Vorlesungsverzeichnis

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Lehrveranstaltungen

Die Zukunft des Theaters 2035 – Szenariobasierte Visionsentwicklung aus der Foresight-Perspektive (Seminar)

Dozent/in: Christian Grünwald, Max Irmer

Termin:
Einzeltermin | Fr, 06.12.2019, 14:15 - Fr, 06.12.2019, 19:45 | C 14.202
Einzeltermin | Sa, 07.12.2019, 08:15 - Sa, 07.12.2019, 15:45 | C 14.202
Einzeltermin | Fr, 10.01.2020, 14:15 - Fr, 10.01.2020, 19:45 | C 14.202
Einzeltermin | Sa, 11.01.2020, 08:15 - Sa, 11.01.2020, 15:45 | C 14.202

Inhalt: Theater ist seit der Antike eine der ältesten Kunstformen, die über die verschiedenen Jahrhunderte die Menschen in ihren Bann gezogen hat. Dabei zeigte sich das Theater sehr wandlungsfähig und anpassungsfähig. So wie sich das Theater in den vergangenen Jahrhunderten angepasst hat, so muss und wird es sich wahrscheinlich auch in Zukunft weiterentwickeln. Doch wohin wird es sich bis zum Jahr 2035 entwickeln? Dieser Frage möchten wir im Seminar im Rahmen eines Szenarioprozesses mit den Methoden der strategischen Vorrauschau (Foresight) explorieren.  Im Rahmen des Projektseminars wenden wir uns diesen transformativen Prozessen zu und entwickeln konsistente Zukunftsbilder für das Jahr 2035. Dabei sollen unter anderem folgende Fragen diskutiert werden: Theater ab jetzt nur noch über Virtual-Reality-Headsets? Die Eventisierung der Bühne durch Feuerwerke, impulsive Live-Shows und instagramreife Fotokulissen? Oder kämpft das Live Schauspiel angesichts der digitalen Unterhaltungsplattformen und einem ausufernden, konkurrierenden Freizeitangebot ums Überleben? Um der Komplexität des Themas sowie des Zeithorizonts gerecht zu werden, bedienen wir uns der Szenariotechnik. Damit können die verschiedenen, möglichen Zukünfte des Theaters methodologisch transparent hergeleitet und die Visionen anschließend anschaubar und verständlich kommuniziert werden.  Das Seminar ist in drei Blöcke unterteilt, die sich auf die zwei Termine verteilen:  1. Grundlage der Zukunftsforschung und Foresight-Arbeit: (Mega-)Trends und ihre Wirkung auf das Theater, Einführung in die Szenariotechnik 2. Szenario-Workshop 1: Treiberanalyse - Von Einflussfaktoren zu Schlüsselfaktoren 3. Szenario-Workshop 2: Vom morphologischen Kasten zu ansprechenden Szenarien Neben der Vermittlung von Grundsätzen der wissenschaftlichen Zukunftsforschung und der angewandten Szenariotechnik als eine bewährte Methode in Foresight-Prozessen steht auch die Vorstellung des Berufs- und Arbeitsfeldes Foresight, also zukunfts- und innovationsorientierte Strategieberatung, im Mittelpunkt. 

Empowerment Towards Gender Equality and Economic Development (FSL) (Seminar)

Dozent/in: Daniel Henao-Zapata

Termin:
Einzeltermin | Sa, 30.11.2019, 09:00 - Sa, 30.11.2019, 19:45 | C 40.108
Einzeltermin | So, 01.12.2019, 09:00 - So, 01.12.2019, 19:45 | C 40.108
Einzeltermin | Fr, 06.12.2019, 15:45 - Fr, 06.12.2019, 19:45 | C 40.256

