Vorlesungsverzeichnis

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Veranstaltungen von Prof. Dr. -Ing. Ursula Kirschner


Lehrveranstaltungen

Das wissenschaftliche Bild (Seminar)

Dozent/in: Ursula Kirschner, Petra Reisdorf

Termin:
Einzeltermin | Mi, 22.04.2026, 14:15 - Mi, 22.04.2026, 17:45 | C 40.175 Seminarraum
Einzeltermin | Sa, 09.05.2026, 10:00 - Sa, 09.05.2026, 18:00 | extern
Einzeltermin | Sa, 30.05.2026, 10:00 - Sa, 30.05.2026, 18:00 | C 40.254 Seminarraum
Einzeltermin | Mi, 17.06.2026, 14:15 - Mi, 17.06.2026, 17:45 | C 40.175 Seminarraum

Inhalt: Das Seminar nutzt die visuelle Kommunikation zur Wissensdarstellung und versucht dem Bild einen Mehrwert gegenüber dem Text einzuräumen. Bilder können Informationen über anschauliche Merkmale und räumliche Zuordnungen oft besser vermitteln als Text. In den Naturwissenschaften sind Bilder in der Wissensvermittlung unverzichtbar: Karten in der Geographie, Fotos in der Biologie, anatomische Zeichnungen in der Medizin, Diagramme in der Mathematik, technische Zeichnungen in den Ingenieurwissenschaften. Über die übliche Diagramm- oder Modelldarstellung (Balken, Säulen, Punkte, Linien,etc.) hinaus, möchten wir im Seminar gemeinsam andere Darstellungsarten erproben. Computergestützt, illustrativ oder als hybride Zusammensetzung stehen Visualisierung und Gestaltung von Informationen im Vordergrund. Konkrete Anwendungsempfehlungen sich dynamisch entwickelnder, digitaler Tools sind nicht Bestandteil des Seminars. Themen aus der eigenen wissenschaftlichen Arbeit sollen als Praxisbeispiel bearbeitet werden.

Summer School: Badeorte in der Lübecker Bucht (SBP) (Seminar)

Dozent/in: Ursula Kirschner, Anja Saretzki

Termin:
14-täglich | Mittwoch | 12:15 - 13:45 | 08.04.2026 - 08.07.2026 | C 40.162 Seminarraum
Einzeltermin | Sa, 11.07.2026, 14:00 - Do, 16.07.2026, 20:00 | extern | Klingberg / Schleswig-Holstein

Inhalt: Das räumliche Leitbild Metropolregion Hamburg 2045 bildet das übergeordnete Thema der Sommerschule, welche im Juli in Kooperation mit Studierenden der Technischen Hochschule Lübeck, der Universität Hamburg und der HafenCity Universität Hamburg, stattfinden wird. Das Seminar untersucht die Bedeutung des Tourismus für die dynamische Entwicklung der Metropolregion Hamburg. Im Tourismus- und Freizeitentwicklungskonzept Metropolregion Hamburg 2030 werden die Badeorte der Lübecker Bucht als nachhaltige Tourismusregion beschrieben, die sich fortlaufend an veränderte touristische Trends anpassen muss. Zugleich stehen diese Orte im Spannungsfeld zwischen Tourismus als wichtigem Wirtschafts- und Beschäftigungsfaktor einerseits und den Anforderungen des Küsten- und Naturschutzes andererseits. Dieses Spannungsfeld bildet den Ausgangspunkt des Seminars, das mit unterschiedlichen Untersuchungsansätzen arbeitet. Dazu gehören Fragen der Infrastruktur, Landwirtschaft und Ernährung, des Wohnens und kommunalen Wohnungsbaus, der Pendlerdistanzen, der sinnstiftenden Regionalisierung sowie der Rolle von Freizeit- und Naherholungsgebieten. Auch großräumige Projekte wie der Fehmarnbelt-Tunnel werden einbezogen. Betrachtet werden die Orte westlich von Travemünde in der Lübecker Bucht. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem PDF im „Materialordner“.

