Course Schedule


Lehrveranstaltungen

Forschungsmethoden der Kulturwissenschaften (Vorlesung)

Dozent/in: Regine Herbrik, Volker Kirchberg, Sven Kramer

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 12:15 - 13:45 | 01.12.2013 - 31.01.2014 | C HS 1

Inhalt: In der Ringvorlesung für alle Studierenden des Hauptfachs (Major) Kulturwissenschaften werden grundlegende methodische und theoretische Herangehensweisen der Kulturwissenschaften erläutert sowie exemplarisch an verschiedenen Feldern und Gegenständen der Lüneburger Kulturwissenschaften vorgestellt und veranschaulicht. Zusätzlich wählt jede/r Studierende ein Vertiefungsseminar aus dem Angebot aus. Hier werden spezifische Methoden und Theorien vertiefend behandelt und oft auch selbst erprobt. Sie sind frei in Ihrer Wahl im Rahmen der zur Verfügung stehenden Plätze. Die Vertiefungsseminare sind also nicht an spezielle Vertiefungsgebiete gebunden. Zu den Themen der Vertiefungsseminare vgl. die Überblicksliste in myStudy.

Musik im kulturellen Diskurs (Seminar)

Dozent/in: Tobias Ruderer

Termin:
14-täglich | Dienstag | 14:15 - 17:15 | 10.12.2013 - 31.01.2014 | Raumangabe fehlt

Inhalt: Musik im kulturellen Diskurs (Seminar) Woran haben sich Musik und Musikwissenschaft in den vergangenen etwa 100 Jahren abgearbeitet? Welche Rolle spielten gesellschaftliche, technische und philosophische Entwicklungen für die Wahrnehmung des musikalischen Ausdrucks und die Definition des musikalischen Materials? Die Studierenden setzen sich mit grundlegenden Theorien und Methoden einer kultur- und medienwissenschaftlich informierten Musikwissenschaft auseinander. Wir arbeiten mit kürzeren akademischen und nicht-akademischen Texte, hören Musikbeispiele und diskutieren das Gelesene und Gehörte. Die Veranstaltung findet an vier 3-stündigen Terminen in 14-tägigem Abstand statt. Zu den letzten beiden Sitzungen tragen die Studierenden durch in Arbeitsgruppen entwickelte Kurzreferate bei, die auch als Vorbereitung für den abschließend zu erstellenden Essay dienen.

Fakt, Fiktion, Metafiktion: Aspekte der Erzähltheorie (Seminar)

Dozent/in: Philipp Hammermeister

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 10:15 - 11:45 | 03.12.2013 - 31.01.2014 | Raumangabe fehlt

Inhalt: Kann ein Roman lügen? Einfache Frage – schwierige Antwort. So lange über Literatur nachgedacht wird, steht die Frage nach einer möglichen Wahrheit der Fiktion im Zentrum der Überlegungen. Mal werden Dichter als Lügner aus einer zu entwickelnden Gesellschaft ausgeschlossen (Platon), mal werden sie als Verkünder einer tieferen Wahrhaftigkeit gefeiert (Aristoteles). Aber lässt sich Literatur überhaupt mit außerliterarischen Maßstäben wie Wahrheit und Unwahrheit bewerten? Kann ein historischer Roman wie eine historische Abhandlung gelesen werden? Und woran erkennt man überhaupt, dass man es mit einem historischen Roman und nicht mit einer historischen Abhandlung zu tun hat? Und – zu guter Letzt – ist die Fiktion denn wenigstens ehrlich, wenn sie sich als Fiktion zu erkennen gibt, wenn der Roman seinen eigenen Status als Roman offenlegt? Diese und ähnliche Fragen stehen im Zentrum dieses einführenden Seminars, das sich mit dem Verhältnis von Faktizität, Fiktionalität und Metafiktionalität auseinandersetzen wird. Kaum ein anderer deutschsprachiger Schriftsteller ist mit seinen Texten für solch ein Seminar besser geeignet als Daniel Kehlmann. Beinahe alle seine Texte stellen die Grenze zwischen Realität und Dichtung infrage und verweisen – sich ihrer selbst bewusst – auf ihre Zugehörigkeit zur Welt der Fiktion. Diese Selbstentlarvung der Literatur und ihr Spiel mit dem Verhältnis von Fakt und Fiktion sollen an zwei von Kehlmanns Romanen („Die Vermessung der Welt“ und „Ruhm“) und einer ihrer Verfilmungen ("Ruhm") genauer untersucht werden.

