Vorlesungsverzeichnis

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Lehrveranstaltungen

Art as Work – Kollektive Organisationsformen im künstlerischen Feld (Seminar)

Dozent/in: Ann-Kathrin Eickhoff

Termin:
Einzeltermin | Fr, 22.10.2021, 14:15 - Fr, 22.10.2021, 16:45 | C 40.501
Einzeltermin | Fr, 19.11.2021, 14:15 - Fr, 19.11.2021, 19:45 | C 40.154
Einzeltermin | Sa, 20.11.2021, 10:15 - Sa, 20.11.2021, 18:45 | C 40.154
Einzeltermin | Fr, 21.01.2022, 14:15 - Fr, 21.01.2022, 19:45 | C 40.501
Einzeltermin | Sa, 22.01.2022, 12:15 - Sa, 22.01.2022, 18:45 | C 40.501

Inhalt: Institutionen wie Kunstvereine, Kunsthallen und Museen strukturieren die Art und Weise, wie bildende bzw. visuelle Kunst produziert, gezeigt, wahrgenommen, interpretiert und valorisiert wird. Künstler:innen und ihre Kunstwerke partizipieren an diesen Strukturen, weil sie Sichtbarkeit und Anerkennung versprechen sowie potentiell auch die ökonomische Reproduktion dieser Institutionen und Akteur:innen ermöglichen. Zu dieser Reproduktion gehört auch die Entlohnung für geleistete Arbeit. Das Seminar nähert sich diesen Strukturen ausgehend von einem Begriff von Arbeit, der in der Geschichte der Institutionskritik gründet und auf zeitgenössische Diskurse zum Begriff der Arbeit (u.a. Arbeit – Lohnarbeit, Care-Arbeit, dekommodifizierte Arbeit) Bezug nimmt. Im Gespräch mit Künstler:innen, Kurator:innen und Organisator:innen, die im WS in das Ausstellungsgeschehen und den Diskurszusammenhang der Halle für Kunst Lüneburg – deren künstlerische Leitung die Lehrende inne hat – eingebunden sind, erarbeiten sich die Studierenden Einblicke in ein breites Spektrum kollektiver Aspekte und Formen der Kunstproduktion. Diese reichen von der institutionellen Organisation der künstlerischen Arbeit über das Zusammenwirken in selbstorganisierten Künstler:innengruppe bis zu dem Diskurszusammenhang, in den diese Tätigkeiten eingebunden sind. Diese kollektive Produktion von Sichtbarkeit, Sinn und Wert wird auf theoretischer Grundlage unter Anknüpfung an kunsthistorische, soziologische und ökonomiehistorische Texte kritisch reflektiert.

Audience Devolopment: Spielräume für Kultur im öffentlichen und im digitalen Raum (Seminar)

Dozent/in: Ursula Richenberger

Termin:
14-täglich | Montag | 14:15 - 17:45 | 25.10.2021 - 04.02.2022 | C 12.111

Inhalt: Im Mittelpunkt dieses Seminars stehen Fragen zur gesellschaftlichen Aufgabe und Rolle von institutionellen Kulturorten wie Museen, Theatern und Konzerthäusern. Viele dieser Einrichtungen stellen sich der Forderung nach Relevanz und wollen gesellschaftliche Debatten anstoßen. Ob die Konzepte von Co-Curating, Co-Collection, Partizipation von innen heraus den sozialen Wandel vorantreiben, mit welchen Programmen, Formaten, mit welchen Mitarbeiter*innen die Räume geöffnet werden, wird an explorativen Beispielen analysiert. Im Fokus stehen hierbei insbesondere Angebote im digitalen und im öffentlichen Raum. Auf Grundlage von theoretischen Diskursen zu (Post-)Kolonialismus, Rassismus, Klassismus, Gender und Diversität werden dabei im Seminar außerdem Bewertungskategorien vorgestellt, die eine Befragung der Einrichtungen ermöglichen. Schließlich werden Protagonist*innen in den Blick genommen, die von außen aktivistisch die Kompetenz und Arbeit institutioneller Kulturorte hinterfragen, ohne Erlaubnis der Institution ihre Stimme im Raum wirken lassen. Welche Effekte diese künstlerischen Praktiken auf die Institution und die Öffentlichkeit haben, welche Diskurse sich daran anschließen, wird ebenfalls gemeinsam erarbeitet.