Inhalt: Women’s empowerment is becoming the centerpiece of interventions in developing countries. The World Bank and the United Nations have pointed women’s empowerment as one of the key elements for poverty reduction and as a primary development assistance goal (Clark, 2015; Anju Malhotra & Schuler, 2005). This is because empowerment is assumed to promote growth and prosperity in developing countries (e.g., Christens & Perkins, 2008; Datta & Gailey, 2012; Perkins & Zimmerman, 1995). Women are disproportionally affected by poverty, discrimination and exploitation (United Nations, 2018). They usually have low education and welfare, and are entitled with an unequal position (e.g., unbalanced bulk of household work), that limit their economic opportunities. Investing in women’s empowerment constitutes a direct path towards gender equality, poverty eradication and inclusive economic growth (Ahmad & Muhammad Arif, 2015; Bandiera et al., 2013; Banerjee, Karlan, & Zinman, 2015; Buvinic & O’Donnell, 2016; United Nations, 2018). A recent report shows that in a scenario in which women play an identical role in labor markets to that of men, as much as 28 trillion (or 26 percent) could be added to global GDP by 2025 (Woetzel, 2015). The seminar focuses on developmental strategies promoting women’s empowerment from different perspectives such as the economic, political, cultural, sociological and psychological perspectives. Special attention is given to strategies and interventions covering the Global Goals for Sustainable Development of (1) "No poverty", (2) "Quality education", (3) "Gender equality", (4) " Decent work and economic growth", and (5) "Reduced inequalities". The content of the seminar specifically deals with the introduction to (1) the concept of women’s empowerment; (2) critical analysis and literature review of current practices promoting women’s empowerment in the context of international development; (3) Measurement of empowerment: "how to assert effect and show direct impact"; and (4) development of crossdisciplinary interventions to promote women’s empowerment and economic growth.

Industrial Robotics and Cobotics(FSL) (Seminar)

Dozent/in: Philipp Odensass

Termin:
wöchentlich | Montag | 08:15 - 11:45 | 18.10.2019 - 31.01.2020 | C 12.010
wöchentlich | Montag | 08:15 - 11:45 | 18.10.2019 - 31.01.2020 | C40.U20 Lernfabrik

Inhalt: 1 Introduction to Industrial Robotics Cobotics 2 Spatial Descriptions and Transformations 3 Manipulator Kinematics 4 Inverse Manipulator Kinematics 5 Jacobians: Velocities and Static Forces 6 Manipulator Dynamics 7 Trajectory Generation 8 Manipulator-Mechanism Design 9 Human Engineering and Safety of Machinery

Maschine Learning zum Anfassen (wörtlich!) (Seminar)

Dozent/in: Paul Ehm

Termin:
wöchentlich | Mittwoch | 10:15 - 11:45 | 14.10.2019 - 31.01.2020 | W 130a | DV Arbeitsplätze Wilschenbrucker Weg 130 a / 130 b
wöchentlich | Mittwoch | 10:15 - 11:45 | 14.10.2019 - 31.01.2020 | W 130b

Inhalt: Chat Bots u. digitalen Assistenten, etwa Amazons Alexa, Apples Siri, Cortana von Microsoft oder Verhaltensmuster des 'Autonomes Fahrens' enthalten als Herzstück Komponenten Künstlicher Intelligenz (KI), Artificial Intelligence (AI), Machine Learning (ML) oder Deep Learning (DL). ML-Algorithmen sind mathematische Modelle, die es einer Maschine ermöglicht, selbständig Wissen aus 'Erfahrungen' zu generieren. Der Mensch gibt beim traditionellen Programmieren jeden Schritt einzeln vor, beim ML steht das 'Erlernen' im Vordergrund; aus historischen Daten (Big Data, Meta Data) werden 'Verhaltensmuster' abzuleitet. Die Cloud als kluge Wolke, dient hier als Datentresor von Informationswissen, Werten, Bewertungen und Handlungswissen. Maschine Learning zum Anfassen (wörtlich!): AWS DeepLens (Deep-Learning-Videokamera für Entwickler), AWS DeepRacer, konzipiert für das Erlernen von ML Anwendungsentwicklung, präsentiert ein 'Game-based Learning' Konzept, bei dem Didaktik und Technologie ineinandergreifen und Lernformate hervorbringen. 'Learning by Doing' und 'Learning by Using', also Lernen durch Handeln und Lernen steht bei den Hardware-Komponenten 'AWS DeepLens' und 'AWS DeepRacer' zur Entwicklung von ML-Algorithmen im Vordergrund. Hier präsentiert sich ein Lernkonzept der Digitaliserung, geeignet für die Vermittlung komplexer Informatikkonzepte für Einsteiger.