Diskursanalyse (Seminar)

Dozent/in: Kaya de Wolff

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 14:00 - 16:00 | 03.12.2013 - 28.01.2014 | C 5.311

Inhalt: Im Anschluss an die Diskurstheorie nach Michel Foucault wurde im letzten Jahrzehnt eine Vielzahl von Ansätzen entwickelt, um thematische Diskurse und insbesondere Mediendiskurse zu untersuchen. Diskursanalysen ermöglichen die Erforschung von Deutungsmustern, Konzepten und Sinnkonstruktionen und den Bedingungen, die solche Aussagen über den Einzeltext hinaus ermöglichen. In kulturwissenschaftlichen Untersuchungen hat sich hierbei die Wissenssoziogische Diskursanalyse (kurz: WDA) nach Reiner Keller als Forschungsprogramm etabliert. Die WDA untersucht die „gesellschaftlichen Praktiken und Prozesse der kommunikativen Konstruktion, Stabilisierung und Transformation symbolischer Ordnungen sowie deren Folgen […]“ (Keller 2004: 57). Im Mittelpunkt stehen die Auseinandersetzungen bzw. konflikthafte Aushandlungen um die Legitimität von Deutungsangeboten in den Feldern diskursiver Praktiken. Im Seminar werden wir uns mit dem Forschungsprogramm der Wissenssoziologischen Diskursanalyse zur Untersuchung von Deutungsmustern und Sinnkonstruktionen in Mediendiskursen auseinandersetzen, theoretische Grundlagen erarbeiten und in praktischer Anwendung gemeinsam ein Fallbeispiel analysieren.

Konzepte und Methoden der Stadt- und Kulturraumforschung (Seminar)

Dozent/in: Peter Pez

Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 10:15 - 11:45 | 05.12.2013 - 31.01.2014 | C 11.307

Inhalt: Die Inhalte der Vorlesung "Wissenschaft nutzt Methoden, Grundlagen und Methoden der Kulturwissenschaften" werden aus der Perspektive der Stadt- und Kulturraumforschung vertieft.

Literatur und Intertextualität (Seminar)

Dozent/in: Philipp Hammermeister

Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 10:15 - 11:45 | 05.12.2013 - 31.01.2014 | C 12.108

Inhalt: Literarische Texte entstehen nicht aus dem Nichts heraus, sondern sind auf vielfältige Art und Weise mit vorgängigen Texten und (außer-)literarischen Diskursen verbunden. Literatur setzt sich immer auch mit anderer Literatur auseinander, sie zitiert und plagiiert, kommentiert und kritisiert, und spannt auf diese Weise ein Netz der Bezüge. Mit diesen bewusst oder unbewusst angelegten Spuren in literarischen Texten setzen sich die verschiedenen Ansätze der Intertextualitätstheorie auseinander. Sie bieten ein ausdifferenziertes Instrumentarium, um die Einbindung von Texten und von Autoren und Autorinnen in das weitläufige Beziehungsgeflecht der Literaturgeschichte beschreiben zu können. In diesem einführenden Seminar werden wir uns mit zwei Romanen von Christian Kracht und deren intertextuellen Referenzen beschäftigen. Kracht gilt mittlerweile als einer der wichtigsten deutschsprachigen Autoren der Gegenwart, dessen Texte unter der leicht konsumierbaren Oberflächen ein wahres Labyrinth an Anspielungen und Verweisen verstecken. Während "Faserland" z.B. mit seinem Markenbewusstsein und den geschilderten Partyexzessen lange nur als prototypischer Text der neuen deutschen Popliteratur wahrgenommen wurde, kann ein Blick auf seine Bezüge etwa zur deutschen Klassik oder angloamerikanischen Gegenwartsliteratur zu einem differenzierten Verständnis des Textes führen. Aber auch die Selbstinszenierung des Autors als Dandy oder ästhetizistischer Faschist kann mithilfe der Intertextualität als Spiel mit der Tradition entlarvt werden.

