Vorlesungsverzeichnis

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Lehrveranstaltungen

Aktuelle Problemfelder der Stadtsoziologie (Seminar)

Dozent/in: Moritz Haarmann

Termin:
wöchentlich | Mittwoch | 14:15 - 15:45 | 14.10.2020 - 29.01.2021 | Online-Veranstaltung

Inhalt: Mit dem Städtischen wird traditionell die Idee eines Ortes mit emanzipatorischem Potenzial und der Utopie eines besseren Lebens verbunden. Gleichzeitig verkörpert die Stadt einen gesellschaftlichen Raum, in dem sich viele soziale Probleme verdichten. Dadurch stellt sie sowohl einen Kristallisationspunkt wie einen wichtigen Aushandlungsort gesellschaftlicher Konflikte dar. Im Online-Seminar werden alltägliche urbane Phänomene wie soziale Segregation und Gentrifizierung in ihrem Charakter als aktuelle politische Herausforderungen aufgegriffen. Problematisiert werden dabei ebenso offene wie verdeckte gesellschaftliche Macht- und Herrschaftsverhältnisse und der sozialpolitische Umgang mit diesen. Den normativen Bezugspunkt für die Auseinandersetzung mit den Herausforderungen des städtischen Zusammenlebens bildet das Ideal einer sozialen und demokratischen Stadtentwicklung. Gegliedert ist das Online-Seminar in einen Theorie- und einen Anwendungsteil. Im Rahmen des Theorieteils werden Grundlagentexte besprochen und diskutiert. Der Anwendungsteil dient zur Vorstellung und Diskussion der durch Lerntandems entwickelten und bearbeiteten Forschungsfragen.

Biopolitik, Kontrollgesellschaft, Pandemie (Seminar)

Dozent/in: Heiko Stubenrauch

Termin:
wöchentlich | Mittwoch | 14:15 - 15:45 | 14.10.2020 - 27.01.2021 | Online-Veranstaltung

Inhalt: Angesichts der COVID-19-Pandemie haben die Begriffe der Biopolitik und der Kontrollgesellschaft verstärkte Aufmerksamkeit erfahren. Als Biopolitik bezeichnet Michel Foucault eine dezidiert moderne Politik, die nicht die Einzelnen, sondern die gesamte Bevölkerung adressiert und dabei die Regulierung biologischer Prozesse (Gesundheit, Reproduktion, Tod) in den Mittelpunkt stellt. Der Biopolitik gehe es weniger darum, die Einzelnen (durch Verbote oder Gewalt) als Untertanen zu unterwerfen. Das Ziel stelle vielmehr eine Steigerung der kollektiven Produktivität dar. Mithilfe des Begriffs der Kontrollgesellschaft macht Gilles Deleuze darauf aufmerksam, dass eine solche Politik in der Gegenwart vor allem vor dem Hintergrund umfassender Kontrollmechanismen realisiert werde, die das Verhalten der Einzelnen ständig überwachten und auswerteten, um die Wirksamkeit der biopolitischen Maßnahmen zu überprüfen und anzupassen. Kontrolle müsse als die ambivalente Rückseite der zur Produktivitätssteigerung gewährten Freiheitsspielräume begriffen werden. Im Seminar wollen wir uns den Begriffen der Biopolitik und der Kontrollgesellschaft durch die Lektüre ihrer grundlegenden Texte nähern und sie im Spiegel der COVID-19-Pandemie diskutieren.

Debattenkulturen und Kritik – Geschichte und Theorie (Profil DeKri, Modul 1) (Seminar)

Dozent/in: Simone Jung

Termin:
wöchentlich | Mittwoch | 14:15 - 15:45 | 21.10.2020 - 29.01.2021 | Online-Veranstaltung

Inhalt: Das Einführungsmodul gibt einen umfassenden Einblick in Debatten und ihre Kulturen in historischer und theoretischer Perspektive. Im Mittelpunkt stehen die Entstehungsweisen von Debattenkulturen in der bürgerlichen Moderne und ihre Transformationen bis hin zum 21. Jahrhundert sowie die wissenschaftliche Reflexion darüber. Unter welchen Bedingungen bildet sich die Debattenkultur in der bürgerlichen Moderne zu einer kulturellen Praxis aus? Und wie hat sich das öffentliche Sprechen im Schnittfeld von Digitalisierung, Pluralisierung und Globalisierung verändert, welche Orte und Medien gibt es heute, wie sind sie beschaffen und welche Praktiken der Kritik bringen sie hervor? Schließlich: Welche wissenschaftlichen Konzepte – z.B. in der politischen Theorie – bestehen? Die historisch-theoretischen Grundlagen werden entlang der aktuellen Debatte um die Kabarettistin Lisa Eckhart auf Basis von empirischem Material aus verschiedenen Zeitschriften und Zeitungen diskutiert. Zudem besteht eine Kooperation mit dem Projekt „Freiraum“ des Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe. Auch Sebastian Hammelehle, Leiter des Spiegel-Kulturressorts, wird Gast im Seminar sein.