FÄLLT AUS! Kontext oder Fußnote? Künstlerseminar zu Christian Philipp Müllers „Der Campus als Kunstwerk“ (1996-1999) (Seminar)

Dozent/in: Clemens Krümmel

Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 16:15 - 17:45 | 18.10.2021 - 04.02.2022 | C 14.201

Inhalt: In diesem Seminar sollen Studierende die Möglichkeit erhalten, neuere kontextspezifische Arbeiten zu diskutieren und zu verstehen. Nach einer Einleitung in den ersten Sitzungen werden wir uns zunächst mit dem heutigen Erbe der institutionskritischen Kunst beschäftigen – inwieweit haben Künstler*innen dieser informellen "Gruppierung" in ihren Werken in den letzten Jahren auf neu entwickelte kritische Paradigmata reagiert? Ende November (Datum wird bald präzisiert) wird der Künstler Christian Philipp Müller im Rahmen eines zweitägigen Workshops seine Arbeit vorstellen und Elemente ihrer historischen Reflexion skizzieren. Ausgehend von kritischen Fragestellungen zur Aktualität und zur heutigen Angemessenheit von Christian Philipp Müllers kontextspezifischer Projektarbeit „Der Campus als Kunstwerk“ (1996-1999), die für die Eingangshalle der Bibliothek der Leuphana Universität entwickelt und dort angebracht wurde, soll dann im späteren Teil des Semesters unter anderem überprüft werden, ob sich ein darin enthaltenes Zitat von Thomas Jefferson durch seinen Kontext erklären lässt, einer Fußnote bedarf oder andere Formen der Kritik wecken sollte. Behandelt werden sollen – unter Berücksichtigung des umfangreichen Katalogbuchs zu der Arbeit (im Materialordner) – auch und vor allem Fragen, die sich an das in der Arbeit Müllers enthaltene Zitat des US-amerikanischen Staatstheoretikers Thomas Jefferson richten: "I like the dreams of the future better than the history of the past". Jefferson ist als Mitautor der US-amerikanischen Verfassung ebenso bekannt wie als Mitbetreiber von Sklaverei – gegen die er sich gleichwohl auf der Ebene seiner Schriften geäußert hat. Im Seminar sollen die Legitimität einer kontextspezifischen Rezeption solcher Arbeiten wie "Der Campus als Kunstwerk" diskutiert und reflektiert werden – und zugleich die Frage nach einem heute gesuchten Ort für kritische Forschungen, Kommentare und Dialoge gestellt werden.

Kulturerbe Tanz. Präsenz, Flüchtigkeit und choreografische Prozesse: Tanz als Forschungspraxis (Seminar)

Dozent/in: Vicky Kämpfe

Termin:
Einzeltermin | Fr, 14.01.2022, 14:15 - Fr, 14.01.2022, 19:45 | C 40.501
Einzeltermin | Sa, 15.01.2022, 10:15 - Sa, 15.01.2022, 17:45 | C 40.501
Einzeltermin | So, 16.01.2022, 10:15 - So, 16.01.2022, 17:00 | C 40.501
Einzeltermin | So, 23.01.2022, 10:15 - So, 23.01.2022, 17:00 | C 40.501

Inhalt: Der ‚Moderne Tanz - Stilformen und Vermittlungsweisen der Rhythmus- und Ausdruckstanzbewegung‘ wurde bereits 2014 vom Deutschen UNESCO-Komitee in das neu eingerichtete nationale Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Diese Nominierung konnte eine verstärkte theoretische Reflexion sowie kultur- und bildungspolitische Diskussion über die Bedeutung des immateriellen Kulturerbes, und im Besonderen der tänzerischen Praktiken anstoßen. Ein erster Schritt zu mehr Erkenntnis, denn Tanz hat sich als Reflexionsmedium par excellence erwiesen: neben den Fragen danach, was Tanz ist und wie er gegen Handlung unterscheidbar sei, konfrontiert er ebenso die verlautbare vermeintliche Immaterialität. Mit Blick auf die zunehmende Digitalisierung ganzer Lebensfelder und den Erfahrungen aus einem auf das Digitale zurückgeworfenen Alltag können anhand tänzerischer Praxis Fragen nach körperlicher und persönlicher Präsenz neu formuliert werden. Insbesondere aber stellt sich tänzerisches Arbeiten als einzigartiges Instrument zur Verfügung, empraktische Erkenntniswege (research in practice) gehen zu können. Weshalb aber sollte sich die Wissenschaft mit den Ausprägungen und Bewegungssystemen des Modernen Tanzes, mit deren tanzdidaktischen, und ästhetischen Konzepten beschäftigen? Werden doch seine verschiedenen Ausformungen, Techniken und Arbeitsmethoden sowie das immanent vermittelte Körper- und Bewegungswissen bereits durch eine dritte Tänzergeneration weitergelebt. Darum geht es: Inwiefern sind die bereits vor etwa einem Jahrhundert entstandenen Denk- und Arbeitsweisen für die gegenwärtigen und zukünftigen vielgestaltigen und komplexen Handlungsfelder relevant und konstitutiv. Im Seminar werden wir uns zunächst mit tradiert kognitiven Zugängen an das Themenfeld annähern und aufgeworfene Themenschwerpunkte konkreter erarbeiten, um dann mit einem für die tanzvermittelnde Praxis entwickelten ‚Choreografischen Baukasten‘ das Moderne Tanzerbe empraktisch (er)lebend zu rekonstruieren und in Bewegungsstudien choreografisch umzusetzen.

