Vorlesungsverzeichnis

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Lehrveranstaltungen

Ästhetik - Rhetorik - Mimesis (Deu 110) (Vorlesung)

Dozent/in: Ulrike Steierwald

Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 10:15 - 11:45 | 04.04.2022 - 08.07.2022 | C HS 3 (Umbau HS-Gang bis 31.12.22) S. Kommentar

Inhalt: Inhalt: Die Vorlesung bietet einen Überblick über die Theorie der Literatur und die Praxis der Literaturwissenschaft in ihrer Geschichtlichkeit und Gegenwart. Die Vielfalt möglicher Antworten auf die Frage "Was ist Literatur?" bzw. "Was ist ein Text?" im Rahmen der Philologien steht im Zentrum. Die Fragestellung wird zum Ausgangspunkt für das wissenschaftlich begründete Lesen sowie das Sprechen und Schreiben über literarische Texte. Komplementär zu dieser Vorlesung des Moduls werden Wahlpflichtseminare angeboten, die die Anforderungen an das literaturwissenschaftliche Arbeiten, Recherche, die Formulierungen erster "Forschungsfragen" und den Aufbau und die Konzeption wissenschaftlicher Argumentation vermitteln. Die Vorlesung findet im HS 3 unter klaren Hygienebedingungen in Präsenz statt.

Franz Kafka – Erzählungen (Deu 110) (Seminar)

Dozent/in: Hartmut Vollmer

Termin:
wöchentlich | Montag | 18:15 - 19:45 | 04.04.2022 - 08.07.2022 | C 3.121

Inhalt: Die Werke Franz Kafkas (1883-1924), der zu den rätselhaftesten und vieldeutigsten Autoren der deutschsprachigen literarischen Moderne zählt, sind unverzichtbare Schullektüre. Das Seminar wird sich unter literaturwissenschaftlichen, textuellen Aspekten mit Kafkas Erzählungen beschäftigen (u. a. „Das Urteil“, „Die Verwandlung“, „In der Strafkolonie“, „Ein Bericht für eine Akademie“, „Ein Hungerkünstler“), diese tiefreichend analysieren und nach Formen produktiver Textvermittlung und -rezeption fragen. Ziel ist es hierbei, die Deutungsproblematik der Werke Kafkas nicht als irritierende Abschreckung, sondern als spannende und ertragreiche Herausforderung zu verstehen.

Internationale Avantgarden (Deu 110) (Seminar)

Dozent/in: Marlene Meuer

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 12:15 - 13:45 | 04.04.2022 - 08.07.2022 | C 3.121

Inhalt: Die vielgestaltigen Kunstformen zu Beginn des 20. Jahrhunderts, die darauf zielten, ästhetische Grenzen zu sprengen und literarische Normen zu erweitern, werden heute als "Historische Avantgarde" bezeichnet. Das Seminar behandelt sowohl die wichtigsten Kunstrichtungen jener Zeit (Futurismus, Expressionismus, Dadaismus, Surrealismus) als auch spätere Kunstströmungen, welche an die Historische Avantgarde anschlossen, etwa die sog. "Neo-Avantgarde" der 1960er und 70er Jahre und auch noch Kunstrichtungen der Gegenwart, welche sich in dieser Tradition verorten und beanspruchen, "Avantgarde" zu sein. Schwerpunkte des Seminars liegen auf den literarischen Erscheinungen der Avantgarde in den deutschsprachigen Ländern, doch werden diese in ihren internationalen Verflechtungen und in ihren Wechselwirkungen mit den anderen Künsten betrachtet. Aufgrund ihres internationalen und intermedialen Charakters benötigt die Avantgardeforschung besondere Konzepte und Methoden zur Analyse, die wir in diesem Seminar kennenlernen wollen. Damit führt das Seminar nicht nur in die Literatur- und Kunstgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts ein, sondern vermittelt auch theoretisches und methodisches Grundlagenwissen.

Kurzprosa des 20. Jahrhunderts (Deu 110) (Seminar)

Dozent/in: Svenja Frank

Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 16:15 - 17:45 | 04.04.2022 - 08.07.2022 | C 3.121

Inhalt: Im 20. Jahrhundert wendet sich die erzählerische Kurzprosa verstärkt dem Alltäglichen und dessen subjektivem Eindruck auf den Menschen zu. An die Stelle der äußeren Handlung rückt die fokussierte und intensivierte Wahrnehmung. Inwiefern ermöglicht die Kurzprosa der Moderne den Leser:innen in besonderer Weise, sich in eine ästhetische Wahrnehmung der Wirklichkeit einzuüben? Ist überhaupt die Rede von einer ‚Erzählung‘ angebracht, wenn nichts passiert? Im Seminar werden wir klassische Kurzgeschichten und poetische Miniaturen im Detail analysieren (close reading) und deuten. Wir werden erzähltheoretische Instrumentarien und Begriffe auf ihre Stichhaltigkeit und Tauglichkeit prüfen und in einem Exkurs Vergleiche mit der amerikanischen short story und ihrer Theorie anstellen. Besprochen werden Texte von u.a. Ingeborg Bachmann, Wolfgang Borchert, Friedrich Dürrenmatt, Peter Handke, Ernest Hemingway, Wolfgang Hilbig, Marie Luise Kaschnitz und Terézia Mora.