Medienarchäologie (Seminar)

Dozent/in: Wolfgang Hagen

Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 12:15 - 13:45 | 05.12.2013 - 31.01.2014 | C 5.326 (ICAM)

Fragebogen und Interview als Methoden der (Nicht-)Besucherforschung (Seminar)

Dozent/in: Robin Kuchar

Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 14:15 - 15:45 | 02.12.2013 - 31.01.2014 | C 11.008 Lernwerkstatt
Einzeltermin | Do, 09.01.2014, 16:15 - Do, 09.01.2014, 17:45 | C 12.001 | Nachholtermin

Inhalt: Wer besucht eigentlich kulturelle Veranstaltungen? Wer nicht? Und warum? Diese Frage treibt nicht nur Kulturveranstalter und Institutionen bei der Erstellung neuer Angebote wie etwa Ausstellungen, Konzerte und Festivals um, sie betrifft gleichermaßen auch Fragen und Entscheidungen auf der Ebene der Kulturpolitik und lässt ebenfalls Rückschlüsse auf die kulturellen Präferenzen unterschiedlicher Teile unserer Gesellschaft zu. Für die Erforschung von Kulturbesucher_innen und Kulturnichtbesucher_innen spielen vor allem soziodemographische Merkmale, Besuchsmotive und -barrieren sowie Einstellungen und individueller kultureller Geschmack eine wichtige Rolle. Doch wie lassen sich diese Aspekte wissenschaftlich erfassen? Im Seminar werden wir uns mit den zwei Methoden auseinandersetzen, die diesen Forschungsbereich bislang dominieren: Die Fragebogenerhebung sowie das Leitfaden gestützte Interview. Dazu werden wir die diesbezüglichen Inhalte aus der ersten Hälfte des Semesters sowie der Vorlesung ‚Grundlagen und Methoden der Kultuwissenschaften‘ theoretisch vertiefen und beide Methoden im Rahmen einer praktischen Anwendung vergleichen. Dazu werden wir in Gruppen eigene kleine Projekte durchführen, auswerten und im Rahmen der Hausarbeit eine vergleichende Analyse des Methodeneinsatzes vornehmen.

Methoden zur Raumanalyse (Seminar)

Dozent/in: Ursula Kirschner

Termin:
wöchentlich | Dienstag | 10:00 - 11:30 | 03.12.2013 - 31.01.2014 | C 6.316

Inhalt: „... wir müssen lernen, die Dinge selbst zu sehen, um eine eigene Ausdrucksform zu entwickeln. Die Fähigkeit zu sehen kommt aus dem beharrlichen Analysieren unserer Reaktionen auf das Gesehene und dessen Bedeutung für uns selbst. Je mehr man hinsieht, umso mehr wird man zu sehen bekommen.“ (Louis Kahn) Analyse- und Wahrnehmungsmethoden werden exemplarisch auf dem Campus Scharnhorststrasse angewandt. Neben Ortsbegehung, Planstudien, Recherchen der geschichtlichen Entwicklung sollen Orte aufgespürt und durch Umnutzung positiv aufgewertet werden.

Musik im kulturellen Diskurs (Seminar)

Dozent/in: Tobias Ruderer

Termin:
14-täglich | Dienstag | 08:45 - 11:15 | 10.12.2013 - 31.01.2014 | C 5.326 (ICAM)

Inhalt: Musik im kulturellen Diskurs (Seminar) Woran haben sich Musik und Musikwissenschaft in den vergangenen etwa 100 Jahren abgearbeitet? Welche Rolle spielten gesellschaftliche, technische und philosophische Entwicklungen für die Wahrnehmung des musikalischen Ausdrucks und die Definition des musikalischen Materials? Die Studierenden setzen sich mit grundlegenden Theorien und Methoden einer kultur- und medienwissenschaftlich informierten Musikwissenschaft auseinander. Wir arbeiten mit kürzeren akademischen und nicht-akademischen Texte, hören Musikbeispiele und diskutieren das Gelesene und Gehörte. Die Veranstaltung findet an vier 3-stündigen Terminen in 14-tägigem Abstand statt. Zu den letzten beiden Sitzungen tragen die Studierenden durch in Arbeitsgruppen entwickelte Kurzreferate bei, die auch als Vorbereitung für den abschließend zu erstellenden Essay dienen.

Theorien des Bildes (Seminar)

Dozent/in: Holger Kuhn

Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 10:15 - 11:45 | 05.12.2013 - 30.01.2014 | C 11.008 Lernwerkstatt
Einzeltermin | Mi, 29.01.2014, 14:15 - Mi, 29.01.2014, 17:45 | C 5.326 (ICAM)

