Vorlesungsverzeichnis

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Lehrveranstaltungen

Art and Paradigms: Theoriediskurse im Kunstfeld seit den 1990er Jahren (Seminar)

Dozent/in: Ann-Kathrin Eickhoff, Elisa Roguszczak

Termin:
Einzeltermin | Mo, 17.10.2022, 18:15 - Mo, 17.10.2022, 19:45 | C 14.203 | Vorbesprechung
Einzeltermin | Fr, 02.12.2022, 14:15 - Fr, 02.12.2022, 19:45 | C 11.308
Einzeltermin | Sa, 03.12.2022, 10:15 - Sa, 03.12.2022, 18:45 | C 11.308
Einzeltermin | Fr, 09.12.2022, 14:15 - Fr, 09.12.2022, 19:45 | C 14.001
Einzeltermin | Sa, 10.12.2022, 12:15 - Sa, 10.12.2022, 18:45 | C 14.001

Inhalt: „The narrative of theoretical unraveling, of being undone, is a journey of phases in which the thought we are immersed in, is invalidated: those moments of silent epiphany in which we have realized that things might not necessarily be so, that there might be a whole other way to think them, moments in which the paradigms we inhabit cease to be self-legitimating and in a flesh are revealed to be nothing more than what they are, paradigms”. Ausgehend von Irit Rogoffs Überlegung in dem Aufsatz „What is a Theorist?“ (2003) versucht das Seminar den Begriff und damit einhergehende Paradigmen der „Kunsttheorie“ seit den 1990er Jahren nachzuvollziehen. In der konkreten Auseinandersetzungen mit Künstler:innen, Theoretiker:innen, Magazinen und Ausstellungsinstitutionen, die seit den 1990er Jahren mit, um und gegen diesen Begriff operieren, sollen im Kontext eines sich in der Planungsphase befindlichen Ausstellungsprojektes zeitgenössische künstlerische Arbeitsweisen sowie Recherche- und Forschungsarbeit mit Archiven in der Halle für Kunst untersucht werden. Neben dieser zeitgenössischen Perspektive soll der Einzug heute zentrale Diskurse in die Kunsttheorie – darunter Institutionskritik, Gendertheorie und Decolonial Studies – nachvollzogen werden. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Funktionsweisen des Begriffs der „Kunsttheorie” und spezifischen Erwartungshaltungen, die an die „Theorie” als „Disziplin” im Kunstkontext herangetragen werden. Die Studierenden erarbeiten sich im transdisziplinären Austausch mit Kurator:innen, Künstler:innen und Kulturarbeiter:innen sowie durch begleitende fachliche Textarbeit grundlegendes Wissen über die Mechanismen der Kunstproduktion und einer damit einhergehenden theoretischen Auseinandersetzung.

Kulturerbe Tanz. Präsenz, Flüchtigkeit und choreografische Prozesse: Tanz als Forschungspraxis (Seminar)

Dozent/in: Vicky Kämpfe

Termin:
Einzeltermin | Fr, 20.01.2023, 14:15 - Fr, 20.01.2023, 19:45 | C 12.102 | der Raum aus WS 21/22 war ideal für die Raumbedürfnisse der Seminararbeit (Gruppenarbeit und Bewegungspraxis)
Einzeltermin | Sa, 21.01.2023, 10:15 - Sa, 21.01.2023, 17:45 | C 40.601 | der Raum aus WS 21/22 war ideal für die Raumbedürfnisse der Seminararbeit (Gruppenarbeit und Bewegungspraxis)
Einzeltermin | So, 22.01.2023, 10:15 - So, 22.01.2023, 17:00 | C 40.501
Einzeltermin | So, 29.01.2023, 10:15 - So, 29.01.2023, 17:00 | C 40.501

Inhalt: Der ‚Moderne Tanz - Stilformen und Vermittlungsweisen der Rhythmus- und Ausdruckstanzbewegung‘ wurde bereits 2014 vom Deutschen UNESCO-Komitee in das neu eingerichtete nationale Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Diese Nominierung konnte eine verstärkte theoretische Reflexion sowie kultur- und bildungspolitische Diskussion über die Bedeutung des immateriellen Kulturerbes, und im Besonderen der tänzerischen Praktiken anstoßen. Ein erster Schritt zu mehr Erkenntnis, denn Tanz hat sich als Reflexionsmedium par excellence erwiesen: neben den Fragen danach, was Tanz ist und wie er gegen Handlung unterscheidbar sei, konfrontiert er ebenso die verlautbare vermeintliche Immaterialität. Mit Blick auf die zunehmende Digitalisierung ganzer Lebensfelder und den Erfahrungen aus einem auf das Digitale zurückgeworfenen Alltag können anhand tänzerischer Praxis Fragen nach körperlicher und persönlicher Präsenz neu formuliert werden. Insbesondere aber stellt sich tänzerisches Arbeiten als einzigartiges Instrument zur Verfügung, empraktische Erkenntniswege (research in practice) gehen zu können. Weshalb aber sollte sich die Wissenschaft mit den Ausprägungen und Bewegungssystemen des Modernen Tanzes, mit deren tanzdidaktischen, und ästhetischen Konzepten beschäftigen? Werden doch seine verschiedenen Ausformungen, Techniken und Arbeitsmethoden sowie das immanent vermittelte Körper- und Bewegungswissen bereits durch eine dritte Tänzergeneration weitergelebt. Darum geht es: Inwiefern sind die bereits vor etwa einem Jahrhundert entstandenen Denk- und Arbeitsweisen für die gegenwärtigen und zukünftigen vielgestaltigen und komplexen Handlungsfelder relevant und konstitutiv. Im Seminar werden wir uns zunächst mit tradiert kognitiven Zugängen an das Themenfeld annähern und aufgeworfene Themenschwerpunkte konkreter erarbeiten, um dann mit einem für die tanzvermittelnde Praxis entwickelten ‚Choreografischen Baukasten‘ das Moderne Tanzerbe empraktisch (er)lebend zu rekonstruieren und in Bewegungsstudien choreografisch umzusetzen.