Methoden der Stadtforschung (Seminar)

Dozent/in: Volker Kirchberg

Termin:
wöchentlich | Mittwoch | 12:15 - 13:45 | 14.10.2019 - 31.01.2020 | C 5.325

Inhalt: Das Seminar soll die Studierenden eine methodische Grundlage zur Erforschung der Stadt geben und beschränkt sich dabei explizit auf das Thema Stadterleben. Nach einer Diskussion klassischer Texte zur Stadterfahrung wird die aktuell wichtigste Ausrichtung der (deutschsprachigen) Stadtanalyse, Martina Löws "Eigenlogiken-Ansatz", besprochen. Dann wird dem Thema "Stadterleben" durch eine phänomenologische Ausrichtung, d.h. der Deutung städtischer und architektonischer Atmosphären, Genüge getan. Die Frage des Erlebens von Umwelt ("Weltbeziehung") kann heute soziologisch nicht ohne Bezug auf den "Resonanz-Ansatz" von Hartmut Rosa beantwortet werden; dazu gibt es drei Sitzungen. Abschließen wird das Seminar mit einer "Ethnographie der Stadt", die das Flanieren und das unmittelbare Wahrnehmen städtischer Umwelt zum Kern hat.

Psychologie & Nachhaltigkeit: Eine faszinierende Schnittstelle (Profil PsyWi, Modul 3) (Vorlesung)

Dozent/in: Johann Majer

Termin:
wöchentlich | Mittwoch | 12:15 - 13:45 | 14.10.2019 - 31.01.2020 | W Aula

Inhalt: Was hat Psychologie mit Nachhaltigkeit zu tun? Auf den ersten Blick reichlich wenig, wenn man bedenkt, dass Umweltverschmutzung, Verschwendung und Ausbeutung von Ressourcen, soziale Ungerechtigkeit, verschwenderischer Konsum und Klimawandel Probleme gesellschaftlicher Natur sind. Auf den zweiten Blick hingegen sind all diese Probleme hauptsächlich von Menschenhand gemacht! Die Psychologie als Wissenschaft erforscht unser menschliches Verhalten und Erleben. Somit kann die Psychologie entscheidend dazu beitragen, nachhaltiges Verhalten und Erleben zu verstehen und zu fördern. Das Modul Psychologie der Nachhaltigkeit vermittelt im Rahmen einer Vorlesung zentrale Bereiche der Psychologie, die für die Untersuchung und das Verständnis von nachhaltigem Verhalten wegweisend sein können. Die Vorlesung beleuchtet vielfältige Fragen im Hinblick auf nachhaltiges Verhalten. Wie lassen sich Einstellungen von Personen ändern? Wie kann sich mediale Berichterstattung auf die öffentliche Meinung auswirken? Und welche Lösungsmöglichkeiten gibt es für soziale Konflikte? Welchen sozialen Normen schenken wir Beachtung und wie beeinflussen Normen wiederrum unser Verhalten? Wie wirkt sich Identität und Gruppenzugehörigkeit auf unser Verhalten aus? Was ist Glück und inwieweit macht uns Materialismus glücklich?

Spiritualität und Wissenschaft (Seminar)

Dozent/in: Ralf Schottke

Termin:
wöchentlich | Montag | 18:15 - 21:15 | 14.10.2019 - 31.01.2020 | C 40.255