Inhalt: Ein Bild scheint ein evidenter Gegenstand zu sein. Um es zu verstehen, muss keine Sprache erlernt werden, jede_r kann es herstellen, benutzen, und seinen Sinn durchschauen – so eine Reihe von populären Vorurteilen. Doch Bilder unterliegen eigenen Regeln: Die Art, wie sie Sinn erzeugen oder unsere Affekte und Emotionen ansprechen, unterscheidet sich beispielsweise von der der Sprache. Sie erschöpfen sich auch nicht im Abbilden von Wirklichkeit, sondern erschaffen eigensinnig Wirklichkeiten – selbst wenn sie in Medien wie der Fotografie oder dem Film erscheinen. Stets greifen sie ein, in das was sie darstellen, und verändern unser Wissen vom dargestellten Gegenstand. Die Bildwissenschaft hat in den vergangenen Jahren die Frage nach den Bilden, nach ihrer spezifischen Macht, ihrem 'Leben', ihrem Agieren aus verschiedenen Blickwinkeln gestellt. Im Seminar werden einschlägige Texte diskutiert, die unterschiedliche Zugänge zu Bildern vorstellen.

„Fragen und Antworten“ – zu Hintergründen und Verfahren einer qualitativen Forschungstechnik (Gruppe A) (Seminar)

Dozent/in: Tanja Müller

Termin:
Einzeltermin | Mi, 11.12.2013, 16:15 - Mi, 11.12.2013, 17:45 | C 6.316 | Einführung/Vorbereitung Blocktermine
Einzeltermin | Fr, 10.01.2014, 10:00 - Fr, 10.01.2014, 16:00 | W 302 | Blocktermin I
Einzeltermin | Sa, 11.01.2014, 10:00 - Sa, 11.01.2014, 16:00 | W 302 | Blocktermin II

Inhalt: Im Rahmen kulturwissenschaftlicher Forschung und Analyse spielen qualitative Forschungsmethoden eine wichtige Rolle. Eine besondere Stellung nehmen in diesem Zusammenhang Interviews ein, die sich des "Fragen und Antwortens" als Forschungstechnik bedienen. Dabei ist Interviewverfahren nicht gleich Interviewverfahren, sondern es haben sich im Laufe der Zeit unterschiedliche Traditionen herausgebildet. Im Rahmen des Seminars geht es deshalb darum: a) verschiedene qualitative Interviews und deren Hintergründe kennen (z.B. narratives Interview, problemzentrierte Interviews) und im Hinblick auf ihre Chancen und Grenzen unterscheiden zu lernen b) Vorbereitung, Organisation von Interviews beispielhaft und dem Forschungsgegenstand angemessen zu planen (z.B. mit Leitfadenkonstruktion, Eingangsstimuli etc.) c) das eigene Interviewverhalten anhand von Übungen zu reflektieren, denn "die Qualität qualitativer Daten" (Helfferich 2009) ist für den weiteren Forschungsprozess und die Analyse der über „Fragen und Antworten“ erstellten Texte entscheidend.

„Fragen und Antworten“ – zu Hintergründen und Verfahren einer qualitativen Forschungstechnik (Gruppe B) (Seminar)

Dozent/in: Tanja Müller

Termin:
Einzeltermin | Mi, 11.12.2013, 14:15 - Mi, 11.12.2013, 15:45 | C 12.015 | Einführung/Vorbesprechung Blocktermine
Einzeltermin | Fr, 17.01.2014, 10:00 - Fr, 17.01.2014, 16:00 | W 302 | Blocktermin I
Einzeltermin | Sa, 18.01.2014, 10:00 - Sa, 18.01.2014, 16:00 | W 302 | Blocktermin II

Inhalt: Im Rahmen kulturwissenschaftlicher Forschung und Analyse spielen qualitative Forschungsmethoden eine wichtige Rolle. Eine besondere Stellung nehmen in diesem Zusammenhang Interviews ein, die sich des "Fragen und Antwortens" als Forschungstechnik bedienen. Dabei ist Interviewverfahren nicht gleich Interviewverfahren, sondern es haben sich im Laufe der Zeit unterschiedliche Traditionen herausgebildet. Im Rahmen des Seminars geht es deshalb darum: a) verschiedene qualitative Interviews und deren Hintergründe kennen (z.B. narratives Interview, problemzentrierte Interviews) und im Hinblick auf ihre Chancen und Grenzen unterscheiden zu lernen b) Vorbereitung, Organisation von Interviews beispielhaft und dem Forschungsgegenstand angemessen zu planen (z.B. mit Leitfadenkonstruktion, Eingangsstimuli etc.) c) das eigene Interviewverhalten anhand von Übungen zu reflektieren, denn "die Qualität qualitativer Daten" (Helfferich 2009) ist für den weiteren Forschungsprozess und die Analyse der über „Fragen und Antworten“ erstellten Texte entscheidend.