Musikuss-Festival 22 – SpielRäume (Projekt)

Dozent/in: Michael Ahlers, Inge Voltmann-Hummes

Termin:
wöchentlich | Montag | 14:15 - 15:45 | 18.10.2021 - 04.02.2022 | C 14.103

Inhalt: Wie bereits 2020 werden Studierende aktiv in die Organisation und Durchführung eines Festivals der regionalen Musikkultur eingebunden. An zahlreichen, bisweilen ungewöhnlichen Spiel-Räumen entstehen Konzertformate, die kleine und mittelgroße Musik-Ensembles des Landkreises auf Bühnen bringen. In Zusammenarbeit mit dem Kulturausschuss des Landkreises werden hier Einblicke in die Kulturorganisation, Musikvermittlung, das Konzertmanagement und weitere Bereiche ermöglicht.

Projekt Bilderbuch - Nachhaltigkeit (Seminar)

Dozent/in: Ekhard Ninnemann

Termin:
Einzeltermin | Mi, 03.11.2021, 12:15 - Mi, 03.11.2021, 13:45 | C 12.105 | C 12.105
Einzeltermin | Mi, 10.11.2021, 12:15 - Mi, 10.11.2021, 13:45 | C 14.006 | C 14.006
Einzeltermin | Mi, 17.11.2021, 12:15 - Mi, 17.11.2021, 13:45 | C 14.006 | C 14.006
Einzeltermin | Mi, 24.11.2021, 12:15 - Mi, 24.11.2021, 13:45 | C 14.006 | C 14.006
Einzeltermin | Mi, 01.12.2021, 12:15 - Mi, 01.12.2021, 13:45 | C 14.006 | C 14.006
wöchentlich | Mittwoch | 12:15 - 13:45 | 08.12.2021 - 04.02.2022 | C 12.105 | C 12.105
Einzeltermin | Mi, 22.12.2021, 14:00 - Mi, 22.12.2021, 15:30 | C 12.105 | C 12.105
Einzeltermin | Mi, 12.01.2022, 14:00 - Mi, 12.01.2022, 15:30 | C 12.108 | C 12.108
Einzeltermin | Mi, 13.04.2022, 12:15 - Mi, 13.04.2022, 14:30 | C 9.102 | Termin 6.4. auf 13.4. verschoben

Inhalt: Die Studierenden erarbeiten eigene Entwürfe für Kinderbücher (Bilderbücher), die auf die Vermittlung von Aspekten des Ziels Nachhaltigkeit abheben. So auch die Themenvorgabe. Die Erarbeitung der Entwürfe erfolgt in Tandems. Im Regelfall akzentuiert ein Tandempartner eher den bildlichen, der/die Andere eher den sprachlichen Teil im Sinne eines gemeinsamen Ganzen. Ziel und zugleich Prüfungsleistung sind ein für Verlage einreichfähiger Teamentwurf jedes Tandems. Das gewählte Konzept des Entwurfs wird in einem Portfolio begründet und in seinen Veränderungen während des Projekts reflektiert. Die Entwürfe rekurrieren auf das im Seminar vermittelten Knowhow beim Entwickeln und Ausgestalten von Entwürfen (Storyboards) sowie auf gegenseitig durch Kurzreferate vermittelte Kompetenzen der sprachlichen und bildlichen Detailarbeit. Die Unterscheidung von eher expliziten und impliziten Konzepten der Bilderbuchdidaktik, die gezielte Begrenzung auf einzelne Aspekte des Themas und die entwicklungspsychologische Befassung mit Aspekten der Altersentsprechung sind Teile des vermittelten Knowhows im Seminar. – Verfahren der Illustration und des Einsatzes von Bildbearbeitungsprogrammen werden durch eine Illustratorin (Sabi Heumann) angeleitet. Erarbeitete Teamentwürfe werden vor Kleingruppen in Grundschule oder Kindergarten vorgetragen / ausprobiert. Bilderbuchentwürfe können ganz oder teilweise auch in anderen Sprachen als der deutschen verfasst sein. - (Seminarkooperation mit Illustratorin Sabi Heumann, mit Igel-Grundschule in Lüneburg-Hagen u. Netzwerk Leseförderung Lüneburg). Dozent und Gastreferentin haben Erfahrungen mit der Veröffentlichung von Bilderbüchern. Die Bilderbücher dürfen gern auch in niederdeutscher Sprache verfasst werden. Aus vorherigen Kooperationen sind auch Buchveröffentlichungen der Studierenden hervorgegangen.

