Vorlesungsverzeichnis

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Veranstaltungen von Prof. Dr. -Ing. Ursula Kirschner


Lehrveranstaltungen

Urbane Grünräume (Seminar)

Dozent/in: Ursula Kirschner, Katharina Lehmann

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 12:15 - 13:45 | 13.10.2020 - 03.11.2020 | C 11.319
wöchentlich | Montag | 14:15 - 20:00 | 19.10.2020 - 02.11.2020 | Online-Lehre | Videokonferenz mit Zoom
Einzeltermin | Mo, 02.11.2020, 14:15 - Mo, 02.11.2020, 20:00 | C 40.606
Einzeltermin | Sa, 16.01.2021, 12:00 - Sa, 16.01.2021, 19:00 | C 11.308
Einzeltermin | Di, 19.01.2021, 12:15 - Di, 19.01.2021, 13:45 | C 11.319

Inhalt: Diese Lehrveranstaltung befasst sich mit dem Thema "Grün in der Stadt". Das Thema wird aus aktueller und baugeschichtlicher Perspektive beleuchtet und behandelt Grünflächen im urbanen Raum aus interdisziplinärer Perspektive. Die Kulturgeschichte von Gärten und Parks im europäischen und internationalen Kontext ist dabei ebenso Gegenstand wie neuere Tendenzen der Grünplanung. Urban Gardening, Dachbegrünung und verschiedene Elemente klimaschützender Grünplanung werden im Seminar untersucht und diskutiert. Dabei liegt besonderes Augenmerk auf dem Funktionswandel von Gärten, Parks und Grünplanungselementen in verschiedenen Epochen und Räumen der Welt. Welche Rolle kommt dem Garten als architekturgeschichtliches Element zu, wie unterscheiden sich öffentliche und private Grünräume? Welchen Zweck verfolgen Naherholungskonzepte, integrative Grünplanungsansätze und klimaregulierende Grünflächenplanung heute? Grünplanungselemente werden unter verschiedenster Perspektive in den Blick genommen und auf planerische, kulturelle und baukulturelle Funktionalität hin untersucht. Exemplarisch wird an einem gewählten Ort die gartenplanerischen Prinzipien einer Epoche angewandt.

Der Hamburger Stadtteil Veddel eine Heterotopie? (Seminar)

Dozent/in: Ursula Kirschner, Jenny Löwenstein

Termin:
14-täglich | Freitag | 12:15 - 15:45 | 23.10.2020 - 29.01.2021 | Online-Lehre
Einzeltermin | Fr, 13.11.2020, 14:15 - Fr, 13.11.2020, 18:00 | extern | Feldforschungsnachmittag
Einzeltermin | Sa, 23.01.2021, 10:00 - Sa, 23.01.2021, 19:00 | Online-Lehre | Raumwusch: C 40.606

Inhalt: Der Hamburger Stadtteil Veddel hat viele Gesichter. Während die Außenwahrnehmung oftmals problembehaftet erscheint, identifizieren sich viele Akteure mit Ihrer Veddel und schätzen die urbanen Qualitäten dieses „kleinen Inseldorfs“ südlich der Elbe. Die Veddel gehört zu den kleinsten Stadtteilen der Hansestadt und befindet sich im Bezirk Mitte, nur einen „Sprung über die Elbe“ von der Hamburger City entfernt. Geplant nach den Entwürfen des Hamburger Städtebauers Fritz Schumachers vereint der Stadtteil heute viele Gegensätze. Auf den drei Inseln, über die sich der Stadtteil erstreckt, befinden sich Wohngebiete, Industriestandorte, Verkehrstrassen und nicht zuletzt auch kulturelle Orte. Als Sozialraum ist die Veddel von ethnischer Vielfalt geprägt und auch wenn die Sozialraumdaten einen niedrigen Status ausweisen, verfügt der Stadtteil über ein reiches Nachbarschaftsleben und ein dichtes Netz an sozialen Förderungsangeboten. Um sich diesem besonderen Stadtteil zu nähern, bedienen wir uns dem Konzept der Heterotopien, welches von dem französischen Denker Michel Foucault geprägt wurde. Er bezeichnet hiermit Räume, welche „in Verbindung und dennoch im Wiederspruch zu allen anderen Orten stehen“. Damit nehmen wir eine raumtheoretische Perspektive ein, welche auch die aktuelle Stadtentwicklung im direkten Umfeld in den Blick nimmt und nach den Relationen fragt, in denen die unterschiedlichen Räume der Veddel und ihrer Umgebung in Beziehung stehen. Zur Erforschung dieser Frage werden wir uns mit theoretischen Hintergründen beschäftigen, die relevanten Konzepte und Begrifflichkeiten zur Erforschung der Veddel definieren. Mit unterschiedlichen Methoden aus dem Bereich der ethnographischen Feldforschung untersuchen wir, welche Eigenschaften die Veddel so besonders machen und welche Potenziale sich für ihre künftige Entwicklung aufspüren lassen. Hierbei gilt der Anspruch, theoretische Hintergründe mit sozialräumlicher Analyse im Hinblick auf die Praxis der Stadtentwicklung in Verbindung zu setzen, um auch der Betrachtungsweise der Vielfältigkeit der Veddel gerecht zu werden. Die Arbeit im Seminar entwickelt sich entlang der interdisziplinären Hintergründe der Studierenden, die ihre jeweiligen fachlichen Perspektiven in Arbeitsgruppen einbringen. Zielsetzung der Lehre ist es hierbei, die wissenschaftliche Perspektive der Forschung mit der Praxis der Stadtentwicklung in Kontext zu setzen, um relevante Ergebnisse zu erzielen, die in den Stadtteil zurückgespielt werden können.