Digital Health – Zur Digitalisierung von Gesundheit und Krankheit. Zukünfte denken (Seminar)

Dozent/in: Thomas Christian Bächle

Termin:
Einzeltermin | Mi, 04.11.2020, 14:15 - Mi, 04.11.2020, 15:45 | C 12.013 Seminarraum | Hybrid-Veranstaltung
Einzeltermin | Mi, 11.11.2020, 14:15 - Mi, 11.11.2020, 15:45 | C 12.013 Seminarraum | Hybrid-Veranstaltung
Einzeltermin | Mi, 02.12.2020, 14:15 - Mi, 02.12.2020, 15:45 | C 12.013 Seminarraum | Hybrid-Veranstaltung
Einzeltermin | Sa, 12.12.2020, 10:00 - Sa, 12.12.2020, 15:00 | C 12.013 Seminarraum | Präsenz, Workshop
Einzeltermin | Mi, 16.12.2020, 14:15 - Mi, 16.12.2020, 15:45 | C 12.013 Seminarraum | Hybrid-Veranstaltung
Einzeltermin | Mi, 06.01.2021, 14:15 - Mi, 06.01.2021, 15:45 | Online-Veranstaltung | Online
Einzeltermin | Fr, 29.01.2021, 14:15 - Fr, 29.01.2021, 21:00 | C HS 2 | gemeinsame Abschlusskonferenz des Formats Zukünfte denken
Einzeltermin | Sa, 30.01.2021, 09:30 - Sa, 30.01.2021, 14:30 | C HS 2 | gemeinsame Abschlusskonferenz des Formats Zukünfte denken

Inhalt: Digitale (Medien-) Technologien spielen eine immer größer werdende Rolle in der Prävention, Diagnose oder Therapie von Krankheiten. Die Anwendungen reichen von telemedizinischer Versorgung über Fitness- und Diagnose-Apps für das Smartphone bis hin zu digitalen Expertensystemen, die bestimmte Behandlungsformen vorschlagen oder medizinische Prognosen abgeben. Überwachungs- und Assistenzsysteme im eigenen Zuhause oder in Betreuungseinrichtungen sollen die Selbstständigkeit und individuelle Lebensqualität länger sichern und zugleich einen Mangel an Fachkräften ausgleichen. Ziel der Lehrveranstaltung ist, die Studierenden zahlreiche gesellschaftliche Herausforderungen in diesem sensiblen Feld vertraut zu machen, die sich etwa im Kontext von Datenschutz und Privatheit, Überwachung und Kontrolle stellen. Neben den ethischen Problemstellungen (z. B. durch den Einsatz von Robotik in der Pflege) werden die TeilnehmerInnen in die Lage versetzt, die dominante Rolle großer Technologieunternehmen im Kontext von „digital health“ kritisch zu reflektieren.

Einführung in das Islamische Recht (Seminar)

Dozent/in: Sarah Roja Azimi

Termin:
Einzeltermin | Fr, 13.11.2020, 14:15 - Fr, 13.11.2020, 20:00 | Online-Veranstaltung | Beamer
Einzeltermin | Sa, 14.11.2020, 10:00 - Sa, 14.11.2020, 18:00 | Online-Veranstaltung
Einzeltermin | Fr, 11.12.2020, 14:15 - Fr, 11.12.2020, 20:00 | Online-Veranstaltung
Einzeltermin | Sa, 12.12.2020, 10:00 - Sa, 12.12.2020, 18:00 | Online-Veranstaltung
Einzeltermin | So, 13.12.2020, 10:00 - So, 13.12.2020, 18:00 | Online-Veranstaltung