Urbane Interventionen (Seminar)

Dozent/in: Ursula Kirschner

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 12:15 - 13:45 | 07.04.2026 - 07.07.2026 | C 40.255 Seminarraum
Einzeltermin | Fr, 17.04.2026, 14:00 - Fr, 17.04.2026, 18:00 | extern
wöchentlich | Dienstag | 14:15 - 15:45 | 26.05.2026 - 07.07.2026 | C 40.255 Seminarraum
Einzeltermin | Fr, 29.05.2026, 14:00 - Fr, 29.05.2026, 18:00 | extern
Einzeltermin | Fr, 03.07.2026, 10:00 - Fr, 03.07.2026, 20:00 | extern

Inhalt: Kunst im öffentlichen Raum steht heute zunehmend vor der Frage, wie sie gesellschaftliche Realität beeinflussen und transformieren kann. Kollektive, prozessorientierte und interaktive ästhetische Interventionen wirken zunächst oft als Störung, können langfristig jedoch Impulse für soziale und städtische Veränderungsprozesse setzen. Im Seminar untersuchen wir unterschiedliche Modelle und Ausdrucksformen künstlerischer Eingriffe im Stadtraum. Ausgangspunkt ist ein Rückblick auf zentrale Protagonist:innen gesellschaftskritischer Kunst im urbanen Kontext, etwa Joseph Beuys’ Baumpflanzaktion in Kassel. Dabei steht die Frage im Zentrum: Welche Rolle kann Kunst als Auslöser gesellschaftlicher und urbaner Prozesse spielen? Inwiefern vermag sie Transformationen anzustoßen, die anderen Disziplinen weniger effektiv gelingen, und wie nachhaltig wirken ästhetische Interventionen im öffentlichen Raum? Das Seminar beleuchtet die Wechselwirkungen zwischen künstlerischen Konzepten und deren Einfluss auf städtische Strukturen sowie deren Dynamisierung. Im Seminar werden Konzepte entwickelt, exemplarisch experimentell erprobt und reflektiert. Kollektive, prozessorientierte und interaktive Interventionen erscheinen dabei zunächst irritierend, entfalten ihre Wirkung jedoch langfristig als Impulsgeber für gesellschaftliche und städtische Veränderung. Im Rahmen des Hamburger Architektur Sommer 2026* ist die Realisierung einer urbanen Intervention auf dem Stübenplatz in Hamburg-Wilhelmsburg geplant. Der öffentliche Raum wird dabei als Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen verstanden - eine Funktion, die dem Stübenplatz als zentralem Ort im Reiherstiegsviertel in besonderer Weise zukommt. Die Intervention trägt den Titel „Das Wohnzimmer Wilhelmsburg“ und soll unterschiedliche historische Phasen des Stadtteils reflektieren: 1910er/20er Jahre – Enge und Lebensrealitäten der Industriearbeiter:innen 1950er/60er Jahre – Wiederaufbau und das Trauma der Sturmflut 1980er/90er Jahre – Multikulturalität und Widerstand 2010er/20er Jahre – „Das neue Wilhelmsburg“ (IBA) *Der Hamburger Architektur Sommer ist ein mehrmonatiges Festival (Mai - September), das Hamburg regelmäßig zur Bühne für zeitgenössische Architektur, Stadtentwicklung und Baukultur macht. Mit Ausstellungen, Vorträgen, Diskussionen, Führungen und Interventionen im Stadtraum bringt er Architekt:innen, Stadtplaner:innen, Kulturakteur:innen und Öffentlichkeit zusammen. Im Fokus stehen aktuelle Fragen des Bauens und Wohnens, urbane Transformationen und die Rolle von Architektur für eine nachhaltige Stadtgesellschaft.

Gesellschaft im Wandel – Perspektiven Raum, Zeit und Wandel (Seminar)

Dozent/in: Ursula Kirschner, Christina Wessely

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 14:15 - 15:45 | 06.04.2026 - 10.07.2026 | C 12.006 Seminarraum

Inhalt: Im ersten Teil des Seminars beschäftigen wir uns mit der Architektur und Freiraumgestaltung unseres Campus als Lernort. Der Campus wird dabei auch als „Dritter Pädagoge“ verstanden, als Raum, der Lernprozesse nicht nur beherbergt, sondern aktiv prägt. Unser Campus verbindet historische Kasernenbauten aus den 1930er Jahren mit zeitgenössischen Neubauten namhafter Architekt:innen sowie künstlerischen Interventionen. Diese baulichen Entwicklungen spiegeln unterschiedliche pädagogische und gesellschaftliche Leitbilder wider. Grundlage unserer Auseinandersetzung bildet die Publikation "Architektur Campus Leuphana" (Kirschner/Pries 2017), die unter Mitwirkung zahlreicher Studierender entstanden ist. Auf der Basis wissenschaftlicher Posterarbeiten nehmen wir die dort versammelten Beiträge aus heutiger Perspektive kritisch in den Blick und erschließen den Campus neu als Erfahrungs- und Möglichkeitsraum des Lernens.