Das Bauhaus und die WChUTEMAS (Seminar)

Dozent/in: Ursula Kirschner

Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 16:15 - 17:45 | 15.10.2020 - 10.12.2020 | C 5.311
Einzeltermin | Do, 14.01.2021, 16:15 - Do, 14.01.2021, 19:45 | C 5.311
Einzeltermin | Do, 21.01.2021, 16:15 - Do, 21.01.2021, 19:45 | C 5.311
Einzeltermin | Do, 28.01.2021, 16:15 - Do, 28.01.2021, 17:45 | C 5.311

Inhalt: Die künstlerischen, technischen und wirtschaftlichen Grundlagen von Architektur und Stadt erklären sich nicht selbst. Sie müssen analysiert, aufbereitet, dargestellt und vermittelt werden, damit die Zusammenarbeit der beteiligten Architektinnen und Architekten und Planerinnen und Planer mit der Öffentlichkeit gelingen kann. Die Architekturtheorie, Ästhetik, Architekturanalyse und -interpretation bilden die Grundlage für interdisziplinäre Projektarbeit. Wichtige Teilthemen, die sich die Studierenden erschließen, sind: Städtebau, Wohnungsbau, Architekturformen mit ihrer Sinn- und Funktionsbedeutung, Gestaltungsprinzipien, Stadtplanung, Industriedesign, Bühnenkunst, Grafik. In den 20er Jahren des 20zigsten Jahrhunderts, in einer Phase, in der in Russland und Deutschland sowie in anderen europäischen Staaten nach einer neuen Wohnkultur und Stadtgestaltung gesucht wurde, wurde in jedem Land eine avantgardistische Kunsthochschule eröffnet, in denen die Rolle der Kunst in der Gesellschaft neu interpretiert wurde. Die Kunst und die Künstler*innen sollten hier eine gestaltende Kraft übernehmen und die Überwindung des Akademismus hin zu einer kollektiven Lebensgestaltung vorantreiben (Haus, 1999). In diesem Seminar wird herausgearbeitet, wie diese beiden Schulen eine Erneuerung der Gesellschaft und die Erziehung eines „neuen Menschen“ durch soziale Effekte in der Architektur, im (Industrie-)Design, in der Grafik, in der bildenden Kunst, in der Film-und Fotografie sowie durch soziale Themen im Theater und ihrer Bühnenarchitektur zu lösen suchten und wie die beiden Bewegungen das idealisierte Menschen- und Gesellschaftsbild zeichneten, dessen Verwirklichung in der Realität durch Künstler*innen und Architekt*innen als gestaltende Kraft getragen werden sollte. Hierbei wird auch das Selbstverständnis der Frau in den beiden Gesellschaften thematisiert. Es erfolgt eine Einführung in die bildlichen, architektonischen und städtebaulichen Gestaltungsprinzipien dieser beiden Schulen. Um sich der Thematik nicht nur theoretisch zu nähern, sollen eperimentelle Vermittlungstechniken aus den verschiedenen Kunstdisziplinen entwickelt und im Seminarkontext erprobt und reflektiert werden.

Masterforum Institut für Stadt- und Kulturraumforschung (Kolloquium)

Dozent/in: Ursula Kirschner, Peter Pez, Martin Pries

Termin:
Einzeltermin | Fr, 30.10.2020, 10:00 - Fr, 30.10.2020, 15:00 | C 40.175
Einzeltermin | Fr, 27.11.2020, 10:00 - Fr, 27.11.2020, 15:00 | C 40.175
Einzeltermin | Fr, 11.12.2020, 10:00 - Fr, 11.12.2020, 17:00 | C 40.175

Inhalt: Vielfältige Inhalte unterschiedlicher Forschungsarbeiten werden im Masterforum gemeinsamt diskutiert, um den einzelnen Studierenden eine Hilfestellung bei der Abfassung der eigenen Arbeit zu geben.