Literatur im Wechselspiel zwischen Bild und Schrift (Deu 110) (Seminar)

Dozent/in: Katrin Dammann-Thedens

Termin:
wöchentlich | Mittwoch | 16:15 - 17:45 | 04.04.2022 - 08.07.2022 | C 4.215

Inhalt: Literatur ist durch vielfältige Wechselspiele zwischen Bild und Schrift geprägt. Sie reichen von narrativen Bild-Schrift-Verbünden, wie Comics oder Graphic Novels, bis hin zu intermedialen Hybridbildungen, wie sie beispielsweise bei der Verwendung filmischer Montageverfahren in schriftsprachlicher Literatur vorkommen. Das Seminar setzt an diesem Aspekt literarischer Vielfalt an, von dem aus Bild und Schrift in ihren spezifischen Qualitäten bestimmt sowie ausgewählte Formen ihres Wechselspiels erkundet werden.

Schwitters (Deu 110) (Seminar)

Dozent/in: Ulrike Steierwald

Termin:
wöchentlich | Mittwoch | 12:15 - 13:45 | 04.04.2022 - 08.07.2022 | C 7.320 / Aufzug außer Betrieb! Erneuerung der Aufzugsanlage 14.11.-16.12.2022

Inhalt: Wer oder was ist SCHWITTERS? Ein Mann in einem Bärenfell. Ein Baumeister in Bildern, Sprachen und Tönen. DADA. MERZ. Ein Exilant auf der Flucht vor den Verfolgungen in der Zeit des Nationalsozialismus. Eine Existenzform an und auf der Grenze, die die Schichtungen und Vielschichtigkeiten historischer wie aktueller politischer Entwicklungen hervortreten lässt. Und nicht zuletzt ein Bewohner und Einsiedler der Natur in Norwegen und im Lake District – in Landschaften, deren Schönheit immer wieder den Gestaltungsspielraum in den Bildenden wie Sprach-Künsten provoziert und öffnet. Kurt Schwitters, ein Autor mit vielen Namen, Leben und Lieben, ist der Protagonist in Ulrike Draesners gleichnamigen, 2020 erschienen Roman. In der gemeinsamen Lektüre werden wir Fragen des Exils, der Flucht, der Sprachenvielfalt und Vielschichtigkeit exterritorialer wie künstlerischer Existenzformen und des „Nature Writing“ erarbeiten. Im Zentrum der Lektüre stehen nicht zuletzt die Ästhetik der literarischen und künstlerischen (Post-)Moderne in den ersten Jahrzehnten des 20. und 21. Jahrhunderts (Romanform, Lyrik, Collage, Verkörperung, Bildlichkeit etc.). Zur Einstimmung ein Kurzbeitrag aus dem Deutschlandfunkt, der nicht zu viel verrät bzw. festlegt: https://www.deutschlandfunkkultur.de/ulrike-draesner-schwitters-im-kosmos-eines-100.html Die vorbereitende Lektüre des umfangreichen Romans (auf den sich das Seminar als Primärlektüre konzentrieren wird) ist sehr zu empfehlen. Unverzichtbare Voraussetzung sind Ausleihe oder Erwerb (s.a. medimops oder ZVAB) des Textes, der zu jeder Seminarsitzung mitzubringen ist.

Schwitters (Deu 110) (Seminar)

Dozent/in: Ulrike Steierwald

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 16:15 - 17:45 | 04.04.2022 - 08.07.2022 | C 4.215

Inhalt: Wer oder was ist SCHWITTERS? Ein Mann in einem Bärenfell. Ein Baumeister in Bildern, Sprachen und Tönen. DADA. MERZ. Ein Exilant auf der Flucht vor den Verfolgungen in der Zeit des Nationalsozialismus. Eine Existenzform an und auf der Grenze, die die Schichtungen und Vielschichtigkeiten historischer wie aktueller politischer Entwicklungen hervortreten lässt. Und nicht zuletzt ein Bewohner und Einsiedler der Natur in Norwegen und im Lake District – in Landschaften, deren Schönheit immer wieder den Gestaltungsspielraum in den Bildenden wie Sprach-Künsten provoziert und öffnet. Kurt Schwitters, ein Autor mit vielen Namen, Leben und Lieben, ist der Protagonist in Ulrike Draesners gleichnamigen, 2020 erschienen Roman. In der gemeinsamen Lektüre werden wir Fragen des Exils, der Flucht, der Sprachenvielfalt und Vielschichtigkeit exterritorialer wie künstlerischer Existenzformen und des „Nature Writing“ erarbeiten. Im Zentrum der Lektüre stehen nicht zuletzt die Ästhetik der literarischen und künstlerischen (Post-)Moderne in den ersten Jahrzehnten des 20. und 21. Jahrhunderts (Romanform, Lyrik, Collage, Verkörperung, Bildlichkeit etc.). Zur Einstimmung ein Kurzbeitrag aus dem Deutschlandfunkt, der nicht zu viel verrät bzw. festlegt: https://www.deutschlandfunkkultur.de/ulrike-draesner-schwitters-im-kosmos-eines-100.html Die vorbereitende Lektüre des umfangreichen Romans (auf den sich das Seminar als Primärlektüre konzentrieren wird) ist sehr zu empfehlen. Unverzichtbare Voraussetzung sind Ausleihe oder Erwerb (s.a. medimops oder ZVAB) des Textes, der zu jeder Seminarsitzung mitzubringen ist.