Inhalt: Anlass des Seminars: Veränderte Denkweisen als Voraussetzung für inter- und transdisziplinäre Modellbildungen im 21. Jhdt. Unsere westliche Gesellschaft hat sich seit dem 16.Jhdt. immer weiter von der Natur und einer ganzheitlichen mit Ratio und Intuition wahrnehmenden Welt entfernt. Die Naturwissenschaften beginnend mit Kopernikus (1543 +), Keppler 1630+), Galilei 1641+), Newton (1726 +)usw. dominieren die Denkweise der westlichen Welt bis heute. Besonders hervorzuheben sind hierbei abstrakte mathematische und von der Logik getragene Modellbildungen, die von Axiomen ausgehen und einer inneren widerspruchsfreien Logik folgen. Die Klärung von Ursache und Wirkung der gemessenen Welt sind die entscheidenden wissenschaftlichen Methoden für die Naturwissenschaft. Diese Denkweise, die auch als Weltbild bezeichnet werden kann, hat den wirtschaftlichen Aufstieg der westlichen Welt bewirkt und hatte damit auch ihren guten und richtigen Zweck. Die daraus entstehenden Denkweisen – Erklärung der materiellen Welt durch abstrakte Modellbildungen, die an den Beweis anknüpfen – haben aber zu einer reduzierten Bedeutung der Intuition, also der Wahrnehmung unseres Inneren geführt. Wir haben uns auch von der Natur entfernt und sind eher zu Ausbeutern der Natur geworden. Diese Denkweise verbunden mit der herrschenden Auffassung, auch die Probleme der Menschheit könnten vorrangig mit naturwissenschaftlichen Methoden gelöst werden, hat die Ratio gegenüber der Intuition in übergeordnete Position gebracht. Damit historisch einhergehend ist eine Trennung von Staat und Kirche sowie ein Verlust der Bedeutung der Kirchen. Nach der Stärkung der Ratio und der Schaffung einer monetärere Unabhängigkeit der westlichen Gesellschaften von der Umwelt in dem letzten Jahrhundert gilt es nunmehr m.E., sich stärker der Intuition, dem Inneren zuzuwenden. Das Innere hat für mich mit Geist, Intuition, Spiritualität und Gefühl zu tun. Insofern gilt es, sich mit dem Verhältnis zwischen äußerer und innerer Wahrnehmung auseinander zu setzen. Zu diesem Thema gehört auch, sich der Diskussion zu stellen, welche Rolle die christliche Theologie spielt. Dieses muss und soll in dieses Seminar integriert werden. Spiritualität und Wissenschaft sind die äußeren intellektuellen Erscheinungsformen dieses Spannungsfeldes. Die Besonderheit ist hierbei, dass an der Schnittstelle zum Inneren die Spiritualität hinsichtlich einer neuen möglichen Denkweise die naturwissenschaftliche Denkweise ergänzen soll. Es geht somit nicht um alternativen, sondern um Ergänzung und ganzheitliche Denkweisen. Es werden in diesem Seminar auch die methodischen Grundsätze in den Geisteswissenschaften andiskutiert. Die naturwissenschaftlichen und geisteswissenschaftlichen Ansätze können sich durchaus ergänzen auch wenn sie teilweise auf Grund der unterschiedlichen Zielsetzungen als komplementär bezeichnet werden können. Eine besondere Rolle spielen hierbei die Perspektiven, mit denen auf Lehr- und Forschungsfragen geschaut wird. Sind Geistes- und Naturwissenschaften sowie subjektive und normative Perspektiven kombinierbar?

Visualisieren als wissenschaftliche Methode (Seminar)

Dozent/in: Nauka, Gisela Kirschner

Termin:
Einzeltermin | Sa, 16.11.2019, 09:30 - Sa, 16.11.2019, 18:30 | C 12.105
Einzeltermin | Sa, 30.11.2019, 10:00 - Sa, 30.11.2019, 18:00 | C 12.105
Einzeltermin | So, 01.12.2019, 10:00 - So, 01.12.2019, 14:30 | C 12.105
Einzeltermin | Sa, 11.01.2020, 09:30 - Sa, 11.01.2020, 18:30 | C 12.105

Inhalt: „Wer einen schnellen und bleibenden Eindruck machen will, bedient sich der Bilder.“ Otto Neurath Grafische Darstellungen in wissenschaftlichen Arbeiten geben durch Abstraktion schnell fassbare Orientierung innerhalb von vielschichtiger Information. Die Anfänge der Informationsvermittlung durch Bilder reichen sehr weit in die Vergangenheit. Über sämtliche Kulturepochen trug das Bildliche dazu bei, sich zu verständigen und auszudrücken und das weitgehend unabhängig von Sprache und Herkunft. Bilder können in der Wissenschaft dazu dienen, Erkenntnisse zu gewinnen. Auf Diagrammen werden etwa Korrelationen sicht- und ablesbar. Erst mit Hilfe einer Karte entdeckte zum Beispiel Dr. John Snow eine Wasserpumpe als Ursache einer Choleraepidemie in London. Er markierte die Todesfälle der Cholera mit Punkten und die Wasserpumpen mit Kreuzen und visualisierte eine deutliche Häufung von Todesfällen in der Nähe der Wasserpumpe an der Broad Street. Im Seminar werden historische Bildnisse und Beispiele aus der zeitgenössischen Informationsgrafik (politisch, geografisch, wirtschaftlich, etc.) auch in animierter und interaktiver Darstellung analysiert. Anhand eigener Themen werden aus der fachspezifischen Perspektive Grafiken erstellt und Ziel und Wirkung beim Rezipienten diskutiert. Es erfolgt eine Einführung in: Typografie Layoutgestaltung Analoge und digitale Bildgestaltung