Public Art & Memory (FSL) (Seminar)

Dozent/in: Frieder Schnock, Renata Stih

Termin:
Einzeltermin | Sa, 23.10.2021, 11:00 - Sa, 23.10.2021, 15:00 | Online-Veranstaltung | Zoom
Einzeltermin | Sa, 30.10.2021, 10:00 - Sa, 30.10.2021, 18:00 | extern | Berlin Exkursion
Einzeltermin | Fr, 12.11.2021, 14:00 - Fr, 12.11.2021, 18:00 | Online-Veranstaltung | Zoom
Einzeltermin | Sa, 13.11.2021, 10:00 - Sa, 13.11.2021, 18:00 | Online-Veranstaltung | Zoom

Inhalt: The key issue of this seminar is the study of the interwoven appearance of art in urban spaces, the transformation and overlay created by memory structures. Who are we, where do we come from and how is it reflected in our society ? What is our relation to our surrounding in order to question taken-for-granted categories of art, citizenship, identity, culture and memory ? We are referring to those sites in public space, created by artists, historians, politicians, the public and architects to create remembrances to people and events, taking a closer look at the memorial landscape in Berlin in an interdisciplinary study with a focus on the visual arts, architecture, town planning, history, science, cultural geography, propaganda & politics. This hybrid seminar will start with an introduction and the distribution of the topics in a zoom session on Saturday October 23, 2021, followed by an excursion to Berlin on Saturday, Oct 30 (please organize your travel alone/with fellow students), looking at the different layers and districts in the German Capital, exploring the city with Walter Benjamin and Franz Hessel in our luggage. The next block seminar with the research presentations will happen during Zoom-Sessions on Friday & Saturday, Nov 12 & 13, 2021. Digging into the origins and evolution of public discourse in democratic societies will create deep insights how memorial sites evolve. Students are encouraged to develop a deeper consciousness about art in the fabric of urban life. They will interpret most diverse situations, encountering familiar elements in the most unlikely of territories and discuss cultural conversion in relation to cultural mobility, the politics of representation, looking at the history of memorials, related to the transfer of ideas and design, art and representation, propaganda and politics with a special focus on memory structures.

Welt-Bilder: Klischees und Stereotypen in Reisereportagen (Seminar)

Dozent/in: Karsten Eichner

Termin:
Einzeltermin | Sa, 11.12.2021, 10:00 - Sa, 11.12.2021, 17:00 | C 14.001
Einzeltermin | So, 12.12.2021, 10:00 - So, 12.12.2021, 15:00 | C 14.001
Einzeltermin | Sa, 22.01.2022, 10:00 - Sa, 22.01.2022, 17:00 | C 14.001
Einzeltermin | So, 23.01.2022, 10:00 - So, 23.01.2022, 15:00 | C 14.001

Inhalt: Freundliche Eingeborene, kaffeebraune Schönheiten, dienstbare Geister... Klischees und Stereotypen durchziehen seit jeher Reisereportagen und Reiseberichte, und ebenso unterschiedlich sind die prägenden Weltbilder der Autoren - von eurozentiert oder USA-fixiert über dandyhaft-überlegen bis hin zu latent rassistisch. Das Seminar beleuchtet anhand von deutsch- und englischsprachigen Texten, wie selbst Großmeister der Reisereportage wie Mark Twain oder Egon Erwin Kisch ganz bewusst ihre eigene Färbung und ihr eigenes Weltbild in die Texte einfließen ließen, und welche Klischees sich auch in aktuellen Reisereportagen wiederfinden. In vielen praktischen Schreibübungen lernen die Teilnehmer, Themen zu planen und von verschiedenen Seiten zu beleuchten, den eigenen Standpunkt kritisch zu hinterfragen, die geeignete Form und Perspektive zu wählen und beim Schreiben nicht in die "Klischee-Falle" zu tappen. Ein starker Fokus des Kurses liegt dabei auf schreibpraktischen Übungen.