Course Schedule

Veranstaltungen von Prof. Dr. Andrea Kretschmann


Lehrveranstaltungen

Zeitdiagnosen (Seminar)

Dozent/in: Andrea Kretschmann

Termin:
Einzeltermin | Di, 07.04.2026, 14:15 - Di, 07.04.2026, 15:45 | Online-Veranstaltung | ONLINE
wöchentlich | Dienstag | 14:15 - 15:45 | 14.04.2026 - 10.07.2026 | C 12.101 Seminarraum

Inhalt: Es gehört zum Kerngeschäft der Soziologie, die Charakteristik ihrer Zeit begrifflich zu fassen und unter dieser Perspektive zu analysieren. Zeitdiagnosen sind ein – besonders streitbares – soziologisches Genre, das die zentrale Entwicklungslinie einer Gegenwartsgesellschaft als Ganzer identifiziert. Oft haben Zeitdiagnosen eine Relevanz über den akademischen Kontext hinaus. Als populär ausgerichtete Wissensform werden sie dann in einer interessierten Öffentlichkeit diskutiert und tragen auf dieser Basis als public sociology zur gesellschaftlichen Selbstverständigung bei. Zugleich gibt es derzeit gesellschaftlich ein besonders großes Bedürfnis nach Zeitdiagnosen. Beispiele für Zeitdiagnosen sind die „Risikogesellschaft“, die „Netzwerkgesellschaft“, die „Erlebnisgesellschaft“, oder auch die „Sicherheitsgesellschaft“. Das Seminar behandelt das Genre am Beispiel unterschiedlicher Zeitdiagnosen. Anhand dieser werden typische Merkmale, Probleme und Grenzen sowie Karrieren von Zeitdiagnosen im Kontext ihrer gesellschaftlichen Zeiterfahrung erörtert und in einen allgemeinen Rahmen sozialwissenschaftlicher Theoriebildung, insbesondere der Gesellschaftstheorie, eingeordnet.

Paradigmen 1 (Vorlesung)

Dozent/in: Andrea Kretschmann, Roberto Nigro

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 12:15 - 13:45 | 06.04.2026 - 10.07.2026 | C HS 1

Inhalt: In der Vorlesung werden zentrale Paradigmen der Kulturwissenschaften aus kulturtheoretischer und kultursoziologischer Perspektive einführend erarbeitet: Die Vorlesung widmet sich zentralen Positionen der Kulturwissenschaften und ihren unterschiedlichen Weisen, Kultur zu denken und zu analysieren. Hierbei kommen Positionen der philosophischen Anthropologie und ihre Kritik durch Subjekttheorien, Kapitalismus und seine globale Dursetzung sowie kritische Gegenstimmen, ein Grundverständnis der Verhältnisse von Strukturalismus und Post-Strukturalismus, Zugänge des Critical Realism, der Cultural Studies, Kritik der „Kulturkreislehre“ sowie der Post- und Decolonial Studies und des Posthumanismus vor. Zudem beleuchtet die Vorlesung das Paradigma der sozialen und kulturellen Kräfte, Theorien kultureller Gewalt und symbolischer Macht, als auch Varianten des biologischen und kulturellen Rassismus und bezieht Positionen der Queer Studies und des (Post-)Operaismus ein. Die Vorlesung schließt an die Grundlagen der Einführung in die Kulturwissenschaften an und vertieft theoretische Strömungen, mit besonderem Fokus auf französische und anglophone Traditionen der Kulturwissenschaften.

Kritiken des Strafens (Seminar)

Dozent/in: Andrea Kretschmann

Termin:
Einzeltermin | Fr, 10.04.2026, 14:15 - Fr, 10.04.2026, 15:45 | Online-Veranstaltung | ONLINE
Einzeltermin | Fr, 08.05.2026, 14:15 - Fr, 08.05.2026, 17:45 | C 14.204 Seminarraum
Einzeltermin | Sa, 09.05.2026, 10:15 - Sa, 09.05.2026, 17:45 | C 14.204 Seminarraum
Einzeltermin | Fr, 12.06.2026, 14:15 - Fr, 12.06.2026, 17:45 | C 14.204 Seminarraum
Einzeltermin | Sa, 13.06.2026, 10:15 - Sa, 13.06.2026, 19:45 | C 14.204 Seminarraum

Inhalt: Seit seinem Bestehen steht das Strafrecht bzw. die Strafe in der Kritik – sowohl aus Perspektive der Rechtswissenschaft, der Kriminologie und anderen Disziplinen wie der Soziologie oder den Kultur-wissenschaften. In diesem Seminar wollen wir aktuelle, grundlegende Kritikansätze erforschen, sie in ihren theoretischen und empirischen Dimensionen verstehen und gemeinsam diskutieren. Betrachtet werden können sowohl die Werke einzelner Autor*innen (z. B. Michel Foucault, Heinz Steinert, Loïc Wacquant) als auch übergreifende Fragestellungen wie die materialistische Rechtstheorie, politische Ökonomie des Strafrechts oder postkoloniale Perspektiven.