Inhalt: Die Vorlesung soll einen ersten Eindruck vermitteln von den kulturellen, religiösen und historischen Grundlagen des Islamischen Rechts. Ebenso soll auf die Besonderheiten des Islamischen Rechts gegenüber den bekannten "westlichen" Rechtssystemen und seiner heutigen Bedeutung in islamisch geprägten Staaten eingegangen werden. Um den Einstieg zu erleichtern werden einführend die Grundkenntnisse über die Pflichten der Muslime und die Hauptquellen der Islamischen Religion vorgestellt. Diesbezüglich soll auch auf die Rolle der Frau im Islam näher nachgegangen werden. Das Angebot richtet sich an Alle, die einen grundlegenden Einblick in das islamische Recht gewinnen wollen, sei es aus rechtsvergleichendem Interesse oder mit Blick auf die Bedeutung islamischer Rechtsnormen für das Internationale Privatrecht, aber auch z.B. an Student(inn)en der Politik-, der Religions- oder der Kulturwissenschaften. Der Kurs ist für Student(inn)en aller Fachrichtungen interessant, die in interkulturellen oder internationalen Zusammenhängen tätig werden wollen. Prüfungsleistung: Bearbeitung und Vorstellung einer Themenstellung durch eine Gruppe. Zusätzlich ist eine schriftliche Ausarbeitung mit einem Autorenverzeichnis (Auflistung der Bearbeiter pro Kapitel) beizufügen.

Gewalt im Geschlechterverhältnis - Ursachen, Erscheinungsformen, Auswirkungen und Konsequenzen für Gesellschaft, Politik, Wissenschaft und soziale Praxis (Seminar)

Dozent/in: Angelika Henschel

Termin:
wöchentlich | Mittwoch | 10:15 - 11:45 | 14.10.2020 - 27.01.2021 | Online-Veranstaltung

Inhalt: Spätestens seit Aufkommen der zweiten Frauenbewegung gilt das Thema "Gewalt gegen Frauen" nicht mehr als Tabu, sondern wird gemäß des Mottos "das Private ist politisch" im Kontext von Menschenrechtsverletzungen debattiert. Gewalt ist nicht geschlechtsneutral, sondern eng verwoben mit Bildern von Weiblichkeit und Männlichkeit, sie findet auf Basis kultureller und gesellschaftlicher Geschlechterverhältnisse statt und vollzieht sich in spezifischen Kontexten und sozialen Interaktionen. Interdisziplinäre und die Kategorie Geschlecht reflektierende Analysen und Methoden sind erforderlich, um das komplexe Phänomen der "Gewalt in Geschlechterverhältnissen" verstehen und Perspektiven hinsichtlich von Prävention und Intervention entwickeln zu können. Die in den letzten Jahrzehnten in den Wissenschaften gewonnen Erkenntnisse zeichnen ein zunehmend ausdifferenziertes Bild und sind durch Vielschichtigkeit gekennzeichnet, die dazu beiträgt, dass klassische Opfer-Täter-Schemata der Geschlechter auch überwunden werden konnten. Männliche Verletzbarkeit und die Gewalt, die Männer nicht nur ausüben, sondern auch erfahren, wird heute ebenso thematisiert, wie Zusammenhänge von Generation und sozialer Lage (Intersektionalität). Im Rahmen des Seminars werden strukturelle und individuelle Bedingungsfaktoren, gesundheitliche, psychosoziale und ökonomische Ursachen und Folgen der Gewalt ebenso behandelt, wie Wege aus der Gewalt aufgezeigt werden sollen. Praktikerinnen, die mit einzelnen Gastvorträgen ins Seminar eingeladen werden, sollen helfen, die Thematik praktisch und methodisch zu durchdringen.

Power in International Relations (FSL) (Seminar)

Dozent/in: Tobias Lenz

Termin:
wöchentlich | Montag | 14:15 - 15:45 | 12.10.2020 - 29.01.2021 | Online-Veranstaltung

Inhalt: Is US hegemony in decline? What renders so-called ‘rising powers’ such as India and Brazil increasingly important in international relations? And why is Israel unable to defeat Hamas despite its superior military technology? All of these questions point to the importance of the concept of power in the study of world politics. Due to the anarchic nature of the international system – i.e. the absence of a central government with the legitimacy to impose binding rules – the international exercise of power is less constrained by rules and institutions than it is in domestic politics; it occurs in ‘purer’ form. Yet despite decades of scholarly debate, no agreement has emerged on the nature of power and its role in world politics. Power remains an essentially contested concept, not just in political science and International Relations but in the social sciences more broadly. This English-speaking online course introduces students to various facets of the concept of power in analyzing world politics. We will seek to harness the disciplinary diversity of students in order to approach power from different disciplinary angles. The course is structured in three parts. In the first part, we acquaint ourselves with power as a concept in the social sciences and International Relations. In the second part, we discuss different forms of power drawing on a well-known typology in the field. In the third part, we review selected empirical applications and contemporary themes in power analysis, including power shifts from West to East, power and the digital revolution and power and creativity (Protean power).

Theoriegeschichte der VWL (Vorlesung)

Dozent/in: Thomas Huth

Termin:
wöchentlich | Montag | 10:15 - 11:45 | 12.10.2020 - 29.01.2021 | Online-Veranstaltung | Raum für 50 TN

Inhalt: Inhalt der Veranstaltung ist die Erarbeitung der Entwicklung des Ökonomischen Denkens von der Antike bis in die Neuzeit unter Betonung wirtschaftshistorischer und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen.