Urban Commons in relation to "Frontier Zones" in Hamburg and São Paulo (Exkursion)

Dozent/in: Ursula Kirschner

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 16:15 - 19:45 | 13.10.2020 - 26.01.2021 | C 11.007 (Edulab)
Einzeltermin | Fr, 19.03.2021, 12:00 - Sa, 03.04.2021, 00:00 | extern | Exkursion

Inhalt: Das Projektseminar beschäftigt sich mit Konzepten zu Urban Commons in Brasilien und Deutschland. Diese gewinnen in Zeiten ökologischer und sozialer Herausforderungen, wie sozioökonomische Segregation, Ressourcenknappheit und Ungleichheiten im Zusammenhang mit dem „Recht auf Stadt“ an Bedeutung und eröffnen neue Denkweisen über Lebensweisen in den Städten. In beiden Ländern gibt es wegweisende Initiativen des "Urban Commoning", die sich für bessere Wohn- und Ernährungsbedingungen engagieren und versuchen Räume für kulturelle Interaktionen und Inklusion zu schaffen. Während in Deutschland die meisten Maßnahmen zur gemeinsamen Nutzung von städtischen Räumen mit ökologischen Zielen verbunden sind, werden in Brasilien dieselben Themen hauptsächlich als Überwindung sozialer Ungleichheiten aufgegriffen. Diese unterschiedlichen Bedingungen führen zu einem unterschiedlichen Verständnis dessen, was "urban commons" ist und wie Räume und Praktiken gleichzeitig Instrumente und Ergebnisse für bessere Städte für alle sein können. Im vorbereitenden wöchentlichen Seminar werden wir uns unter anderem mit Thema „Frontier Zones“ im Stadtraum São Paulos anhand der Ergebnisse aus zwei Sommerschulen in Sao Paulo beschäftigen. Dort wurden „Frontier Zones“ aus diversen Perspektiven aufgespürt und mit der Sprache des Dokumentarfilms als exploratives Medium für Stadtraumanalysen untersucht. Die Ergebnisse sind unter https://www.leuphana.de/institute/ifsk/personen/ursula-kirschner/lehrforschungsprojekte.html (bitte nach unten scrollen) zu betrachten. Basierend auf der These der Medienwissenschaftler Horwitz, Joerges und Potthast, dass das Medium Film erlaubt, gerade über den Einsatz von Bildern "näher" an soziale Wirklichkeiten heranzukommen, als dies textzentrierter Praxis empirischer Sozialforschung möglich ist, erfolgte die Kommunikation der Inhalte ausschließlich durch Image- und Soundcapture und ohne erklärende Worte. Es entstanden Kurzfilme von jeweils interdisziplinär besetzten brasilianischen Gruppen. Eine Analyse des Filmmaterials soll zu einem Diskurs über „Frontier Zones“ in Sao Paulo führen und eine erste Annäherung an reale Alltagssituationen im Stadtraum Sao Paulo darstellen. Aus der kritischen Beobachterperspektive heraus, sollen sodann die Studierenden zu Filmproduzierende werden und neue methodische Experimente mit dem vorliegenden in Kombination mit eigenem Filmmaterial in der Postproduktion durchführen. Hierfür kann z.B. die Free Software https://www.avid.com/media-composer aber auch jedes andere Schnittprogramm, wie z.B. Premiere, Final Cut verwendet werden. Ausschlaggebende Motivation für die Durchführung von gegenseitigen Studienbesuchen und Workshops ist das Kennenlernen der verschiedenen genannten Realitäten sowie das gemeinsame entwickeln vom Projektideen. Eine Förderung seitens des DAAD für brasilianische Gruppe liegt bereits vor. Ziel ist es interdisziplinär in einer kreativen Lernumgebung der brasilianischen und deutschen Studierenden sich theoretisch und empirisch mit dem Thema auseinanderzusetzen. Fragen mit denen wir uns beschäftigen werden, lauten: Wie können soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten unserer Zeit durch die Politik des "Commoning" beeinflusst werden? Wie kann man laufende Praktiken und Räume abbilden, die sich an "Urban Commons" orientieren? Wie können neue Praktiken und Räume entstehen, die mit städtischen Herausforderungen wie Ungleichheit, Nachhaltigkeit, Migration, Privatisierung und Gentrifizierung konfrontiert sind?

Promotionskolloquium des Instituts für Stadt- und Kulturraumforschung (Kolloquium)

Dozent/in: Ursula Kirschner, Peter Pez, Martin Pries

Termin:
Einzeltermin | Fr, 11.12.2020, 10:00 - Fr, 11.12.2020, 17:00 | C 40.164

Inhalt: Im Promotionskolloquium des Institutes für das Stadt- und Kulturraumforschung (IfSK) werden Doktorand_innen aus den Bereichen Baukultur und Kulturgeografie die Möglichkeit gegeben, ihre Forschungsansätze und -methoden zu präsentieren und interdisziplinär zu diskutieren. Themen der Baukultur als ein wesentliches Element der verantwortlichen Gestaltung unserer Umwelt, die betrachtet werden, sind: städtische Raumgestaltung und Aufenthaltsqualität, Gebäudegestaltung und künstlerischer Ausdruck, internationale kulturelle Zusammenhänge und inter- und transkulturelle Studien, Raumwahrnehmung und Raumdarstellung sowie die Baukultur als gesellschaftliche Aufgabe. In der Kulturgeographie spielt die Frage nach dem Bezug zum Raum eine wesentliche Rolle. Schwerpunkte bilden urbane Räume mit stadtgeographischen Fragestellungen zur geographischen Verkehrsforschung und zur Wirtschaftsgeographie.