Promotionskolloquium des Instituts für Stadt- und Kulturraumforschung (Kolloquium)

Dozent/in: Ursula Kirschner, Peter Pez, Martin Pries

Termin:
Einzeltermin | Mi, 22.04.2026, 14:15 - Mi, 22.04.2026, 15:45 | C 40.162 Seminarraum

Inhalt: Im Promotionskolloquium des Institutes für das Stadt- und Kulturraumforschung (IfSK) werden Doktorand_innen aus den Bereichen Baukultur und Kulturgeografie die Möglichkeit gegeben, ihre Forschungsansätze und -methoden zu präsentieren und interdisziplinär zu diskutieren. Themen der Baukultur als ein wesentliches Element der verantwortlichen Gestaltung unserer Umwelt, die betrachtet werden, sind: städtische Raumgestaltung und Aufenthaltsqualität, Gebäudegestaltung und künstlerischer Ausdruck, internationale kulturelle Zusammenhänge und inter- und transkulturelle Studien, Raumwahrnehmung und Raumdarstellung sowie die Baukultur als gesellschaftliche Aufgabe. In der Kulturgeographie spielt die Frage nach dem Bezug zum Raum eine wesentliche Rolle. Schwerpunkte bilden urbane Räume mit stadtgeographischen Fragestellungen zur geographischen Verkehrsforschung und zur Wirtschaftsgeographie.

Summer School: Frontier Zones in Seoul (Seminar)

Dozent/in: Luisa Hilmer, Ursula Kirschner, Haeun Shin

Termin:
14-täglich | Dienstag | 16:15 - 17:45 | 07.04.2026 - 07.07.2026 | C 40.254 Seminarraum
Einzeltermin | Sa, 29.08.2026, 10:00 - So, 13.09.2026, 22:00 | extern | Seoul

Inhalt: Die Summer School „Frontier Zones in Seoul“ widmet sich der Untersuchung von Grenzzonen und Übergangsräumen („Frontier Zones“) im öffentlichen Raum des zentral gelegenen Stadtteils Seongsu-dong in Seoul. Der Dokumentarfilm dient dabei als exploratives Medium, um diese urbanen Phänomene sowohl analytisch zu erfassen als auch kreativ zu erforschen. Im Mittelpunkt steht ein kollaborativer Ansatz, der die aktive Interaktion mit den Bewohner:innen des Stadtteils fördert. Gespräche und Interviews mit Passant:innen und Anwohner:innen bilden eine zentrale Grundlage, um unterschiedliche Wahrnehmungen und Bedeutungszuschreibungen des Raums sichtbar zu machen. Dabei wird deutlich, dass es keine neutralen Beobachter:innen gibt: Alle Beteiligten bringen ihre eigenen kulturellen, sozialen und persönlichen Perspektiven in den Forschungsprozess ein. Film wird in diesem Kontext nicht primär als abgeschlossenes Produkt verstanden, sondern als offener, künstlerisch-forschender Prozess. Im Vorfeld der praktischen Arbeit werden ausgewählte dokumentarische Beispiele gesichtet, analysiert und diskutiert, um ästhetische Strategien und methodische Zugänge für die eigene Praxis zu entwickeln. Zentrale Fragestellungen sind dabei: Wo und in welcher Form manifestieren sich Grenzzonen im öffentlichen Raum? Welche Narrative, Praktiken und Normen entstehen in diesen Übergangsräumen? Die Summer School findet in Kooperation mit Studierenden der Kyung Hee University (KHU) sowie mit Prof. Dr. Suh-hee Choi vom Department of Geography, College of Sciences, statt. Inhaltlich knüpft die Auseinandersetzung mit „Frontier Zones“ an die Ergebnisse früherer Summer Schools in São Paulo (2015, 2017), Tunis (2020) und Manaus (2022) an. Das entstehende Filmmaterial dient dem kollaborativen Verstehen der in der Stadt wirksamen Kräfte – durch Wahrnehmen, Interpretieren, Analysieren und schließlich durch die Vermittlung der gewonnenen Erkenntnisse. Der methodische Ansatz wird dabei kontinuierlich kritisch reflektiert und weiterentwickelt. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass Stadt und öffentlicher Raum multiperspektivisch wahrgenommen und erzählt werden müssen, um den Widersprüchen, Brüchen und der Komplexität urbaner Systeme gerecht zu werden.