Theorien, Konzepte und Anwendungsfelder der Intersektionalitäts- und Diversityforschung (Seminar)

Dozent/in: Bettina Bello

Termin:
Einzeltermin | Fr, 22.01.2021, 14:15 - Fr, 22.01.2021, 18:15 | Online-Veranstaltung
Einzeltermin | Sa, 23.01.2021, 10:15 - Sa, 23.01.2021, 18:15 | Online-Veranstaltung
Einzeltermin | Fr, 29.01.2021, 14:15 - Fr, 29.01.2021, 18:15 | Online-Veranstaltung
Einzeltermin | Sa, 30.01.2021, 10:15 - Sa, 30.01.2021, 18:15 | Online-Veranstaltung

Inhalt: Das Seminar beschäftigt sich mit zentralen theoretischen Konzepten, Methoden, Diskursen und Zugängen zu „Intersektionalität“ und „Diversity“. Intersektionalität als Ansatz und Anspruch bietet die Möglichkeit, Differenzkategorien in ihrer vielseitigen Verwobenheit miteinander zu denken und komplexe gesellschaftliche Machtverhältnisse zu analysieren. Auf diese Weise werden Differenzkategorien wie Geschlecht, Alter, soziale und ethnische Herkunft, Beeinträchtigung u.a. nicht additiv aneinandergereiht, sondern aufeinander bezogen zusammengedacht. Zugänge, Ressourcen und Teilhabechancen sind nicht gleich verteilt. Die zugrunde liegenden Normvorstellungen, ihre Grenzziehungen und die unterschiedliche Machtverteilung produzieren gesellschaftliche Ein- und Ausschlussmechanismen – auf individueller, institutioneller und struktureller Ebene. Nicht nur das Zusammendenken von strukturellen Differenzkategorien und ihre Positionierung spielt eine Rolle, sondern auch die sozialen Kontexte und Bewegungen und ihre fachliche Etablierung an den Hochschulen und Institutionen.

Transnational Corruption (FSL) (Vorlesung)

Dozent/in: Fabian Clausen

Termin:
14-täglich | Freitag | 14:15 - 17:45 | 12.10.2020 - 29.01.2021 | Online-Veranstaltung

Inhalt: Corruption is widely seen as one of the most detrimental impediments to economic and social development. This realization has given rise to a rapidly growing global anti-corruption movement. This course explores a range of enforcement regimes, institutions, and global norms that have been developed around the subject. The course will examine select national frameworks such as the US Foreign Corrupt Practices Act and the UK Bribery Act; international regimes such as the administrative sanctions mechanisms of the World Bank and other multilateral development banks; and the role of the United Nations' Convention Against Corruption and the OECD Anti-Bribery Convention. A focus will be on legal and practical challenges that investigators and lawyers face in corruption cases that transcend national boarders.

U.S.-Canadian Relations: An Uneasy Balance. (Modul 2, Profil NAS) (FSL) (Seminar)

Dozent/in: Andreas Hübner, Maria Moss

Termin:
wöchentlich | Freitag | 14:15 - 15:45 | 16.10.2020 - 29.01.2021 | Online-Veranstaltung

Inhalt: This seminar will focus on the relationship between Canada and the United States and illuminate important contrasts such as the following: revolution in the U.S. vs. intensified relations with England in Canada; the U.S. as a Puritan society vs. Canada as a trapper and trader society; the U.S. as a superpower and world police vs. Canada as a member of the commonwealth; and last but not least, the vastly differing literary expressions in both countries.

Wie funktionieren Börsen? Handel mit Wertpapieren, Rohstoffen, Energie und ihren Derivaten (Seminar)

Dozent/in: Heinrich Degenhart

Termin:
wöchentlich | Montag | 14:15 - 15:45 | 12.10.2020 - 25.01.2021 | Online-Veranstaltung

Inhalt: Ausgehend vom mikroökonomischen Fokus auf Gütermärkte werden im Rahmen dieses Seminars zunächst die fundamentalen Unterschiede zwischen diesen und anderen Marktformen, wie dem Finanzmarkt und seinen Unterformen der öffentlichen Märkte für Fremd- und Eigenkapital, erörtert. Es wird sodann in die Definition und Bedeutung von Börsen als institutionalisierte Handelsplattformen für vertretbare Sachen eingeführt. Dabei wird seitens der Studierenden die Organisation des Zusammenkommens von Angebot und Nachfrage auf unterschiedlichen Börsenformen beleuchtet und diese hinsichtlich ihrer Funktionalität bewertet.