Kulturwissenschaftliche Analyse des Rechts: Am Beispiel des Phänomens 'Reichsbürger:innen' (Seminar)

Dozent/in: Andrea Kretschmann

Termin:
Einzeltermin | Fr, 10.04.2026, 12:15 - Fr, 10.04.2026, 13:45 | Online-Veranstaltung | ONLINE
Einzeltermin | Fr, 24.04.2026, 12:15 - Fr, 24.04.2026, 17:45 | C 14.201 Seminarraum
Einzeltermin | Sa, 25.04.2026, 12:15 - Sa, 25.04.2026, 17:45 | C 14.201 Seminarraum
Einzeltermin | Fr, 19.06.2026, 12:15 - Fr, 19.06.2026, 17:45 | C 14.201 Seminarraum
Einzeltermin | Sa, 20.06.2026, 10:15 - Sa, 20.06.2026, 17:45 | C 14.201 Seminarraum

Inhalt: Recht umgibt uns in Gegenwartsgesellschaften überall: so ist es bereits ein Rechtsakt, im Supermarkt eine Milch zu kaufen, einen Mobilfunkvertrag abzuschließen oder eine Verpartnerung einzugehen. Und wenn man mit den Ergebnissen einer Prüfung an der Universität nicht zufrieden ist, kann man dagegen klagen. Recht ist ein gesellschaftliches Regulierungsinstrument, das einerseits soziale Ordnungen stabilisiert und dabei bestehende Ungleichheiten festschreibt, anderseits ihren Wandel einleitet und progressiv gesellschaftsgestaltend wirkt. Die kulturtheoretische Betrachtung des Rechts ergänzt herkömmliche Rechtsverständnisse; sie widmet sich etwa symbolischen und kontingenzschließenden materialen Wirkungen von Recht, wenn es dessen Artefakte untersucht, oder sie nimmt Recht in popularisierter Hinsicht zur Kenntnis, wenn es im Alltag von Laien oder von sozialen Bewegungen verwendet wird. Auch erfasst es etwa dessen affektive oder emotionale Dimensionen – um an dieser Stelle nur einige Beispiele zu nennen. Recht kulturtheoretisch zu betrachten bedeutet, seine Entstehung, seine Entwicklung und seinen Wandel als Ergebnis soziokultureller Prozesse aufzufassen – und es zugleich selbst als ein kulturelles Produkt – als Kulturtechnik – zu verstehen. Die Inhalte und die Formen des Rechts sind abhängig von Kultur im Kontext von gesellschaftlichen Machtverhältnissen – so etwa vom Zeitgeist bezüglich Geschlechterverhältnissen, Wohnformen, dem Blick auf Familie, auf Naturverhältnisse etc. Es wirkt aber zugleich auch auf Kultur zurück, indem es seine rechtlichen Kategorisierungen – z.B. von Geschlecht, race, Kindheit etc. – in die Gesellschaft disseminiert und so unsere Sicht auf die Welt entscheidend prägt. Das Seminar widmet sich dem modernen Recht in Form seiner kulturtheoretischen Reflexion und empirischen Analyse am Beispiel des Phänomens ‚Reichbürger:innen‘ anhand gemeinsamer Analysen von Datenmaterial aus einem laufenden Forschungsprojekt zu Reichsbüger:innen. Auf dieser Basis wird im Rahmen der Prüfungsleistung ein kulturwissenschaftliches Rechts-Glossar anhand des Themas ‚Reichbürger:innen‘ entstehen.

Forschungskolloquium Soziologie und Kulturorganisation (Kolloquium)

Dozent/in: Armin Beverungen, Timon Beyes, Serhat Karakayali, Andrea Kretschmann, Anna Lisa Ramella, Stephan Scheel

Termin:
Einzeltermin | Mi, 10.06.2026, 13:00 - Mi, 10.06.2026, 19:00 | C 14.102 a Seminarraum

Inhalt: Das Promotionskolloquium dient der Präsentation und vertieften Diskussion der Forschungsvorhaben im Kreise der Mitglieder des Promotionskollegs. Pro Kandidat*in steht üblicherweise 1 Stunde für Vortrag und Diskussion zur Verfügung. Die Präsentationen und Diskussion finden in deutscher oder englischer Sprache statt.