Milieus Veränderungen ermöglichen und wie sie durch ästhetische und institutionelle Praxis thematisiert, erschlossen und reproduziert werden können.
DIE TRANSFORMATION DIALOGUES-REIHE
Die Transformation Dialogues bringen zwei Wissenschaftler:innen aus unterschiedlichen Disziplinen ins Gespräch darüber, wie Transformation heute verhandelt wird. Der Begriff ist in Wissenschaft, Politik und Gesellschaft allgegenwärtig, bleibt jedoch oft unbestimmt. Die Veranstaltungsreihe des Leuphana Transformation Lab schafft einen Raum für interdisziplinären Austausch, in dem unterschiedliche Forschungsperspektiven zu einer lebendigen Auseinandersetzung mit Transformation beitragen.
PROGRAMM
Jede Veranstaltung umfasst kurze Inputs, ein moderiertes Gespräch und eine offene Diskussion mit dem Publikum. Indem unterschiedliche Perspektiven aufeinandertreffen und produktive Spannungen zugelassen werden, fordert die Reihe dazu auf, kritisch zu fragen: Welche Funktion hat der Begriff „Transformation“ im heutigen Diskurs?
TEILNAHME
Die Veranstaltung ist hochschulöffentlich, eine Teilnahme ist ohne Anmeldung möglich.
Die Veranstaltungssprache ist Englisch.
Kontakt
- Dr. Henrike Kohpeiß