Kulturinstitutionen und der "Dritte Raum". Diversität in der Wissensproduktion (Seminar)

Dozent/in: Ursula Richenberger

Termin:
Einzeltermin | Fr, 21.10.2022, 14:15 - Fr, 21.10.2022, 17:45 | C 14.001
Einzeltermin | Sa, 22.10.2022, 10:00 - Sa, 22.10.2022, 17:30 | C 14.001
Einzeltermin | Fr, 28.10.2022, 14:15 - Fr, 28.10.2022, 17:45 | C 25.019 Seminarraum | Platz für Kleingruppenarbeit
Einzeltermin | Sa, 29.10.2022, 10:00 - Sa, 29.10.2022, 17:30 | C 25.019 Seminarraum | Platz für Kleingruppenarbeit

Inhalt: Raum und Kultur bedingen sich wechselseitig, d.h. auf der einen Seite nimmt der physische und repräsentierte Raum entscheidenden Einfluss auf die Entstehung und Entwicklung von Kulturen und auf der anderen Seite prägen kulturelle Gruppierungen den materiellen und imaginierten Raum fundamental. Vor dem Hintergrund einer diversen Gesellschaft stellt sich deshalb insbesondere für Institutionen der Hochkultur (Museen, Theater, Opern und Konzerthäuser) die Frage, wie dieser Gesellschaft Rechnung getragen wird, wie durch die Methoden von Co-Creation und Audience Development die Institutionen für ein gemeinsames Agieren geöffnet werden können. Beispielhaft werden "Dritte Orte" im Seminar diskutiert: Freiraum im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Embassy of Hope des Thalia Theaters, Instagram-Projekt "Eva Stories", Bibliothek Oodi in Helsinki. Auf Grundlage dieser Beispiele werden Kriterien für die Schaffung "Dritter Orte" entwickelt, um verschiedene Formen von Ausschlüssen (Rassismus, Klassismus, Sexismus, Gender, Intersektionalität) zu minieren, Kultur für viele zugänglich zu machen. Entscheidend bleibt dabei die Antwort auf die Frage "Wer spricht", wer produziert das Wissen an diesem Ort.

PHENOMENAL WOMEN – An Analysis of Significant Female Jazz Musicians from the 1920s to the 1960s (FSL) (Profile NAS) (Seminar)

Dozent/in: Rebecca Lang

Termin:
wöchentlich | Montag | 12:15 - 13:45 | 17.10.2022 - 03.02.2023 | C 16.207

Inhalt: PHENOMENAL WOMEN In a seminar celebrating the lives, music and activism of 14 outstanding female musicians, we will analyse their contributions to changing the musical and political landscape: Josephine Baker 1906 - 1975 Edith Piaf 1915 - 1963 Billie Holiday 1915 - 1959 Ella Fitzgerald 1917 - 1996 Lena Horne 1917 - 2010 Dinah Washington 1924 -1963 Eartha Kitt 1927 - 2008 Marlene Dietrich 1901 - 1992 Doris Day 1922 - 2019 Marilyn Monroe 1926 - 1962 Peggy Lee 1920 - 2002 Etta James 1938 - 2012 Maya Angelou 1928 - 2014 Miriam Makeba 1932 - 2008 The second half of the semester will involve the coordination and production of the concert and exhibition PHENOMENAL WOMEN featuring ZODWA SELELE.

Welt-Bilder: Klischees und Stereotypen in Reisereportagen (Seminar)

Dozent/in: Karsten Eichner

Termin:
Einzeltermin | Sa, 03.12.2022, 10:00 - Sa, 03.12.2022, 17:00 | C 14.103
Einzeltermin | So, 04.12.2022, 10:00 - So, 04.12.2022, 15:00 | C 14.103
Einzeltermin | Sa, 21.01.2023, 10:00 - Sa, 21.01.2023, 17:00 | C 14.103
Einzeltermin | So, 22.01.2023, 10:00 - So, 22.01.2023, 15:00 | C 14.103

Inhalt: Freundliche Eingeborene, kaffeebraune Schönheiten, dienstbare Geister... Klischees und Stereotypen durchziehen seit jeher Reisereportagen und Reiseberichte, und ebenso unterschiedlich sind die prägenden Weltbilder der Autoren - von eurozentiert oder USA-fixiert über dandyhaft-überlegen bis hin zu latent rassistisch. Das Seminar beleuchtet anhand von deutsch- und englischsprachigen Texten, wie selbst Großmeister der Reisereportage wie Mark Twain oder Egon Erwin Kisch ganz bewusst ihre eigene Färbung und ihr eigenes Weltbild in die Texte einfließen ließen, und welche Klischees sich auch in aktuellen Reisereportagen wiederfinden. In vielen praktischen Schreibübungen lernen die Teilnehmer, Themen zu planen und von verschiedenen Seiten zu beleuchten, den eigenen Standpunkt kritisch zu hinterfragen, die geeignete Form und Perspektive zu wählen und beim Schreiben nicht in die "Klischee-Falle" zu tappen. Ein starker Fokus des Kurses liegt dabei auf schreibpraktischen Übungen.